Jason Reitman produziert Animationsserie Ghostbusters: Night Shift für Netflix

Eine Gruppe junger New Yorker rettet die Stadt, obwohl sie das Problem selbst verursacht hat. Ghostbusters: Night Shift setzt genau dort an: unausgebildete Helden mit Protonenpacks, die 1994 das Chaos ausbaden, das sie angerichtet haben. Ob das als Animationsserie funktioniert, entscheidet sich 2027 auf Netflix.
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New York 1994: Die neue Crew
Ghostbusters: Night Shift spielt fünf Jahre nach den Ereignissen von Ghostbusters II, also im Jahr 1994. Eine Gruppe junger New Yorker, unausgebildet, unterschätzt und nach eigener Schuld irgendwie mitverantwortlich für das neuerliche Geisterchaos, muss Protonenpacks anlegen und die Stadt retten. So lautet die offizielle Handlungsbeschreibung, die Netflix in Annecy vorgestellt hat.
Das Animationsfestival in Annecy bildete den Rahmen für die erste größere Enthüllung zur Serie. Netflix zeigte dort Konzeptbilder, die die Atmosphäre des New York der frühen Neunziger einfangen. Bereits wenige Wochen zuvor hatte Netflix bei einem Ghostbusters-Tribute-Event in Los Angeles den offiziellen Serientitel und das Logo präsentiert.
Die Animationsserie knüpft an ein Universum an, das 1984 mit Ivan Reitmans Originalfilm begann, über Ghostbusters II (1989) weitergeführt wurde und mit den Zeichentrickserien The Real Ghostbusters (1986 bis 1991) sowie Extreme Ghostbusters (1997) bereits eine lange Animationsgeschichte besitzt.
Jason Reitman führt das Erbe fort
Hinter der Serie stehen Jason Reitman und Gil Kenan als Ko-Autoren und ausführende Produzenten. Reitman, Sohn von Ghostbusters-Schöpfer Ivan Reitman, hatte das Franchise 2021 bereits mit dem Kinofilm Ghostbusters: Afterlife wiederbelebt. Davor sammelte er mit Filmen wie Thank You for Smoking und Juno mehrere Auszeichnungen als Regisseur.
Reitman und Kenan verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. Kenan führte bei Ghostbusters: Afterlife Regie, während Reitman das Drehbuch mitverantwortete. Für Night Shift kehren beide gemeinsam zurück, nun aber im Bereich Animation.
Beide waren für einen Auftritt auf der Netflix-Bühne in Annecy vorgesehen, um das Projekt persönlich vorzustellen und weitere Details zur Produktion zu teilen.
Dan Aykroyd kehrt als Produzent zurück
Dan Aykroyd, Mitautor und Hauptdarsteller des Originalfilms von 1984, ist als ausführender Produzent an Bord. Seine Beteiligung war bereits im Vorfeld der Annecy-Präsentation bekanntgegeben worden und unterstreicht die enge Verbindung zur Geschichte des Franchise.
Neben Aykroyd, Reitman und Kenan gehören auch Ben Hibon, Elliott Kalan und Amie Karp zum Produzenten-Team. Hibon ist als Animationsregisseur bekannt, Kalan als Autor und Karp bringt Erfahrung aus der Serienentwicklung mit.
Die Kombination aus erfahrenen Franchise-Kennern und frischen Talenten soll sicherstellen, dass Night Shift sowohl Fans der Originalserie anspricht als auch ein neues Publikum gewinnt.
Start 2027, Deutschland noch offen
Ghostbusters: Night Shift ist für 2027 bei Netflix geplant. Ein konkretes Datum für den deutschsprachigen Raum steht noch aus. Netflix hat bisher keine Angaben dazu gemacht, ob die Serie zeitgleich international erscheint oder ob es regionale Verzögerungen geben wird.
Die Animationsserie reiht sich in eine wachsende Slate von Netflix-Animationsprojekten ein, die das Streamingportal zuletzt in Annecy präsentierte. Das Festival gilt als wichtigste internationale Bühne für Animationsproduktionen und zieht Vertreter aller großen Studios und Plattformen an.
Für Fans des Ghostbusters-Universums bedeutet Night Shift die Rückkehr in eine Ära, die viele mit The Real Ghostbusters verbinden: New York in den Neunzigern, übernatürliche Bedrohungen und eine Gruppe, die eigentlich keine Helden sein will.
Konzeptbilder zeigen die Serienästhetik
Die in Annecy gezeigten Konzeptbilder geben einen ersten Eindruck von der visuellen Sprache der Serie. Der Stil orientiert sich laut den präsentierten Materialien an der urbanen Atmosphäre New Yorks der frühen Neunziger, mit einem Mix aus Nostalgie und modernem Animationsdesign.
Details zur Besetzung der Sprechrollen wurden bei der Annecy-Präsentation noch nicht bekanntgegeben. Auch die genaue Episodenanzahl und der genaue Startmonat innerhalb des Jahres 2027 bleiben vorerst offen.
Mit der Präsentation in Annecy hat Netflix das Projekt nun erstmals einem breiten Fachpublikum vorgestellt. Weitere Informationen, darunter möglicherweise Trailer-Material und Cast-Ankündigungen, dürften in den kommenden Monaten folgen.
Artikel geschrieben von:

Lena Bergmann ist Serienredakteurin mit Schwerpunkt auf Sci-Fi- und Fantasy-Formate wie The Witcher und Wednesday.
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