Comeback nach 47 Jahren: Kurt Russell trifft The Madison

·27.04.2026, 22:46 Uhr·4 Min
Bild: Paramount+ · TMDB

Ob Kurt Russell wirklich einen 47-Jahre-Rekord bricht, entscheiden die Emmy-Nominierungen. Paramount+ hat die Serie mit 27 Einreichungen ins Rennen geschickt, Michelle Pfeiffer als einzige Lead-Kandidatin. Wie weit The Madison bei den Emmys kommt, wird auch zeigen, ob Taylor Sheridans Neo-Western-Formel trägt.

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27 Einreichungen für The Madison

The Madison, die neo-Western-Dramaserie von Taylor Sheridan, tritt nach ihrer ersten Staffel mit 27 Einreichungen in 20 Emmy-Kategorien an. Darunter befindet sich auch die Königskategorie: Beste Dramaserie. Paramount+ setzt damit ein klares Zeichen für die Ambitionen des Senders bei den wichtigsten Fernsehpreisen des Jahres.

Die Serie folgt der Familie Clyburn, die nach einer lebensverändernden Tragödie von New York City in das Tal des Madison River in Montana zieht. Sheridan, bekannt für Yellowstone und Landman, hat mit The Madison ein weiteres großes Drama-Universum erschaffen, das der Streamer bereits vor der Erstausstrahlung für eine zweite und dritte Staffel verlängert hatte.

Zum Ensemble gehören neben Michelle Pfeiffer und Kurt Russell auch Patrick J. Adams, Ben Schnetzer, Kevin Zegers, Matthew Fox, Beau Garrett, Elle Chapman und Amiah Miller. Die Breite der Einreichungen spiegelt wider, wie stark Paramount+ auf die gesamte Besetzung vertraut.

Michelle Pfeiffer als einzige Hauptdarstellerin

Michelle Pfeiffer ist die einzige Hauptdarstellerin im Emmy-Rennen für The Madison. Die 67-Jährige spielt Stacy Clyburn (Michelle Pfeiffer), die Matriarchin der Familie, und trägt die Serie als emotionalen Anker. Pfeiffer war zuletzt 2017 für den Fernsehfilm The Wizard of Lies als beste Nebendarstellerin in einer Miniserie nominiert.

Neben ihrer Emmy-Vergangenheit bringt Pfeiffer drei Oscar-Nominierungen mit: für Dangerous Liaisons (1988), The Fabulous Baker Boys (1989) und Love Field (1992). Mit The Madison erlebt sie nach Einschätzung vieler Branchenbeobachter eines der bedeutendsten Jahre ihrer Fernsehkarriere.

Die Entscheidung, Pfeiffer als einzige Hauptdarstellerin einzureichen, unterstreicht, welche zentrale Bedeutung ihre Figur für die Erzählung der ersten Staffel hat. Alle anderen Schauspielenden werden in Nebenkategorien oder Gastkategorien eingereicht.

Kurt Russell und ein möglicher Rekord

Kurt Russell spielt Preston Clyburn (Kurt Russell), den Ehemann von Stacys Figur, der bereits im Pilotfilm bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommt, aber in allen sechs Episoden der ersten Staffel zu sehen ist. Für diese Rolle wird er in einer Nebenkategorie eingereicht und könnte damit seine zweite Emmy-Nominierung erhalten.

Seine erste und bislang einzige Nominierung datiert aus dem Jahr 1979, als er für seine Darstellung von Elvis Presley im Fernsehfilm Elvis als bester Hauptdarsteller nominiert wurde. Eine erneute Nominierung im Jahr 2026 würde eine Lücke von 47 Jahren bedeuten, was den bisherigen Rekord von Mary Kay Place (33 Jahre, zwischen 1977 und 2010) deutlich übertreffen würde.

Russell würde damit auf Platz vier der längsten Abstände zwischen zwei Emmy-Nominierungen landen, gleichauf mit Henry Winkler und Michael Douglas. Vor ihm lägen Carol Burnett mit 62 Jahren, Betty White mit 60 Jahren und Diana Rigg mit 51 Jahren.

Will Arnett und Taylor Sheridan im Rennen

Will Arnett wird in der Kategorie Bester Gastdarsteller in einer Dramaserie eingereicht, für seinen Auftritt als Phil Yorn in der Finalepisode I Give Me Permission. Dieselbe Episode reichte Taylor Sheridan auch als Bestes Drehbuch einer Dramaserie ein.

Sheridan selbst befindet sich in einer besonderen Situation: Auch die zweite Staffel von Landman kämpft in dieser Emmy-Runde um Aufmerksamkeit. Obwohl die Regeln mehrere Einreichungen für verschiedene Serien erlauben, verzichtet Sheridan in diesem Zyklus auf eine Drehbuch-Einreichung für Landman.

Die Doppelstrategie zeigt, wie dominant Sheridan im aktuellen Seriengeschäft geworden ist. Mit zwei großen Produktionen im Emmy-Rennen festigt er seinen Status als einer der meistbeachteten Showrunner der Gegenwart.

Staffeln 2 und 3 bereits gesichert

Noch vor dem Start der ersten Staffel verlängerte Paramount+ The Madison für eine zweite Staffel, und noch vor dem Start von Staffel zwei folgte die Bestellung der dritten Staffel. Das Vertrauen des Streamers in die Serie ist damit außergewöhnlich hoch, noch bevor Einschaltquoten oder Zuschauerreaktionen vorlagen.

Die frühe Verlängerung ist ein klares Signal: Paramount+ sieht in The Madison ein Flaggschiff-Projekt, das langfristig zum Profil der Plattform beitragen soll. Die Emmy-Kampagne ist dabei ein wichtiger Teil der Strategie, um die Serie auch in der Branche zu etablieren.

Für das Ensemble rund um Patrick J. Adams, Ben Schnetzer, Kevin Zegers, Matthew Fox, Beau Garrett, Elle Chapman und Amiah Miller bedeutet das gesicherte Kontinuität. Wie sich die Figuren nach den Ereignissen der ersten Staffel weiterentwickeln, bleibt vorerst offen.

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Quelle: Paramount+Zuletzt aktualisiert: 27.04.2026, 22:46 Uhr

Artikel geschrieben von:

Lena Bergmann
Autor
Lena Bergmann
Sci-Fi & FantasyMystery-SerienStreaming-Analyse

Lena Bergmann ist Serienredakteurin mit Schwerpunkt auf Sci-Fi- und Fantasy-Formate wie The Witcher und Wednesday.

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