Nach dem Staffel-2-Finale: Daredevil: Born Again hält Kilgrave im Gespräch
Kilgrave ist tot, trotzdem will ihn Charlie Cox unbedingt zurück. David Tennant spielte den Schurken in Jessica Jones, wo Krysten Ritters Figur ihn in Staffel 1 tötete. Das Staffel-2-Finale von Daredevil: Born Again hat nun neue Türen aufgestoßen, die eigentlich verschlossen schienen.
Artikel-Inhalt
Cox wünscht sich Tennant zurück
Charlie Cox hat klar gemacht, wie sehr er sich eine Zusammenarbeit mit David Tennant wünscht. Tennant verkörperte den brutalen Schurken Kilgrave in der Netflix-Serie Jessica Jones und hinterließ dabei einen bleibenden Eindruck beim Publikum wie bei den Kollegen.
Cox äußerte sich begeistert: 'Kilgrave existiert in unserem Universum, wunderbar gespielt von David Tennant. Ich würde wirklich gerne sehen, dass er irgendwie zurückkehrt, aber ich glaube, er ist ein sehr, sehr beschäftigter Mann.' Die Aussage zeigt, dass Cox nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Fan des Marvel-Universums denkt.
Tennants Kilgrave gilt als einer der eindrucksvollsten Schurken der gesamten Marvel-Fernsehgeschichte. Die Figur besitzt die Fähigkeit, Menschen durch Gedankenkontrolle zu beherrschen, was in der Serie zu erschreckend realistischen Machtmissbräuchen führte.
Staffel-2-Finale öffnet neue Türen
Das Finale von Daredevil: Born Again Staffel 2 lieferte einen entscheidenden Twist, der die Rückkehr von Kilgrave theoretisch möglich macht. In den Marvel-Comics haben Kilgraves Kinder die Fähigkeit, die Erinnerungen der Welt zu manipulieren, was in der Geschichte genutzt wurde, um Matt Murdocks öffentliches Bekenntnis als Teufel von Hells Kitchen aus dem kollektiven Gedächtnis zu tilgen.
Dieser Comicbogen bietet die erzählerische Grundlage dafür, Kilgrave und seine Nachkommen in die laufende Serie einzuflechten. Für Staffel 3, die für 2027 geplant ist, wäre eine solche Einführung denkbar.
Dass die Macher der Serie sich an komplexen Comicvorlagen orientieren, hat die Handlung von Daredevil: Born Again von Beginn an ausgezeichnet. Vincent D'Onofrios Darstellung von Wilson Fisk zeigt, wie erfolgreich das Konzept funktioniert, wenn charismatische Schurken im Mittelpunkt stehen.
Kilgrave starb in Jessica Jones
Kilgrave ist im MCU seit dem Finale von Jessica Jones Staffel 1 offiziell tot. Krysten Ritters Figur Jessica Jones tötete ihn damals, nachdem er durch seine Gedankenkontrolle unzählige Menschen missbraucht hatte. Im Marvel-Kanon gehört Kilgrave zu den bekanntesten und moralisch verwerflichsten Schurken der Comics, da er seine Kräfte gezielt einsetzte, um Frauen gegen ihren Willen zu manipulieren.
Eine Rückkehr der Figur würde also nicht nur erzählerischen Mut erfordern, sondern auch ein feinfühliges Drehbuch, das den Schwere der Figur angemessen behandelt. Dass Cox dennoch für diesen Schritt plädiert, zeigt sein Vertrauen in das kreative Team hinter der Serie.
Krysten Ritter selbst hat bislang nicht öffentlich kommentiert, ob sie sich eine Rückkehr als Jessica Jones vorstellen könnte. Ihr Auftritt wäre bei einer Kilgrave-Storyline jedoch naheliegend.
Cox träumt von großem Crossover
Charlie Cox denkt bei seinen Wünschen für die Zukunft von Daredevil nicht nur an Kilgrave. Er äußerte auch den Wunsch nach einem großen Crossover: 'Es wäre so cool, irgendeine Art von Crossover mit allen Avengers zu haben, mit Spider-Man als Daredevil, nicht als Matt Murdock.' Die Idee zeigt, wie sehr Cox die Möglichkeiten des MCU ausschöpfen möchte.
Cox gab sein Marvel-Studios-Debüt 2021 in Spider-Man: No Way Home, wo er Matt Murdock als Anwalt von Peter Parker spielte. Seitdem ist Daredevil fester Bestandteil des modernen MCU und trat auch in She-Hulk auf.
Über seine Zusammenarbeit mit Tatiana Maslany in She-Hulk sagte Cox: 'Ich hatte eine besonders gute Zeit mit Tatiana. Ich halte sie für eine der talentiertesten Schauspielerinnen meiner Generation, und was sie mit dieser Figur gemacht hat, fand ich großartig, denn der Ton dieser Serie ist wirklich schwierig.' Maslany spielte in der Serie die Titelfigur She-Hulk.
MCU-Zukunft bis Secret Wars
Der größere Rahmen für mögliche Rückkehrer wie Kilgrave ist die laufende Multiversums-Saga des MCU. Diese soll im Dezember 2027 mit Avengers: Secret Wars ihren Abschluss finden, einem Film, der einen sanften Neustart des MCU für Phase 7 und darüber hinaus einleiten soll.
Ein solcher Neustart könnte die Tür für Figuren öffnen, die in früheren Phasen gestorben sind, darunter eben Kilgrave. Die Mechanismen des Multiversums erlauben es den Autoren, nahezu jede Figur zurückzubringen, ohne die bestehende Kontinuität zu brechen.
Daredevil: Born Again Staffel 3 soll ebenfalls 2027 erscheinen und damit zeitlich nah an Secret Wars liegen. Ob die Handlungsstränge miteinander verknüpft werden, bleibt abzuwarten, doch Charlie Cox hat deutlich gemacht, dass er für alle kreativen Möglichkeiten offen ist.
Mehr zu „Daredevil: Born Again"

Wann startet Daredevil: Born Again Staffel 3 auf Disney+?
Daredevil gewinnt den Fall und verliert trotzdem alles. Das Staffelfinale endet nicht mit einem Triumph auf der Straße, sondern mit Handschellen im Gerichtssaal. Dass ausgerechnet die Wahrheit Matt Murdock ins Gefängnis bringt, dreht das Heldennarrativ komplett um.

Niemand rechnete so früh damit: Bullseye ist in Daredevil: Born Again fix
Staffel 3 läuft bereits, und Bullseye ist schon dabei. Wilson Bethel kehrt als Benjamin Poindexter in Daredevil: Born Again zurück, obwohl Staffel 1 gerade erst angelaufen ist. Für viele Fans kam diese Bestätigung deutlich früher als erwartet.

Charlie Cox war schockiert: Was das Finale von Daredevil: Born Again für ihn bedeutet
Selbst Charlie Cox war schockiert: Den Geniedreher hatte er nicht kommen sehen. Der Schauspieler erfuhr die Wendung des Daredevil: Born Again-Finales erst per Anruf von Marvel. Dass ein Studio eine so radikale Entscheidung trifft, ohne einen Ausweg vorzubereiten, ist im MCU selten.
Artikel geschrieben von:

Sarah Becker analysiert Streaming-Highlights aus den Bereichen Krimi, Drama und Mystery mit geschultem Blick für Erzählstrukturen.
Alle Artikel von SarahSarah hat 2 weitere Artikel zur selben Serie verfasst.