Pif et Hercule dreht, was Edward Bluemels Poirot zur Wende macht

Die erste große Überraschung: Poirot sieht plötzlich ungewohnt jung aus. Edward Bluemel führt die sechsteilige BritBox-Serie Hercule an, gedreht wird in Liverpool mit James D'Arcy, Jack Gleeson und Rebecca Rittenhouse. Das überrascht, weil die Figur meist als abgeschlossene Ikone erzählt wird, nicht als offene Herkunftsgeschichte.
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Erstes Bild von Hercule
Edward Bluemel ist erstmals als junger Hercule Poirot zu sehen. Das neue Motiv zeigt die zentrale Figur der geplanten sechsteiligen Dramaserie Hercule, die den berühmten belgischen Ermittler deutlich vor seinen bekanntesten Fällen verortet.
Die Produktion läuft aktuell in Liverpool. Ein Start ist für 2027 vorgesehen, während eine deutsche Ausstrahlung bislang nicht feststeht und auch ein hiesiger Streaming-Anbieter noch nicht genannt wurde.
Entscheidend ist der Ansatz der Serie selbst: Hercule wird als Ursprungsgeschichte beschrieben, als intime Studie des Mannes Poirot und zugleich als großes Bild Großbritanniens zwischen den Weltkriegen.
Drei frühe Christie-Fälle
Inhaltlich greift Hercule auf drei frühe Geschichten von Agatha Christie zurück. Die Serie verbindet diese Vorlagen mit neuen Begegnungen aus Poirots Umfeld und führt zugleich einen bestimmten Gegenspieler ein, der für die weitere Entwicklung wichtig werden soll.
Gerade dieser Aufbau macht klar, dass hier nicht einfach ein weiterer klassischer Kriminalfall nacherzählt wird. Stattdessen setzt die Serie auf Herkunft, Beziehungen und die Frage, wie aus Hercule Poirot jene präzise Legende wurde, die Christie später weltberühmt machte.
Diese Namen stehen fest
Neben Bluemel ist das Ensemble bereits prominent besetzt. Mit dabei sind Henry Ashton, James D’Arcy, Calvin Demba, Phil Dunning, Jack Gleeson und Tamsin Greig, dazu kommen James Nesbitt, Guy Remmers, Rebecca Rittenhouse und Mawaan Rizwan.
Vor allem die Mischung fällt auf. Jack Gleeson bringt nach markanten Rollen erneut Schärfe ins Ensemble, während Tamsin Greig und James D’Arcy für Erfahrung sorgen und Calvin Demba sowie Henry Ashton die jüngere Seite des Casts stärken.
Welche Rollen die meisten Namen genau übernehmen, bleibt vorerst offen. Gerade deshalb richtet sich der Blick besonders auf Bluemel, der die Last trägt, eine ikonische Figur nicht zu kopieren, sondern neu zu formen.
Autor und Regie
Benji Walters schreibt die Serie. Die ersten zwei Folgen übernimmt Jonny Campbell als Regisseur, die mittleren zwei inszeniert Chanya Button, die letzten zwei Alrick Riley.
Mit dieser Aufteilung bekommt Hercule drei klar getrennte Regieblöcke. Charlie Palmer steuert die Produktion der Serie, was auf einen stark gegliederten Erzählrhythmus hindeutet, der die drei Christie-Stränge sauber voneinander absetzen könnte.
Produktion und Zeitplan
Hinter Hercule stehen Mammoth Screen und Agatha Christie Limited. Die Serie entsteht als britische Produktion und wurde bereits im April als Projekt bekannt, bevor im Juni Edward Bluemel für die Titelrolle feststand.
Der Zeitplan ist damit klar umrissen. Gedreht wird im August 2026 noch, die Veröffentlichung ist für 2027 vorgesehen.
Für den deutschen Markt bleibt die Lage offen. Weder ein Starttermin noch eine Plattform wurden bislang bestätigt, obwohl die Marke Poirot auch hierzulande seit Jahren ein verlässliches Publikum hat.
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Artikel geschrieben von:

Nina Wolf ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Formate und langjähriger Streaming-Erfahrung.
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