Beauty in Black triumphiert still, während alle wegschauten

·24.04.2026·3 Min
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Kaum jemand sprach darüber, trotzdem schaute ganz Amerika zu. Beauty in Black erreichte 1,36 Milliarden Minuten Wiedergabezeit und überholte damit alle lautstärker beworbenen Konkurrenten. Das zeigt: Reichweite entsteht nicht durch Hype, sondern durch treue Zuschauer.

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Beauty in Black dominiert die Charts

Mit 1,36 Milliarden Minuten Wiedergabezeit setzt sich Beauty in Black an die absolute Spitze der wöchentlichen Streaming-Auswertung. Die Zahlen stammen aus der Messung von Nielsen, die ausschließlich die Nutzung auf Fernsehgeräten in den USA erfasst und dabei weder Computer noch mobile Endgeräte berücksichtigt.

In der Vorwoche hatte die Serie noch 1,42 Milliarden Minuten erzielt, womit die aktuellen Werte einen leichten Rückgang bedeuten. Dennoch reichte es für Tyler Perry, die Konkurrenz deutlich hinter sich zu lassen und erstmals in diesem Zeitraum die Nummer-eins-Position zu belegen.

The Pitt knapp vor Allzeit-Rekord

Dicht hinter Beauty in Black platziert sich The Pitt mit 1,21 Milliarden Minuten. Die HBO-Max-Serie erreichte damit nahezu ihren eigenen wöchentlichen Allzeit-Höchststand: In der Woche vom 26. Januar bis 1. Februar hatte die Serie 1,209 Milliarden Minuten verbucht, die aktuelle Woche brachte es auf 1,208 Milliarden.

Der Auslöser für den erneuten Quotenhöhenflug war die zwölfte Folge der zweiten Staffel. Beauty in Black und The Pitt waren in dieser Woche die einzigen Titel, die die Marke von einer Milliarde Minuten überschritten.

Virgin River verliert deutlich an Boden

Die Vorwochensiegerin Virgin River büßte massiv ein: Mit einem Rückgang von 39 Prozent fiel die Netflix-Serie auf 970 Millionen Minuten zurück und verpasste damit knapp die Milliarden-Marke. Solche Einbrüche nach einem starken Debüt-Wochenende sind im Streaming-Geschäft jedoch nicht ungewöhnlich.

Hulus Paradise kehrte mit 639 Millionen Minuten in die Charts zurück, nachdem die Serie eine Woche zuvor aus den Auswertungen herausgefallen war. Die Rückkehr zeigt, dass das Publikum die Serie weiterhin aktiv abruft.

Duffer-Serie startet bescheiden bei Netflix

Weniger beeindruckend verlief der Start von Something Very Bad Is Going to Happen auf Netflix. Die Serie, die von Matt Duffer und Ross Duffer, den Schöpfern von Stranger Things, als ausführende Produzenten begleitet wird, erzielte zum Auftakt lediglich 486 Millionen Minuten. Für ein Projekt mit so prominenten Namen gilt das als verhaltener Einstand.

Die Duffer-Brüder zeichnen bei der Serie nicht als Autoren oder Showrunner verantwortlich, sondern fungieren ausschließlich als ausführende Produzenten. Ob das fehlende kreative Kernengagement des Duos ein Grund für die zurückhaltende Resonanz ist, bleibt abzuwarten.

Peaky Blinders kehrt in Charts zurück

Peaky Blinders tauchte erstmals seit 2022 wieder in den Streaming-Einschaltquoten auf. Die Krimiserie erzielte 449 Millionen Minuten, ausgelöst durch den Kinofilm Peaky Blinders: The Immortal Man, der mit 292 Millionen Minuten auf Netflix debütierte und das Interesse am Gesamtwerk der Serie neu entfachte.

Ebenfalls bemerkenswert: Der Netflix-Dokumentarfilm über Rafael Nadal mit dem Titel RAFA wird nicht in der Kategorie Sport, sondern in der Kategorie Primetime bei den Emmy Awards eingereicht. Die Entscheidung zeigt, dass Netflix den Film als erzählerisches Werk und nicht als reine Sportdokumentation positioniert.

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Zuletzt aktualisiert: 24.04.2026, 00:01 Uhr

Artikel geschrieben von:

Laura Klein
Autor
Laura Klein
Sci-Fi & FantasyMysteryKomödien-Serien

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.

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