Kevin McKidd nach Grey's Anatomy: Seine nächsten Projekte
15 Jahre Grey's Anatomy enden, und sofort beginnt das nächste Kapitel. Kevin McKidd übernimmt die Hauptrolle im ITV-Thriller The Only Suspect, einer Adaption von Louise Candlishs Roman. Für Fans bedeutet das: McKidd bleibt auf dem Bildschirm, nur das Setting wechselt vom Krankenhaus ins dunkle London.
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Owen Hunt verlässt Grey's Anatomy
Owen Hunt gehört zu den dienstältesten Figuren in Grey's Anatomy, doch das Staffel-22-Finale markiert seinen Abschied. Gemeinsam mit Kim Raver, die seit Jahren Teddy Altman verkörpert, verlässt McKidd die Erfolgsserie nach diesem Staffelabschluss.
McKidd selbst beschreibt den Abgang mit großer Dankbarkeit: 'Grey's Anatomy war ein riesiges Kapitel meines Lebens, kreativ wie persönlich, und ich bin zutiefst dankbar für alles, was mir die Serie gegeben hat.' Gleichzeitig blickt er nach vorn und spricht davon, neue Geschichten zu erzählen und alles Gelernte in die nächste Phase seiner Karriere mitzunehmen.
Bemerkenswert ist auch McKidds Beitrag hinter der Kamera: Mit mehr als vier Dutzend inszenierten Folgen ist er der produktivste Regisseur in der Geschichte von Grey's Anatomy, ein Erbe, das weit über seine Darstellerleistung hinausgeht.
Hauptrolle im ITV-Thriller The Only Suspect
Direkt nach seinem Grey's-Anatomy-Abgang übernimmt McKidd die Hauptrolle in der ITV-Produktion The Only Suspect. Die Serie basiert auf dem Roman von Louise Candlish und spielt in London, wo das scheinbar perfekte Leben des Paares Alex (Justin Chambers) und Beth ein dunkles Geheimnis verbirgt.
Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitebenen: den 1990er-Jahren und der Gegenwart. Diese Struktur verspricht einen vielschichtigen Thriller, der Vergangenheit und Gegenwart kunstvoll miteinander verknüpft.
Für McKidd fühlt sich die Rückkehr zu ITV wie eine Heimkehr an, wie er selbst sagte. Er hatte bereits in der ITV-Thrillerserie Six Four mitgewirkt und kennt den Sender und seine Produktionskultur gut. Ein Startdatum für The Only Suspect steht noch aus.
Der Highlander-Reboot wartet auf ihn
Neben dem ITV-Thriller ist McKidd auch für den lang erwarteten Highlander-Reboot im Gespräch. Regisseur Chad Stahelski, bekannt durch die John-Wick-Reihe, führt bei dem Projekt Regie. Die Rolle des Connor MacLeod, die Christopher Lambert in den 1980er-Jahren berühmt machte, soll nun neu besetzt werden.
McKidds Verbindung zu diesem Stoff reicht weit zurück: Bereits 2011 war er für die Rolle gehandelt worden, und schon 2008 sollte er in einer von Matthew Vaughn geplanten Adaption als Thor auftreten. Dass der schottische Schauspieler nun erneut in der Diskussion ist, erscheint fast folgerichtig.
Zum Ensemble des Highlander-Reboots gehören nach aktuellem Stand unter anderem Henry Cavill, Russell Crowe, Marisa Abela, Dave Bautista, Karen Gillan und Jeremy Irons. Ein konkreter Kinostart ist noch nicht bestätigt.
Ferryman Films: McKidds eigenes Produktionslabel
Parallel zu seinen Schauspiel-Projekten baut McKidd mit seiner Produktionsfirma Ferryman Films eine neue unternehmerische Säule auf. Das Label kooperiert mit STV Studios, um eigene Serien zu entwickeln und zu produzieren.
Als erstes Projekt hat Ferryman Films die Rechte an William Shaws Roman The Red Shore gesichert und eine Serienadaption in Entwicklung gegeben. Details zur Handlung oder einem möglichen Sendeplatz sind noch nicht bekannt.
Diese Kombination aus Schauspiel, Regie und Produktion zeigt, wie konsequent McKidd den Abschied von Grey's Anatomy als Neustart begreift. Er positioniert sich nicht nur als Darsteller, sondern als kreativer Gestalter auf mehreren Ebenen.
Was McKidds Abgang für Fans bedeutet
Owen Hunts Abschied ist für langjährige Grey's-Anatomy-Fans ein einschneidender Moment. Die Figur war seit Staffel 5 Teil der Serie und durchlebte einige der dramatischsten Handlungsbögen der gesamten Reihe, von Kriegstraumata bis hin zu komplizierten Liebesgeschichten mit Teddy Altman.
Dass beide Charaktere, Owen und Teddy, gemeinsam die Serie verlassen, gibt dem Finale eine gewisse erzählerische Abrundung. Kim Raver begleitet McKidd damit in den Abgang, was die Geschichte der beiden Figuren zu einem gemeinsamen Ende führt.
Für die Zuschauer bleibt McKidd aber präsent: Mit The Only Suspect, dem Highlander-Reboot und den Ferryman-Films-Projekten dürfte er in den kommenden Jahren regelmäßig auf den Bildschirmen zu sehen sein, auch wenn der Weg dahin über neue Genres und neue Plattformen führt.
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Miranda Baileys Zukunft in Grey's Anatomy gefährdet
Grey's Anatomy steht vor einem weiteren erschütternden Abgang: Miranda Bailey, gespielt von Chandra Wilson, kämpft in Staffel 22 um ihre Karriere und möglicherweise um ihre Zukunft in der Serie. Mit nur noch zwei ausstehenden Episoden der Staffel spitzt sich die Lage am Grey Sloan Memorial Hospital dramatisch zu. Kommt es tatsächlich zum Abschied, wäre Wilson nach Kevin McKidd und Kim Raver der dritte hochkarätige Abgang der laufenden Staffel.
Artikel geschrieben von:

Anna Schneider analysiert Serien von düsteren Mystery-Stoffen bis zu leichteren Komödien mit Fokus auf Erzählstruktur und Figurenentwicklung.
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