Wer Rivals Staffel 1 geliebt hat, dürfte Staffel 2 kaum glauben

·05.05.2026, 15:18 Uhr·4 Min
Bild: Disney+ · TMDB

Staffel 2 von Rivals übertrifft die erste in Skandal und Verrat. David Tennant und Alex Hassell kehren bei Disney+ mit noch mehr Machtkämpfen im fiktiven Rutshire zurück. Wer nach dem Cliffhanger um Cameron und Tony auf Auflösung wartet, bekommt mehr als erwartet.

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Dort, wo Staffel 1 endete

Die erste Staffel von Rivals endete mit einem der aufsehenerregendsten Momente der Serie: Cameron schlug Tony Baddingham mit einer Fernsehpreis-Trophäe nieder, nachdem er sie für ihre Gefühle gegenüber Rupert Campbell-Black attackiert hatte. Dieser Cliffhanger setzte die Messlatte für die Fortsetzung enorm hoch.

Über acht Folgen hinweg explodierten Affären, Loyalitäten zerbrachen, und nahezu alle Figuren positionierten sich entweder auf Tonys Seite oder schlossen sich dem Konsortium aus Rupert, Declan und Freddie an, das darauf aus war, Tonys Sendelizenzen zu entreißen. Die Ausgangslage für Staffel 2 könnte kaum dramatischer sein.

Staffel 1 erzählte die erste Hälfte von Coopers Roman. Staffel 2 folgt nun der zweiten Hälfte des Buches, verspricht dabei aber auch für Kenner der Vorlage neue Überraschungen.

Tennant und Hassell: Seltenes Duell

David Tennant verkörpert den skrupellosen Lord Tony Baddingham, Besitzer des regionalen Fernsehsenders Corinium im fiktiven Rutshire. Ihm gegenüber steht Alex Hassell als Rupert Campbell-Black, ehemaliger Olympia-Reiter und inzwischen Mitglied des britischen Parlaments. Die beiden Figuren sind das dramatische Herzstück der Serie.

Hassell beschreibt das Aufeinandertreffen der beiden Charaktere als besonderes Erlebnis: 'Wir genießen die Szenen, die wir miteinander haben, wirklich sehr. Sie halten uns oft getrennt. Wir befinden uns meistens an entgegengesetzten Enden der Geschichte, also ist es ein echtes Geschenk, wenn wir gegeneinander spielen dürfen.'

Tennant ergänzt, wie viel Freude ihm die Konfrontationen bereiten: 'Wie auch immer stachelig oder geradezu aggressiv die Szenen sind, es ist immer ein reines Vergnügen, mit jemandem so Talentierten auf Augenhöhe zu spielen.' Die Chemie zwischen den beiden Schauspielern gilt als einer der Hauptgründe für den Erfolg der Serie.

Mehr Polo, mehr Jilly-Feeling

Showrunner Dominic Treadwell-Collins und Autorin Laura Wade haben für die zweite Staffel eine klare Maxime formuliert: 'Was würde Jilly tun?' Dieses Motto, das sie intern als Leitfaden nutzten, soll sicherstellen, dass der Geist der Romanvorlage in jeder Szene spürbar bleibt.

Als konkretes Beispiel für diesen Ansatz nennt das Team ein aufwendiges Polospiel gleich zu Beginn der neuen Staffel. 'Das fühlt sich sehr nach Jilly an', heißt es aus der Produktion. Solche opulenten Szenen sollen den Glamour und die Ausschweifungen der 1980er-Jahre noch stärker in den Vordergrund rücken.

Aidan Turner, der ebenfalls zur Besetzung gehört, unterstreicht den Anspruch des Teams: 'Nachdem die erste Staffel so erfolgreich war, bestand unsere Herausforderung darin, noch mehr Freude, Drama, Romantik und Intrigen zu liefern.' Der Druck, die eigenen Maßstäbe zu übertreffen, sei enorm gewesen.

Treue zur Vorlage, neue Wendungen

Jilly Coopers 1988 erschienener Roman ist vor allem im englischsprachigen Raum seit fast vier Jahrzehnten ein Kultbuch. Die Adaption steht damit vor einer doppelten Herausforderung: Sie muss sowohl Fans der Vorlage als auch Zuschauer ansprechen, die den Roman nicht kennen.

Das Autorenteam betont, dass Staffel 2 der zweiten Hälfte des Buches in großen Zügen folgt, aber bewusst Raum für Überraschungen lässt. 'Wir wollten es für Menschen, die das Buch gelesen haben, überraschend halten und für Menschen, die es nicht kennen, fesselnd', erklärt das Produktionsteam.

Bella Maclean, Nafessa Williams, Danny Dyer und Hayley Atwell gehören ebenfalls zum Ensemble und bringen weitere Facetten in das vielschichtige Figurengeflecht ein. Ihre Charaktere dürften in der zweiten Staffel eine noch bedeutendere Rolle spielen, wenn die Machtkämpfe um Corinium ihrem Höhepunkt entgegensteuern.

Rutshire im Zeichen der 1980er

Das fiktive Rutshire der 1980er-Jahre ist eine Welt voller Exzess, Ehrgeiz und moralischer Graubereiche. Die Serie zeigt eine Gesellschaft, in der Macht und Begierde untrennbar miteinander verknüpft sind, und lässt dabei keine Gelegenheit aus, die Dekadenz der Epoche auszukosten.

Die Kostüme, Kulissen und die Atmosphäre der Produktion tragen maßgeblich dazu bei, dass sich Rivals von anderen Serienadaptionen abhebt. Der Aufwand, der in die Ausstattung geflossen ist, spiegelt den Anspruch wider, Coopers Romanwelt so authentisch wie möglich zum Leben zu erwecken.

Für alle, die noch nicht in die Serie eingestiegen sind: Rivals ist in Deutschland bei Disney+ verfügbar. Wer die erste Staffel noch nicht gesehen hat, sollte das nachholen, bevor die Fortsetzung die nächste Runde im Kampf um Rutshire einläutet.

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Quelle: Disney+Zuletzt aktualisiert: 05.05.2026, 15:18 Uhr

Artikel geschrieben von:

Lena Bergmann
Autor
Lena Bergmann
Sci-Fi & FantasyMystery-SerienStreaming-Analyse

Lena Bergmann ist Serienredakteurin mit Schwerpunkt auf Sci-Fi- und Fantasy-Formate wie The Witcher und Wednesday.

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