Howard als Mörder: Imperfect Women überrascht seine Zuschauer
Nancys Mörder steht fest: Das Finale verändert alles. Imperfect Women mit Elisabeth Moss, Kerry Washington und Kate Mara löst sein zentrales Rätsel auf: Howard (Corey Stoll) tötete seine Geliebte. Damit kippt die gesamte Moral des Figurengeflechts, denn der Täter ist ausgerechnet der Mann, dessen Frau Nancys beste Freundin ist.
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Howard als Täter: Die Auflösung
Das große Rätsel der Serie ist gelöst: Howard tötete Nancy. Dabei war er nicht der Verdächtige, auf den alles hindeutete. Episode 7 hatte Nancys Stiefvater Scott, gespielt von Wilson Bethel, als neuen Hauptverdächtigen ins Spiel gebracht und damit die Zuschauer auf eine falsche Fährte gelockt.
Die Wahrheit ist komplizierter: Nancy hatte eine Affäre mit Howard geführt und wandte sich in ihrer Not ausgerechnet an Scott, mit dem sie eine belastete Vergangenheit verband. Sie bat ihn, Howard einzuschüchtern oder körperlich unter Druck zu setzen, weil dieser drohte, die Beziehung an Mary, Howards Ehefrau und Nancys beste Freundin, zu verraten.
Als Scott mit einer Waffe am Tatort eintraf, war es bereits zu spät. Er musste mit ansehen, wie Howard Nancys Leiche wegschleppte. Damit war Scott zwar Zeuge, aber kein Täter.
Howards Motiv: Leidenschaft oder Kalkül?
Showrunnerin Annie Weisman erklärt Howards Tat als einen Akt reiner Leidenschaft. Er habe geglaubt, dass er und Nancy gemeinsam fliehen würden, und sei von einer romantischen Vorstellung mitgerissen worden, die er selbst mit Geschichten aus der antiken römischen Literatur verglich.
Doch diese Romantisierung macht die Tragödie nur größer. Weisman betont, dass Nancys Tod umso erschütternder wirkt, weil eine andere Lösung durchaus denkbar gewesen wäre. Die Frage, ob die Beziehung zwischen Nancy und Mary hätte gerettet werden können, bleibt schmerzhaft offen.
Kerry Washington, die Eleanor spielt, unterstreicht diesen Gedanken: Es war ihr wichtig zu zeigen, wie viel tragischer Nancys Verlust ist, wenn man bedenkt, dass eine Versöhnung möglich gewesen wäre.
Mary und Eleanor besiegen Howard
Nachdem Howard erkannte, dass Mary und Eleanor ihm auf der Spur waren, versuchte er auch seine Ehefrau zu töten. Es kam zu einem körperlichen Kampf zwischen den beiden, der in einem dramatischen Finale gipfelte.
Eleanor griff ein und überfuhr Howard mit ihrem Auto. Mary setzte dem ein Ende, indem sie ihn erstach. Die beiden Frauen retteten sich gegenseitig und schlugen damit den Mann nieder, der für Nancys Tod verantwortlich war.
Elisabeth Moss, die Mary verkörpert, macht deutlich, dass für ihre Figur keine Vergebung möglich ist. Was Howard getan hat, ist nach Marys Einschätzung unverzeihlich, und diese Haltung verleiht dem Finale eine klare moralische Konsequenz.
Ein Jahr später: Heilung und neue Anfänge
Der Zeitsprung ein Jahr nach den Ereignissen zeigt beide Frauen in einem positiven Licht. Eleanor genießt das Leben auf einer Jacht mit einem neuen Liebhaber, während Mary bei der Geburtstagsfeier ihrer Tochter sichtlich aufgeräumt wirkt.
Kerry Washington beschreibt Eleanors Heilungsweg so: Die Schönheit ihrer Genesung liegt darin, dass sie ihre Geschichte erzählt hat und ihr endlich geglaubt wurde. Dieser Moment der Anerkennung ist für die Figur entscheidend.
Nancys Ehemann Robert, gespielt von Joel Kinnaman, bringt bei der Feier die Torte heraus. Das Detail ist nicht zufällig: Die Szene endet mit einem rätselhaften Blick zwischen Mary und Robert, der die Zuschauer mit einer offenen Frage zurücklässt.
Zweite Staffel: Offene Fragen bleiben
Der abschließende Blick zwischen Mary und Robert ist bewusst mehrdeutig gehalten. Annie Weisman erklärt, dass das Team intensiv darüber gesprochen habe, wie weit man gehen und was man bewusst offen lassen wolle. Die Absicht war, eine Frage aufzuwerfen, ohne sie zu beantworten.
Eine Antwort auf das, was zwischen Mary und Robert wirklich vorgeht, würde eine zweite Staffel erfordern. Ob es dazu kommt, steht derzeit noch nicht fest, ein konkretes Startdatum steht noch aus.
Die Serie hat mit ihrem Finale dennoch einen klaren Abschluss für die zentralen Handlungsstränge geliefert und gleichzeitig genug Stoff für eine Fortsetzung hinterlassen. Für Fans von Kerry Washington, Elisabeth Moss und Kate Mara bleibt die Hoffnung auf mehr.
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Artikel geschrieben von:

Clara Hoffmann ist Serien-Redakteurin mit besonderem Fokus auf emotionale Drama-Serien und detailreiche Period Pieces.
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