Emilia Clarke spricht jetzt offen über das, was sie hinter Game of Thrones verbarg

·29.05.2026, 17:15 Uhr·3 Min
Emilia Clarke spricht jetzt offen über das, was sie hinter Game of Thrones verbarg
Bild: HBO · TMDB

Zwei Hirnblutungen, jahrelang verschwiegen: Emilia Clarkes Geheimnis verändert den Blick auf Game of Thrones. Die Britin spielte Daenerys Targaryen in der meistgesehenen HBO-Serie aller Zeiten, während sie um ihr Leben kämpfte. Was sie jetzt preisgibt, lässt die gesamte Serie in einem anderen Licht erscheinen.

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Zwei Hirnblutungen hinter den Kulissen

Kurz nach dem Ende der ersten Staffel von Game of Thrones brach Emilia Clarke im Fitnessstudio zusammen. Die Diagnose: eine Hirnblutung, die sofortige Notoperation erforderte. Nach der dritten Staffel erlitt sie einen zweiten Anfall derselben Art.

Clarke hielt die Erkrankung jahrelang geheim, während sie Staffel für Staffel als Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) vor der Kamera stand. Erst 2019 ging sie an die Öffentlichkeit, zeitgleich mit dem Start ihrer Hirnverletzungs-Hilfsorganisation SameYou, die Betroffenen bei allen Aspekten der Genesung unterstützt.

Die psychischen Folgen beschreibt Clarke mit klaren Worten: 'Für eine Reihe von Jahren hatte ich das Gefühl, den Tod betrogen zu haben, und er war auf dem Weg, mich zu holen. Ich hatte wirklich das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben, und ich sollte nicht hier sein.' Sie ergänzt mit einem Lachen, sie habe auch befürchtet, die Blutungen hätten ihre Schauspielerei ruiniert.

Gehaltsgerüchte klar dementiert

Seit Jahren kursiert die Zahl von umgerechnet rund 275.000 Euro pro Folge als angebliches Gehalt der Hauptdarsteller von Game of Thrones. Clarke widerspricht entschieden: 'Wir haben nicht so viel verdient. Könnt ihr euch das vorstellen? Ich hätte ein paar Porsches gefahren!'

Immerhin reichte das tatsächliche Honorar, um die Hypothek ihrer Eltern abzubezahlen. Die Serie, die bis heute den Rekord für die meistgesehene Staffel in der Geschichte von HBO hält, veränderte das Leben der gesamten Hauptbesetzung grundlegend.

Clarke betont, dass sie die finanzielle Sicherheit durch die Serie zu schätzen weiß. Der globale Ruhm hingegen beunruhigte und verwirrte sie lange. 'Ich habe viel Zeit damit verbracht, zu verstehen, was das bedeutet', sagt sie.

Emmy-Niederlage als Wendepunkt

Am Morgen nach der Emmy-Verleihung 2019 traf Clarke eine Entscheidung. Jodie Comer hatte den Preis als beste Hauptdarstellerin für Killing Eve gewonnen, Clarke war leer ausgegangen. Es war ihre erste Nominierung in der Hauptkategorie, nach drei früheren Nominierungen als Nebendarstellerin.

Clarke saß im Publikum und dachte, alle seien über Game of Thrones hinweg. Sie ließ die Afterpartys aus und fuhr nach Hause. Am nächsten Morgen gelobte sie sich, 'nie wieder so zu sein', und begann, ihren Begriff von Erfolg neu zu definieren.

'Ich schäme mich, zugeben zu müssen, dass das Nicht-Gewinnen eines Emmys eine wirklich bedeutsame Sache für mich war', sagt sie rückblickend. Ihre Schlussfolgerung: Sie trage eine 13-jährige Vorstellung von Erfolg in sich, die sie ablegen müsse.

Ponies Staffel 2 und neue Projekte

In der Peacock-Serie Ponies spielt Clarke die geradlinige Ehefrau eines CIA-Agenten, die in der Sowjetzeit den mysteriösen Tod ihres Mannes aufklären will. Für die Produktion stieg sie nicht nur als Hauptdarstellerin ein, sondern auch als ausführende Produzentin, an der Seite von Haley Lu Richardson.

Staffel 1 endete mit einem Cliffhanger. Das Team wartet derzeit auf die Bestätigung einer zweiten Staffel. Clarke sagt, es habe bereits 'viele Gespräche' über die Weiterentwicklung der Geschichte gegeben, und sie sei als echte Produzentin in diese Diskussionen eingebunden.

Daneben steht der Independentfilm 'Next Life' an, eine romantische Dramödie im Stil von Sliding Doors, in der Clarke eine Jazzmusikerin in zwei Lebensversionen spielt. Das Projekt feierte seine Weltpremiere beim Tribeca Festival.

Daenerys, Benioff, Weiss und das Ende

Showrunner David Benioff und D.B. Weiss waren, wie Clarke erzählt, akribisch darauf bedacht, dass die Darsteller die Dialoge exakt so sprachen, wie geschrieben. Sagte Clarke 'it's' statt 'it is', baten sie um eine weitere Einstellung. Kreativen Einfluss auf die Figur hatte sie nie, und sie wollte ihn damals auch nicht.

Dass Daenerys am Ende von Jon Snow (Kit Harington), gespielt von Kit Harington, getötet wird, nachdem sie dem Wahnsinn verfallen ist, machte Clarke nach eigenen Angaben 'absolut wütend'. Dennoch nennt sie Benioff und Weiss 'Genies' und bezeichnet ihr jüngeres Ich als 'nicht qualifiziert' für kreative Mitsprache.

Heute betrachtet sie die Rolle mit Dankbarkeit. 'Ich fühle mich nicht mehr darin gefangen oder gefangen in den Folgen, darin mitgespielt zu haben', sagt sie. 'Ich fühle mich einfach wirklich glücklich, dass es mir passiert ist.' Für ihre anderen Franchise-Ausflüge, ob Secret Invasion, Star Wars oder Terminator, findet sie dagegen deutlichere Worte: 'Terminator? Das hätte nie passieren dürfen.'

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Quelle: HBOZuletzt aktualisiert: 29.05.2026, 17:15 Uhr

Artikel geschrieben von:

Nina Wolf
Autor
Nina Wolf
Science FictionFantasy-SerienMystery

Nina Wolf ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Formate und langjähriger Streaming-Erfahrung.

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