Warum Star City mit seinem Chefdesigner so stark funktioniert

·29.05.2026, 15:30 Uhr·3 Min
Warum Star City mit seinem Chefdesigner so stark funktioniert
Bild: Apple TV · TMDB

Offiziell baut er Mondbasen, heimlich plant er eine Venuslandung. Rhys Ifans verkörpert den Chefdesigner in Star City, dem neuen Apple TV+ Spin-off von For All Mankind. Dieser Widerspruch zwischen Pflicht und persönlichem Traum trägt die gesamte Serie.

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Chefdesigner träumt von der Venus

In Star City, dem neuen Spin-off der Apple TV+-Serie For All Mankind, steht Rhys Ifans als Chefdesigner im Mittelpunkt des sowjetischen Raumfahrtprogramms. Die Serie spielt in den frühen Jahren nach der Mondlandung und zeigt, wie die Sowjetunion ihren Machtanspruch im All zu festigen versucht. Der Chefdesigner ist dabei die wichtigste Figur auf sowjetischer Seite.

Doch hinter seiner offiziellen Rolle verbirgt sich ein persönliches Projekt: Er glaubt, dass eine Landung auf anderen Planeten sinnvoller wäre als der Bau einer Mondbasis. Im Verborgenen rekrutiert er Sergei, gespielt von Josef Davies, für eine geheime Venuslandungsmission. Das sowjetische Regime weiß davon nichts, und genau darin liegt die eigentliche Brisanz seiner Figur.

Moralischer Kompass unter Dauerdruck

Rhys Ifans beschrieb im Gespräch mit Liam Crowley von ScreenRant, wie sein Charakter trotz eines intakten Wertekanons ständig Kompromisse eingehen muss. 'Er hat absolut einen moralischen Kompass. Aber in der Welt, in der er agiert, ist es sehr schwer, diesen Kompass nach Norden zeigen zu lassen', so Ifans. Die Figur müsse sich immer wieder fragen, wie viel sie ignorieren könne, um ihre eigenen Träume und die ihrer Kosmonauten zu verwirklichen.

Ifans formulierte es so: 'Das ist die Realität, wenn man als Mensch mit Leidenschaft innerhalb eines repressiven Systems wie Star City arbeitet. Sein moralischer Kompass ist intakt, aber es gibt mehrere Magnetfelder, die ihn täglich ein wenig aus der Bahn werfen.' Diese innere Zerrissenheit, so der Schauspieler, werde sich durch die gesamte erste Staffel ziehen und die Entscheidungen des Chefdesigners maßgeblich prägen.

Regime riskiert Leben für den Mond

Ein zentraler Konflikt der Serie liegt im Gegensatz zwischen dem wissenschaftlichen Idealismus des Chefdesigners und der brutalen Pragmatik des sowjetischen Staates. Die Regierung ist bereit, Menschenleben zu opfern, um beim Bau einer Mondbasis vor den USA zu liegen. Der Chefdesigner warnt intern vor diesen Risiken, hat aber letztlich wenig Einfluss auf die politischen Entscheidungen.

Genau diese Spannung unterscheidet Star City von seinem Vorgänger For All Mankind. Während dort zuletzt in der fünften Staffel eine autoritäre US-Führung im Vordergrund stand, zeigt der Ableger die Schattenseiten des sowjetischen Systems von innen. Das macht den Chefdesigner zu einer Figur, die zwischen Systemkonformität und persönlicher Überzeugung gefangen ist.

Piloten-Wechsel sorgt für Unruhe

Neben dem Venusprojekt muss der Chefdesigner auch mit einem einschneidenden personellen Rückschlag umgehen. Seine beste Pilotin Yana, gespielt von Niamh Algar, wird in letzter Minute ausgetauscht, nachdem sie als Spionin enttarnt wurde. Ob dieses Geständnis unter Zwang zustande kam, bleibt offen.

An Yanas Stelle tritt Anastasia, dargestellt von Alice Englert. Dieser Wechsel ist nicht nur ein operativer Rückschlag, sondern auch ein Signal dafür, wie tief das Misstrauen innerhalb des sowjetischen Systems reicht. Komplettiert wird das Ensemble durch Anna Maxwell Martin als Lyudmilla und Agnes O'Casey als Irina.

Geheimmission als Dreh- und Angelpunkt

Die geheime Venuslandungsmission dürfte zum narrativen Kern der ersten Staffel werden. Während der Chefdesigner nach außen hin loyal am Mondbasisprojekt arbeitet, versucht er im Hintergrund, mit Sergei eine Expedition zu realisieren, die das gesamte sowjetische Raumfahrtprogramm neu ausrichten könnte.

Sollte das Regime davon erfahren, wären die Konsequenzen unkalkulierbar. Ifans' Aussagen deuten darauf hin, dass genau dieser Widerspruch, Gehorsam nach außen, Rebellion nach innen, die treibende Kraft der Figur ist. Ob der Chefdesigner seine Ideale bewahren kann, ohne sich selbst zu gefährden, wird Star City über die kommenden Episoden hinweg beantworten müssen.

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Quelle: Apple TVZuletzt aktualisiert: 29.05.2026, 15:30 Uhr

Artikel geschrieben von:

Sophie Hartmann
Autor
Sophie Hartmann
Action-SerienScience FictionFantasy-Serien

Sophie Hartmann analysiert seit mehreren Jahren Serienwelten mit Fokus auf Action, Sci-Fi, Fantasy und Mystery.

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