Jason Ritter dreht Lanterns, was seine Rolle zur Krise macht

Ein Nebencharakter verändert plötzlich die ganze Fallhöhe der Serie. In HBOs Lanterns spielt Jason Ritter den Anwalt Billy Macon neben Kyle Chandler, Aaron Pierre, Kelly Macdonald und Garret Dillahunt, in Deutschland bei HBO Max. Für Zuschauer wird damit aus einem Kleinstadtplot womöglich der Schlüssel zum eigentlichen Konflikt.
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Ritters Rolle irritiert
Lanterns wird zwar klar von Kyle Chandler als Hal Jordan und Aaron Pierre als John Stewart getragen, doch ausgerechnet Jason Ritter sorgt für die auffälligste Spekulation. In Deutschland ist die Serie bei HBO Max und im HBO Max Amazon Channel verfügbar, produziert wurde sie für HBO.
Ritter spielt Billy Macon, einen Anwalt aus Nebraska, der zwischen seiner Frau Sheriff Kerry und seinem einflussreichen Vater William Macon steht. Kelly Macdonald übernimmt Sheriff Kerry, Garret Dillahunt spielt William Macon. Auf dem Papier wirkt Billy wie ein gewöhnlicher Kleinstadtprofi, gerade das macht die Besetzung so verdächtig.
Denn Ritter ist kein namenloser Nebendarsteller. Der Emmy-nominierte Charakterdarsteller aus Parenthood, Girls und Matlock wird selten für reine Staffage verpflichtet, zumal sein Name durch seine Ehe mit Melanie Lynskey zusätzlich Aufmerksamkeit zieht.
Billy passt zu viel
Die Serie legt ihren Kriminalton bewusst auf eine rätselhafte, düstere Spur, die an True Detective erinnert und zugleich tief in die kosmische Mythologie von DC greift. In so einem Format fällt eine scheinbar harmlose Figur sofort auf, wenn sie zu sauber in das Gefüge passt.
Billy Macon sitzt an einem strategisch heiklen Punkt. Als Sohn von William Macon und Ehemann von Sheriff Kerry hat er Nähe zu lokaler Macht, zu Ermittlungen und zu Informationen, die Hal Jordan und John Stewart dringend brauchen könnten.
Genau diese Konstellation macht ihn interessant. Ein Mann, der überall hineinhört und nirgends als Gefahr gelesen wird, wäre die ideale Tarnung für eine Wendung in der Mitte der Staffel.
Die Manhunter-Theorie
Die naheliegendste Erklärung führt direkt zu den Manhuntern. Folge 2 beschreibt sie als synthetische, gestaltwandelnde Wesen, die im Namen ihrer verdrehten Vorstellung von Gerechtigkeit sogar planetaren Völkermord begehen.
John Stewart findet heraus, dass sich ein Manhunter irgendwo in Rushville versteckt. Hal Jordan geht zudem davon aus, dass genau dieses Wesen Abin Sur getötet hat, also den früheren Green Lantern dieses Sektors.
Wenn Billy Macon in Wahrheit ein solcher Eindringling ist, würde seine Position plötzlich perfekt Sinn ergeben. Er könnte Spuren verwischen, Informationen abschöpfen und die Ermittlungen im richtigen Moment in eine falsche Richtung lenken.
Familie als Tarnnetz
Die spannendste Gegenrede steckt bereits in Billys Umfeld. Sheriff Kerry gilt als scharfsinnige Chefin der örtlichen Strafverfolgung, während William Macon Raumwesen auf der Erde offenbar entschieden ablehnt.
Gerade deshalb funktioniert die Theorie so gut. Eine Tarnung wird stärker, wenn sie unter Menschen liegt, die Misstrauen ausstrahlen und damit jeden Verdacht von der unscheinbarsten Person im Raum weglenken.
Sollte Lanterns diesen Weg gehen, wäre Billy nicht bloß ein stiller Familienmann, sondern der perfekte Knotenpunkt zwischen Provinzkrimi und kosmischer Bedrohung. Dann wäre Ritters freundliches Auftreten kein Zufall, sondern Teil des Tricks.
Warum Ritter dafür taugt
Ritter wird seit Jahren oft als zugänglicher, ungefährlicher Typ besetzt. Genau dieses Bild macht ihn für eine Enthüllung wertvoll, weil ein Darsteller mit netter Ausstrahlung einen doppelten Boden glaubwürdiger versteckt als ein sichtbar bedrohlicher Name.
Auch die Comicvorlage stützt die Idee. Die Guardians of the Universe erschufen die Manhunter einst als intergalaktische Polizeitruppe, ersetzten sie später aber durch das Green Lantern Corps, weil den Maschinen Empathie, moralische Nuance und Zurückhaltung fehlten.
Ein massenmörderischer Roboter hinter der Fassade eines höflichen Anwalts wäre also keine willkürliche Schockwendung, sondern eine Figur, die direkt aus der Mythologie der Serie heraus funktioniert. Genau deshalb wirkt diese Besetzung kleiner, als sie tatsächlich sein dürfte.
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Artikel geschrieben von:

Emma Mueller ist Serienredakteurin mit klarem Fokus auf spannungsgetriebene Formate wie Action, Drama und Mystery.
Alle Artikel von EmmaEmma hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.