Kevin Hill startet bei Prime Video mit einer Katze, die beide Ex-Partner verlässt

·27.05.2026, 20:01 Uhr·3 Min
Kevin Hill startet bei Prime Video mit einer Katze, die beide Ex-Partner verlässt
Bild: UPN · TMDB

Eine Katze sagt beiden den Kampf an, und das trifft überraschend nah. Aubrey Plaza und Joe Wengert stecken ihre echte Trennung in Kevin, eine animierte Serie für Prime Video. Zuschauer bekommen eine Geschichte, die so persönlich ist, dass sie kaum erfunden wirken kann.

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Echte Beziehung als Serien-Fundament

Aubrey Plaza und Joe Wengert waren in den frühen 2000er Jahren ein Paar und lebten gemeinsam in Astoria, Queens. Rund zwei Jahrzehnte nach dem Ende ihrer Beziehung arbeiten sie nun zusammen an Kevin, einer animierten Erwachsenenserie für Amazon Prime Video, die genau diese Geschichte als emotionalen Kern nutzt.

Die Idee, die persönliche Vergangenheit der beiden einzuflechten, kam nicht von Plaza oder Wengert selbst. Das Animationsstudio Titmouse erfuhr von der früheren Beziehung und ermutigte die beiden, diese Ebene bewusst in die Serie einzubauen, um ihr eine persönlichere Note zu geben.

Dabei hatten Plaza und Wengert die Grundidee einer Katzen-Animationsserie unabhängig voneinander entwickelt, noch vor der Pandemie. Erst als ihre Konzepte zusammengeführt wurden, entstand das gemeinsame Projekt, das heute unter dem Titel Kevin läuft.

Kevin der Kater und sein Abgang

Im Mittelpunkt der Serie steht Kevin, ein Kater, dem Jason Schwartzman seine Stimme leiht. In der Realität blieb die Katze nach der Trennung bei Wengert. In der fiktiven Welt der Serie dreht die Geschichte diesen Umstand auf eigene Weise weiter: Kevin verlässt beide Ex-Partner und zieht in ein Tierheim in Astoria, Queens, wo er mit einer bunt zusammengewürfelten Gruppe anderer Tiere lebt.

Wengert beschrieb die zentrale Haltung der Figur so: Der Kater sagt im Grunde, er pfeife auf beide und mache sein eigenes Ding. Diese Trotzigkeit ist der komödiantische Motor der gesamten Serie.

Aubrey Plaza spricht in Kevin Kevins frühere Besitzerin Dana. Wengert übernimmt mehrere Rollen. Zum prominenten Gastcast gehören unter anderem Whoopi Goldberg und John Waters sowie Addison Rae, Joe Locke, Nicole Byer und Aparna Nancherla.

Astoria prägt das visuelle Design

Die Bildsprache von Kevin ist direkt aus den gemeinsamen Erinnerungen von Plaza und Wengert an Astoria entstanden. Der Supervising Director Angelo Hatgistavrou stammt selbst aus dem Stadtteil, was dem visuellen Team einen zusätzlichen authentischen Zugang zum Schauplatz ermöglichte.

Executive Producer Dan Murphy, der Plaza seit ihrem 16. Lebensjahr kennt und damals ebenfalls in ihrer Nähe lebte, erklärte zum Kunststil: 'Wir haben keine konkrete Zeitperiode vorgegeben, aber wir wollten einen leicht nostalgischen Look für die Zeit, als wir dort lebten, was inzwischen 20 Jahre zurückliegt. Ich glaube, die Serie sieht so aus, wie wir uns Astoria in Erinnerung haben.'

Dieses bewusst unscharfe Zeitgefühl verleiht der Serie eine melancholische Wärme, ohne sich auf ein bestimmtes Jahrzehnt festzulegen.

Big Mouth als Schule für Kevin

Wengert bringt umfangreiche Erfahrung im animierten Erwachsenenformat mit. Er arbeitete bei der Netflix-Comedyserie Big Mouth zunächst als Supervising Producer, stieg dann zum Co-Executive Producer auf und übernahm schließlich die Rolle des Executive Producers.

Die wichtigste Lektion aus dieser Zeit: Auch eine freche Serie voller absurder Witze braucht einen emotionalen Kern. Wengert und sein Team setzten bei Kevin darauf, die echten Gefühle der Tiere ernst zu nehmen, egal wie überdreht die Situationen auf dem Papier wirken mögen.

Als Showrunner von Kevin verantwortet Wengert gemeinsam mit Plaza, Dan Murphy, Chris Prynoski, Ben Kalina, Shannon Prynoski und Antonio Canobbio die Produktion. Hergestellt wird die Serie von Titmouse, Evil Hag Productions und Amazon MGM Studios.

Staffel 2 ist bereits geschrieben

Noch bevor die erste Staffel bei einem breiten Publikum angekommen ist, sind die Drehbücher für eine zweite Staffel bereits fertig. Wengert bestätigte dies und zeigte sich zuversichtlich über die Qualität des Materials.

Im Gespräch zog er Parallelen zu Parks and Recreation: 'Bei den meisten Comedy- und Ensemble-Serien dauert es eine Weile, bis man seinen Rhythmus findet. Als wir am Ende der ersten Staffel angekommen waren, wussten wir genau, welchen Figuren wir weiter folgen wollen. Die Skripte sind fertig, und ich glaube, die zweite Staffel ist noch witziger als die erste.'

Ob Amazon Prime Video eine zweite Staffel offiziell in Auftrag gibt, ist noch offen. Die Produktionsseite ist jedenfalls vorbereitet.

Quelle: UPNZuletzt aktualisiert: 27.05.2026, 20:01 Uhr

Artikel geschrieben von:

Julia Fischer
Autor
Julia Fischer
Sci-Fi & FantasyMysteryComedy-Serien

Julia Fischer analysiert Serien mit besonderem Fokus auf erzählerische Details, Charakterentwicklung und Genre-Mix.

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