Wendungen bis zum Schluss: Was Line of Fire von anderen Familienserien trennt

Fünf Bundesbehörden, eine Familie: Das verändert das Genre. Peter Krause kehrt nach elf Jahren mit 'Line of Fire' ins Familiendrama zurück, diesmal als Secret-Service-Agent neben Hope Davis als Bundesmarschallin. Was wie ein Procedural klingt, ist in Wahrheit ein Familienporträt mit eingebautem Staatskonflikt.
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Eine Familie, fünf Bundesbehörden
Peter Krause spielt in 'Line of Fire' einen Secret-Service-Agenten, dessen Familie nahezu vollständig im staatlichen Sicherheitsapparat der USA verankert ist. Seine Filmfrau, gespielt von Hope Davis, arbeitet als Bundesmarschallin. Die gemeinsame Tochter ist beim FBI tätig, ein Sohn ebenfalls beim Secret Service, ein weiterer beim Justizministerium.
Krause selbst beschrieb das Konzept gegenüber TV Insider so: 'Es ist auch eine Familienserie. Nur dass die Familienmitglieder alle verschiedenen Bundesbehörden angehören.' Besondere Brisanz bringt der Sohn beim Secret Service mit, der möglicherweise eine Affäre mit der Tochter des US-Präsidenten führt.
Das Ensemble wird komplettiert durch Kat Cunning, Tommy O'Brien, Taylor Bloom und Charlie Barnett. Entwickelt wurde die Serie von Showrunner Josh Safran, der bereits das Drehbuch für die Pilotfolge schrieb.
Krauses erste Rolle nach 9-1-1
'Line of Fire' markiert Krauses erste Serienrolle seit seinem Abgang aus '9-1-1' Anfang 2025. Dort starb sein Charakter Captain Bobby Nash nach mehreren Staffeln einen dramatischen Serientod.
Was ihn an dem neuen Projekt überzeugte, war laut eigener Aussage vor allem das Drehbuch: 'Ein sehr, sehr dichtes Skript. Es gab viele Wendungen und Überraschungen. Vieles habe ich nicht kommen sehen.' Für ihn sei es außerdem die Möglichkeit gewesen, eine grundlegend andere Figur zu verkörpern als bisher.
Krauses Karriere ist eng mit dem Familiendrama-Genre verknüpft. Neben 'Parenthood' gehörte er zum Stamm-Ensemble von 'Six Feet Under', einer der prägenden Serien der 2000er-Jahre.
Verschwörung hinter einem Routinefall
Die Serienhandlung dreht sich um eine Familie von Strafverfolgungsbeamten, die private Differenzen überbrücken und berufliche Grenzen überschreiten müssen, um gemeinsam Fälle zu lösen. Was zunächst nach einem eindeutigen Fall aussieht, entpuppt sich als weitreichende tödliche Verschwörung.
Um den Mörder zur Rechenschaft zu ziehen, müssen die Familienmitglieder ihre lebenslange Erfahrung im Schutz von Zivilisten und Politikern nun füreinander einsetzen, selbst wenn das bedeutet, ihren eigenen Diensteid zu brechen.
Der Showrunner Josh Safran, bekannt für komplexe Serienstrukturen, liefert damit eine Prämisse, die Polizei-Procedural und Familiensoap auf ungewöhnliche Weise verknüpft.
Warum Krause Familienserien liebt
Krause erklärte, was ihn immer wieder zu Familienstoffen zieht: 'Es geht um die Beziehungen zwischen Menschen, und mit der Zeit entwickelt man echte Arbeitsbeziehungen. Die Arbeit wird besser, weil man sich kennenlernt.' Das Reizen der Familiendynamik liege im gegenseitigen Nerven auf die Probe stellen.
Er illustrierte das mit einer Anekdote aus einer Therapiestunde: Sein Therapeut habe ihm einmal erklärt, warum Eltern so gut wüssten, welche Knöpfe man drücken müsse. Die Antwort: 'Weil sie sie installiert haben.' Genau diese Spannung mache Familienserien für Zuschauer und Darsteller gleichermaßen reizvoll.
Am ATX TV Festival Ende Mai trat Krause gemeinsam mit Sarah Ramos auf, seiner ehemaligen 'Parenthood'-Kollegin, um an die Serie zu erinnern, die 2015 endete. Das Gespräch über 'Line of Fire' ergab sich dabei als natürliche Verlängerung.
Start und Besetzung im Überblick
'Line of Fire' startet im Herbst 2026 montags in den USA. Produziert wurde die Serie für NBC; eine Ausstrahlung für den deutschsprachigen Raum wird bei einem der etablierten Streaming-Anbieter erwartet, ein konkreter Termin steht noch aus.
Neben Krause und Hope Davis gehören Kat Cunning, Tommy O'Brien, Taylor Bloom und Charlie Barnett zum Hauptcast. Auch Jenna Bush Hager ist mit dem Projekt verbunden, was der Serie zusätzliche Aufmerksamkeit bescherte.
Für Krause ist 'Line of Fire' nach 'Six Feet Under', 'Parenthood' und '9-1-1' bereits das vierte große Serien-Engagement seiner Karriere. Ob das neue Projekt an die Resonanz seiner früheren Arbeiten anknüpfen kann, wird sich ab Herbst zeigen.
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Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.
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