Lange vor Legacy of Spies kannte kaum jemand Hugh Lauries dunkle Seite

·10.06.2026, 16:01 Uhr·3 Min
Lange vor Legacy of Spies kannte kaum jemand Hugh Lauries dunkle Seite
Bild: BBC One · TMDB

Nicht Roper, nicht House: Laurie spielt jetzt den Mann, der Smiley kontrolliert. Als Control in Legacy of Spies übernimmt er die Führung von The Circus, dem fiktiven britischen Geheimdienst. Dass ausgerechnet er diesen Machtmenschen verkörpert, hätten vor seiner Night-Manager-Zeit die wenigsten vorhergesagt.

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Lauries Rolle als Control enthüllt

Hugh Laurie spielt in Legacy of Spies die Figur Control, den autoritären und intriganten Leiter von The Circus, dem fiktiven britischen Geheimdienst aus John le Carrés Romanwelt. Control ist George Smileys moralisch wankelmütiger Vorgesetzter, eine Figur, die in der Vorlage für ihre undurchsichtige Machtpolitik bekannt ist.

Die Besetzung ist ein bewusster Kontrast zu Lauries bisheriger le-Carré-Rolle: In The Night Manager spielte er Richard Roper, einen kalt kalkulierenden Waffenhändler. Control ist komplexer, weniger offen böse, aber nicht weniger gefährlich.

Produzenten Stephen und Simon Cornwell erklärten: 'Mit Hugh Laurie und Joe Alwyn als Control und Prideaux wieder zusammenzukommen ist ein bemerkenswertes Privileg, während wir die Welt des Circus weiter aufbauen.'

Alwyn, Vasan und weitere Neuzugänge

Joe Alwyn, zuletzt in The Brutalist zu sehen, übernimmt die Rolle des Jim Prideaux. Anjana Vasan, bekannt aus Black Mirror, spielt Connie Sachs. Beide Figuren sind zentrale Bestandteile des le-Carré-Universums.

Charlotte Ritchie, bekannt aus You und Ghosts, schlüpft in die Rolle der Ann Smiley. Lee Ross, der zuletzt in Andor zu sehen war, spielt Inspector Oliver Mendel.

James McArdle übernimmt Percy Alleline, John Dagleish spielt Roy Bland und Goran Bogdan verkörpert Toby Esterhase. Alle drei stoßen als Mitglieder von The Circus zum Cast. Adam Hugill ist als Fawn besetzt, Smileys persönlicher Leibwächter.

Starkes Ensemble rund um Macfadyen

Matthew Macfadyen spielt den legendären Spymaster George Smiley. Dan Stevens ist als der rätselhafte Bill Haydon besetzt, Felix Kammerer, bekannt aus Im Westen nichts Neues, übernimmt die Rolle des Hans-Dieter Mundt.

Agnes O'Casey kehrt als Liz Gold zurück, eine Rolle, die sie bereits in der Westend-Bühnenproduktion von The Spy Who Came in from the Cold gespielt hat. Das Ensemble verbindet damit Theatererfahrung mit internationaler Serienprominenz.

Die Produktion gilt als eine der kostspieligsten Eigenentwicklungen der beteiligten Studios in den vergangenen Jahren. Hinter dem Projekt steht The Ink Factory, der erfahrene le-Carré-Produzent, gemeinsam mit Amusement Park Film und weiteren Partnern.

Claudia Llosa verstärkt die Regie

Die Oscar-nominierte und Goldene-Bär-Gewinnerin Claudia Llosa, bekannt für Das Lied der Milch, übernimmt die zweite Regieposition neben Chefregisseur Michael Lennox. Ihre Verpflichtung unterstreicht den kinematografischen Anspruch der Produktion.

Llosa selbst zeigte sich enthusiastisch: 'In eine Welt einzutauchen, die so reich und komplex ist wie die le Carrés, ist eine enorm aufregende Aussicht.' Die Produzenten lobten ihre 'Vision und kinematografische Sensibilität'.

Showrunner ist Stephen Cornwell, der gemeinsam mit Graham Yost, Simon Cornwell und weiteren Beteiligten als ausführender Produzent fungiert. Auch Matthew Macfadyen und Charlie Hunnam sind als ausführende Produzenten an Bord.

Laurie gleichzeitig in zwei le-Carré-Projekten

Legacy of Spies basiert auf le Carrés Roman von 2017, der selbst als Prequel und Sequel zu Der Spion, der aus der Kälte kam von 1963 und Dame, König, As, Spion angelegt ist. Die Produktion verbindet damit Jahrzehnte des le-Carré-Kanons zu einer neuen Geschichte.

Für Hugh Laurie ergibt sich eine ungewöhnliche Situation: Da eine dritte Staffel von The Night Manager in Entwicklung ist, könnte er zeitgleich in zwei verschiedenen Adaptionen desselben Autors zu sehen sein. Das ist in der Serienlandschaft eine Seltenheit.

Abseits der Produktion sorgte Laurie zuletzt für Schlagzeilen, als er auf der Plattform X einen Journalisten scharf für Kritik an seiner Erfolgsserie House anging und sich anschließend entschuldigte. Er erklärte dabei, er sei 'sehr leicht betrunken' gewesen.

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Quelle: BBC OneZuletzt aktualisiert: 10.06.2026, 16:01 Uhr

Artikel geschrieben von:

Sarah Becker
Autor
Sarah Becker
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Sarah Becker analysiert Streaming-Highlights aus den Bereichen Krimi, Drama und Mystery mit geschultem Blick für Erzählstrukturen.

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