Malcolm mittendrin kehrt zurück, doch ein Gesicht fehlt komplett
Vier bis fünf Absagen: Sullivan wollte wirklich nicht. Der Schauspieler, der Dewey in Malcolm mittendrin spielte, hat das Angebot zur Rückkehr mehrfach abgelehnt. Dass ausgerechnet der Jüngste der Brüder fehlt, verändert die Familiendynamik des Reboots grundlegend.
Artikel-Inhalt
Berfield nimmt Sullivan in Schutz
Justin Berfield hat sich klar positioniert: Erik Per Sullivan soll in Ruhe gelassen werden. Der Schauspieler, der in Malcolm mittendrin den Reese spielte, äußerte öffentlich Verständnis für die Entscheidung seines früheren Kollegen und betonte, er fühle sogar ein wenig Mitleid mit ihm angesichts des Drucks, dem Sullivan ausgesetzt sei.
Berfield beschrieb, wie hartnäckig die Produktion versucht hatte, Sullivan zurückzugewinnen. Das Team habe ihn vier- oder fünfmal gefragt, und jedes Mal sei die Antwort dieselbe gewesen: Nein. Auch verlockende Geldsummen, die Berfield als 'Eimer voller Geld' beschrieb, änderten daran nichts.
Sullivans Entscheidung sei laut Berfield keine Laune, sondern eine bewusste Lebensplanung. Der frühere Kinderstar wolle schlicht nicht mehr Teil des Showgeschäfts sein, und Berfield respektiert das vollständig.
Sullivan studiert statt zu drehen
Erik Per Sullivan hat sich nach seiner Kindheit vor der Kamera komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Berfield verriet, dass Sullivan sich intensiv mit Literatur beschäftigt und Dickens studiert. Er bezeichnete ihn als außergewöhnlichen Studenten.
Der Schauspieler, der in Malcolm mittendrin den jüngsten Bruder Dewey verkörperte, scheint in seinem neuen Leben angekommen zu sein. Für Sullivan zählt offensichtlich akademische Tiefe mehr als Ruhm oder Geld, was Berfield sichtlich bewundert.
Dass Sullivan trotz der enormen Angebote standhaft blieb, zeigt laut Berfield, wie ernsthaft der Entschluss ist. Es gehe ihm nicht darum, mehr zu verhandeln, sondern darum, wirklich draußen zu bleiben.
Caleb Ellsworth-Clark übernimmt Dewey
Da Sullivan nicht zurückkehren wollte, fiel die Wahl auf Caleb Ellsworth-Clark, der die Rolle des Dewey in der Neuauflage übernimmt. Die Produktion entschied sich damit gegen einen leeren Stuhl und für eine Neubesetzung der ikonischen Figur.
Ellsworth-Clark steht damit vor der Herausforderung, eine Figur zu spielen, die Millionen Zuschauer jahrelang mit Sullivan verbunden haben. Wie die Neubesetzung beim Publikum ankommt, wird sich im Laufe der Staffel zeigen.
Die übrige Originalbesetzung ist vollständig zurückgekehrt. Frankie Muniz spielt den erwachsenen Malcolm, Bryan Cranston kehrt als Vater Hal (Bryan Cranston) zurück, und Jane Kaczmarek ist wieder als Mutter Lois (Jane Kaczmarek) zu sehen.
Worum geht es im Reboot?
Die Neuauflage trägt den Titel Malcolm in the Middle: Life's Still Unfair und setzt die Geschichte des chaotischen Mittelkinds Malcolm fort. Der inzwischen erwachsene Malcolm wird von seiner Familie zurückgerufen, als Hal und Lois ihr 40-jähriges Hochzeitsjubiläum feiern wollen.
Malcolm hat mittlerweile selbst ein Kind und versucht, sein eigenes Leben zu führen, wird aber unausweichlich wieder in den Sog seiner Familie gezogen. Die Serie knüpft damit thematisch direkt an das Original an: Familie ist Chaos, und dem kann man nicht entkommen.
Alle Folgen der Neuauflage stehen auf Hulu zum Abruf bereit. Neben den Hauptfiguren sind auch weitere bekannte Gesichter zu sehen, darunter Howie Mandel und Damon Jones in Gastrollen.
Fans und Presse reagieren gespalten
Sullivans Abwesenheit wird von vielen Fans bedauert, aber Berfields klare Worte haben in der Öffentlichkeit Gehör gefunden. Wer Sullivan mit Fragen zu seiner Entscheidung konfrontiert oder Druck auf ihn ausübt, handelt laut Berfield respektlos.
Die Diskussion um Sullivan zeigt, wie schwierig der Übergang vom Kinderstar zum Erwachsenenleben sein kann. Nicht jeder, der als Kind vor der Kamera stand, möchte diesen Weg weitergehen, und Sullivan hat diesen Schritt konsequenter vollzogen als die meisten.
Josh Hutcherson, der ebenfalls zur Besetzung der Neuauflage gehört, und weitere Mitwirkende haben sich bislang nicht öffentlich zu Sullivans Entscheidung geäußert. Berfield bleibt damit der lauteste Fürsprecher seines früheren Kollegen.
Mehr zu „Malcolm mittendrin"
Artikel geschrieben von:

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.
Alle Artikel von Laura