Lange vor Rebelde gestartet, jetzt übernimmt Alfonso Herrera mehr Verantwortung

Schauspieler auf der einen Seite, Produzent und Regisseur auf der anderen: Herrera wechselt die Seiten. Der Rebelde-Star unterzeichnete einen Deal mit Sony Pictures Television, der ihn erstmals ins Kreativteam hinter die Kamera bringt. Was bisher strikt getrennt war, verschmilzt nun in einer einzigen Karriere.
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Herreras erster Schritt als Produzent
Alfonso Herrera hat einen umfassenden Vertrag mit Sony Pictures Television unterzeichnet, der ihn erstmals in die Rolle des ausführenden Produzenten und Regisseurs bringt. Bisher war er ausschließlich als Schauspieler tätig, unter anderem in den Serien Rebelde, Ozark und Sense8. Mit diesem Schritt betritt er offiziell eine neue Ebene der Kreativarbeit.
Der Vertrag sieht vor, dass Herrera zukünftige Serien mitentwickelt, mitgestaltet und bei einzelnen Produktionen auch selbst Regie führt. Dabei bleibt er weiterhin als Darsteller aktiv. Das Abkommen markiert einen klaren Wendepunkt in seiner beruflichen Laufbahn.
Herrera arbeitet künftig eng mit dem Produktionsteam von Sony Pictures Television in Lateinamerika zusammen. Gemeinsam sollen Stoffe entwickelt werden, die lokale Identität mit internationalem Anspruch verbinden.
Ziele: Globales Publikum, lokale Wurzeln
Herrera selbst beschreibt seine Motivation klar: 'Sony Pictures Television vereint globale Erfahrung mit einer echten Offenheit für Geschichten mit lokaler Identität. Für mich ist es ein Ort, an dem ich als Kreativer wachsen kann und Projekte organisch ein internationales Publikum erreichen können. Ich freue mich darauf, Inhalte mit globalem Anspruch zu entwickeln, ohne dabei die Verbindung zu unseren Wurzeln zu verlieren.'
Dieser Ansatz spiegelt eine bewusste Strategie wider: Lateinamerikanische Geschichten sollen nicht nur regional, sondern weltweit relevant sein. Herrera sieht sich dabei als Brückenbauer zwischen kultureller Authentizität und globalem Unterhaltungsanspruch.
Die Serien, die im Rahmen dieses Vertrags entstehen, richten sich ausdrücklich an ein weltweites Publikum. Ein konkretes erstes Projekt wurde noch nicht angekündigt.
Sony setzt auf Lateinamerika
Für Sony Pictures Television ist der Vertrag mit Herrera Teil einer größeren Strategie. John Rossiter, zuständig für Distribution, Netzwerke und Produktion in Lateinamerika bei Sony Pictures Television, betont: 'Diese Vereinbarung spiegelt unsere übergeordnete Strategie wider, in erstklassige Kreative zu investieren, um überzeugende, authentische lokale Geschichten zu entwickeln, die weltweit Anklang finden.'
Rossiter ergänzt, dass Lateinamerika eine immer wichtigere Rolle bei der Gestaltung der Zukunft des Premium-Entertainments für ein weltweites Publikum spiele. Herreras kreative Vision sei ein wesentlicher Teil davon.
Carlos Quintanilla Sakar, Vizepräsident und Leiter für Inhalt und Produktion bei Sony Pictures Television für Lateinamerika und das US-amerikanische Hispanic-Segment, ist ebenfalls in die Zusammenarbeit eingebunden. Gemeinsam sollen Stoffe mit internationalem Potenzial identifiziert und umgesetzt werden.
Herreras Karriere im Überblick
Alfonso Herrera gehört zu den bekanntesten mexikanischen Schauspielern seiner Generation. International wurde er durch die Netflix-Serie Sense8 bekannt, in der er eine der zentralen Rollen übernahm. Weitere Auftritte hatte er in Ozark, Queen of the South und der Netflix-Neuauflage von Rebelde.
Mit Rebelde knüpfte Herrera an seine frühen Erfolge an: Die Serie, die auf der gleichnamigen mexikanischen Telenovela basiert, richtet sich an ein junges, globales Publikum und war auf Netflix verfügbar. Seine Erfahrung mit international ausgerichteten Produktionen macht ihn zu einem naheliegenden Partner für Sonys Lateinamerika-Strategie.
Neben seinen Serienrollen war Herrera auch auf der Bühne aktiv, unter anderem in der Musicalproduktion Rent. Diese Bandbreite an Erfahrungen bringt er nun in seine neue Rolle als Produzent und Regisseur ein.
Weitere Sony-Projekte im Blick
Sony Pictures Television präsentierte den Vertrag mit Herrera im Rahmen seines LA-Screenings-Events, bei dem Einkäufer aus Lateinamerika neue Projekte und Partnerschaften vorgestellt bekamen. Das Event diente als Plattform, um die wachsende Bedeutung der Region für das globale Seriengeschäft zu unterstreichen.
Zu den weiteren Projekten und Persönlichkeiten, die im Umfeld des Events eine Rolle spielen, gehören unter anderem bekannte Namen wie Freddie Highmore, David Shore, Alex Baskin, Channing Powell und Gaten Matarazzo, der durch Stranger Things bekannt wurde. Serien wie 4MK, Bitter Christmas, I'm Not Here To Hurt You und 32 Flavors befinden sich ebenfalls im Entwicklungs- oder Produktionsumfeld von Sony.
Wann die ersten Projekte aus der Zusammenarbeit zwischen Herrera und Sony Pictures Television konkret umgesetzt werden, ist noch offen. Ein Startdatum für Deutschland steht entsprechend noch aus.
Artikel geschrieben von:

Mia Braun ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf moderne Streaming-Serien und detaillierte Episodenanalysen.
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