Lange vor Unchosen fiel Molly Windsor bereits auf

Molly Windsor ist jetzt bei einer der mächtigsten Talentagenturen Hollywoods. Die britische Schauspielerin hat einen Vertrag mit Anonymous Content unterzeichnet, nachdem ihre Netflix-Serie Unchosen in der ersten Woche 10,4 Millionen Aufrufe sammelte. Wer sie früh auf dem Schirm hatte, weiß: Das ist kein Zufall.
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Unchosen katapultiert Windsor ins Rampenlicht
Molly Windsor spielt in Unchosen eine Frau, die in einer strengen, abgeschotteten Religionsgemeinschaft lebt. Die sechsteilige Thrillerserie startete im April auf Netflix und kletterte sofort auf Platz eins der globalen Charts. In der ersten Woche verbuchte die Produktion mehr als 10,4 Millionen Aufrufe, ein Ergebnis, das die Reichweite von Windsor schlagartig vergrößerte.
Parallel zum Erfolg der Serie hat Windsor nun einen Vertrag mit Anonymous Content unterzeichnet, einer der renommiertesten Talent- und Produktionsfirmen Hollywoods. In Großbritannien bleibt sie weiterhin bei United Agents unter Vertrag, sodass sie auf beiden Seiten des Atlantiks professionell vertreten ist.
Für deutsche Zuschauer ist Unchosen auf Netflix sowie Netflix Standard mit Werbung verfügbar.
Entdeckt mit elf Jahren von Samantha Morton
Der Beginn von Windors Karriere liest sich wie ein Märchen: Regisseurin und Schauspielerin Samantha Morton entdeckte sie im Alter von elf Jahren in einer Theatergruppe in Nottingham. Morton besetzte Windsor sofort als Hauptdarstellerin in ihrem halbautobiografischen Regiedebüt The Unloved aus dem Jahr 2009, das ebenfalls mit einem BAFTA ausgezeichnet wurde.
Kurz darauf stand Windsor in Jim Loachs Oranges and Sunshine vor der Kamera, an der Seite von Emily Watson und Hugo Weaving. Die frühen Rollen zeigten bereits eine Schauspielerin, die schwierige, emotionale Stoffe trägt, ohne in Betroffenheitsgesten zu verfallen.
Three Girls: Der Durchbruch mit BAFTA-Krönung
Den großen Karrieredurchbruch erzielte Windsor 2017 mit der BBC-Miniserie Three Girls, geschrieben von Nicole Taylor und inszeniert von Philippa Lowthorpe. Das Drama basiert auf einem realen Missbrauchsskandal in Großbritannien und den Versäumnissen der Behörden. Windors Darstellung einer Betroffenen wurde von Kritikern hervorgehoben und brachte ihr 2018 den BAFTA TV Award als beste Schauspielerin ein.
Ebenfalls 2017 zählte die British Academy Windsor gemeinsam mit Jessie Buckley und Josh O'Connor zu den Breakthrough Brits, einer Auszeichnung für die vielversprechendsten britischen Talente des Jahres. Die Trias gilt rückblickend als bemerkenswert: Alle drei haben seither internationale Karrieren aufgebaut.
Weitere Rollen: Von Oakley bis Schrader
Nach Three Girls folgte eine Reihe von Projekten, die Windors Hang zu psychologisch dichten Stoffen bestätigte. In The Runaways spielte sie eine von drei Geschwistern, die nach dem Tod des Vaters vor dem Jugendamt fliehen. Claire Oakleys Psychothriller Make-Up besetzte sie in der Hauptrolle als junge Frau auf einem abgelegenen Ferienpark.
Hinzu kommen ein Auftritt in der BBC-Adaption von War of the Worlds sowie eine Rolle in Maria Schraders gefeiertem Spielfilm She Said, in dem sie neben Carey Mulligan und Zoe Kazan zu sehen war. She Said rekonstruiert die journalistische Recherche, die den Harvey-Weinstein-Skandal ins Licht der Öffentlichkeit brachte, und zeigte Windsor in einem hochkarätigen internationalen Ensemble.
Was der Agenturwechsel bedeutet
Anonymous Content vertritt Talente und entwickelt eigene Projekte, von Serien bis hin zu Spielfilmen. Ein Vertrag dort signalisiert in der Branche, dass eine Karriere den Sprung vom nationalen zum internationalen Markt vollzieht. Für Windsor, deren Bekanntheit bislang vor allem in Großbritannien verankert war, öffnet die Vertretung Türen zu großen US-Produktionen.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Mit Unchosen hat Windsor erstmals eine Serie geführt, die weltweit gleichzeitig sichtbar war. Der globale Erfolg der Netflix-Produktion dürfte die Verhandlungsposition erheblich gestärkt haben. Welche Projekte als nächstes folgen, ist noch nicht bekannt.
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Darum schockt Unchosen mit 10,4 Millionen Aufrufen die Netflix-Konkurrenz
Zuschauer lieben Unchosen, Kritiker sind gespalten. Die Serie hält 70 Prozent bei Rotten Tomatoes, das Publikum vergibt nur magere 42 Prozent. Trotzdem reicht das für Platz eins der meistgestreamten Netflix-Serien weltweit.

Warum Unchosen gerade Netflix-Fans von The Handmaid's Tale schockt
Ein christlicher Kult als Kulisse, aber kein Nischenpublikum: Unchosen kämpft um Platz eins auf Netflix USA. Die Serie mit Molly Windsor, Fra Fee und Siobhan Finneran steht aktuell auf Rang zwei der meistgesehenen Produktionen des Streamers. Was als düsteres Gesellschaftsdrama begann, entwickelt sich zur direkten Konkurrenz für die größten Hits der Plattform.

Das Ende von Unchosen Staffel 1 erklärt. Wie ging die Netflix Serie aus?
Wie viel Realität steckt wirklich in Unchosen? Bekannt ist, dass Autorin Julie Gearey intensiv mit echten Aussteigern sprach und einen eigenen Begegnungsmoment als Ausgangspunkt nutzte. Für Zuschauer stellt sich nach jeder Folge neu die Frage, wo die Fiktion aufhört.
Artikel geschrieben von:

Mia Braun ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf moderne Streaming-Serien und detaillierte Episodenanalysen.
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