Warum Should I Marry A Murderer? Netflix-Zuschauer weltweit schockiert

·01.05.2026, 17:01 Uhr·3 Min
Bild: Netflix · TMDB

Eine Gerichtsmedizinerin verlobt sich mit einem Mörder: Netflix bricht damit alle Charts. Should I Marry A Murderer steht auf Platz 1 in den USA und in den weltweiten Top 5. Der Fall von Dr. Caroline Muirhead und Alexander McKellar zeigt, warum True Crime das mächtigste Genre der Plattform bleibt.

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Sofort auf Platz 1 in Amerika

Should I Marry A Murderer belegt seit seinem Start auf Netflix den ersten Platz der meistgesehenen Serien in den Vereinigten Staaten. Die dreiteilige True-Crime-Dokumentation verdrängte alle anderen Produktionen vom Spitzenplatz und zählt gleichzeitig zu den fünf meistgesehenen Serien weltweit auf der Plattform.

Damit reiht sich die Serie in eine lange Tradition erfolgreicher True-Crime-Produktionen bei Netflix ein, die zuletzt auch mit Formaten wie The Man with 1000 Kids für Aufsehen sorgten. Die Zuschauerzahlen zeigen, dass das Interesse an wahren Verbrechen und den Menschen dahinter ungebrochen ist.

Der internationale Erfolg der Produktion unterstreicht, wie universell das Thema des Vertrauensbruchs und der moralischen Zerrissenheit wirkt, selbst wenn sich die Geschichte in den schottischen Highlands abspielt.

Die Geschichte hinter der Serie

Im Mittelpunkt der Dokumentation steht Dr. Caroline Muirhead, eine Gerichtsmedizinerin aus Glasgow, die sich in Alexander 'Sandy' McKellar verliebt und sich mit ihm verlobt. Doch McKellar gesteht ihr schließlich ein dunkles Geheimnis: Er und sein Zwillingsbruder Robert McKellar hatten 2017 den 63-jährigen Wohltätigkeitsradler Tony Parsons bei einer Trunkenheitsfahrt angefahren und getötet.

Tony Parsons war 2017 während einer Radtour für den guten Zweck verschwunden. Niemand wusste, was mit ihm passiert war, bis McKellar gestand, ihn angefahren zu haben und seine Leiche anschließend in einem abgelegenen Torfmoor vergraben zu haben.

Regisseur Josh Allott begleitet in der Dokumentation den ungewöhnlichen Weg von Dr. Muirhead, die trotz des Geständnisses ihres Verlobten verlobt blieb und fortan als Schlüsselzeugin für die Polizei fungierte. Diese Doppelrolle als Verlobte und Ermittlungshelferin bildet das dramatische Herzstück der Serie.

Verlobte wird zur Schlüsselzeugin

Dr. Caroline Muirhead stand vor einer kaum vorstellbaren Entscheidung: Sie liebte einen Mann, der ihr gestanden hatte, an einem Mord beteiligt zu sein. Statt die Beziehung sofort zu beenden, entschloss sie sich, eng mit der Polizei zusammenzuarbeiten und Beweise gegen McKellar zu sammeln, während sie nach außen hin weiterhin seine Verlobte blieb.

Diese mutige Strategie ermöglichte es den Ermittlern, entscheidende Informationen zu sichern. Dr. Muirhead bewegte sich dabei in einem emotionalen und rechtlichen Grenzbereich, der in der Dokumentation eindringlich beleuchtet wird.

Die Serie zeigt, wie Dr. Muirhead mit ihrer eigenen Zerrissenheit umging und welchen persönlichen Preis sie für ihre Entscheidung zahlte. Ihr Zeugnis trug maßgeblich dazu bei, dass Alexander McKellar und sein Bruder Robert McKellar schließlich vor Gericht gestellt wurden.

Urteil: 12 Jahre für McKellar

Im Jahr 2023 wurde Alexander 'Sandy' McKellar wegen fahrlässiger Tötung und versuchter Behinderung der Justiz zu 12 Jahren Haft verurteilt. Sein Zwillingsbruder Robert McKellar erhielt eine Strafe von fünf Jahren und drei Monaten, weil er dabei geholfen hatte, die Tat zu vertuschen.

Der Fall hatte in Schottland für erhebliches Aufsehen gesorgt, weil Tony Parsons jahrelang als vermisst galt und seine Familie keine Gewissheit über sein Schicksal hatte. Erst durch die Geständnisse und die Ermittlungen konnte der Verbleib des 63-Jährigen geklärt werden.

Die juristische Aufarbeitung des Falls bildet den Abschluss der dreiteiligen Dokumentation und gibt dem Publikum einen vollständigen Einblick in den Weg von der Tat über die Ermittlung bis hin zum Urteil.

Jetzt auf Netflix verfügbar

Should I Marry A Murderer ist ab sofort auf Netflix abrufbar. Alle drei Folgen stehen gleichzeitig zur Verfügung, sodass Abonnenten die gesamte Geschichte in einem Stück verfolgen können.

Die Dokumentation richtet sich an True-Crime-Fans, die nicht nur an den Verbrechen selbst interessiert sind, sondern auch an den menschlichen Schicksalen dahinter. Die Perspektive von Dr. Caroline Muirhead macht die Serie zu mehr als einer klassischen Krimidokumentation.

Wer sich nach Should I Marry A Murderer nach weiteren True-Crime-Produktionen auf Netflix umsieht, findet mit The Man with 1000 Kids eine weitere viel diskutierte Dokumentation auf der Plattform.

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Quelle: NetflixZuletzt aktualisiert: 01.05.2026, 17:01 Uhr

Artikel geschrieben von:

Laura Klein
Autor
Laura Klein
Sci-Fi & FantasyMysteryKomödien-Serien

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.

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