Warum diese Last Week Tonight-Folge so trifft
John Oliver nimmt Trumps Papst-Kritik auseinander. Die aktuelle Last Week Tonight-Folge auf HBO analysiert, warum der Vorwurf der Kriminalitätsschwäche gegen Papst Leo XIV völlig ins Leere läuft. Trumps schwache Rechtfertigung nach dem heftigen Backlash verschärft sein Problem nur weiter.
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Trumps bizarre Papst-Kritik
Donald Trump bezeichnete Papst Leo XIV als schwach in der Verbrechensbekämpfung, nachdem das Kirchenoberhaupt eine Reihe von Aussagen getätigt hatte. Der Papst hatte erklärt, dass jeder Jünger Christi, des Fürsten des Friedens, niemals auf der Seite derer stehe, die gestern das Schwert schwangen und heute Bomben abwerfen. Diese Aussagen brachten Trump dazu, die Fassung zu verlieren.
John Oliver nahm sich dieser Kritik in seiner Show an und machte deutlich, wie wenig Sinn die Beleidigung ergibt. Er verglich die Situation mit dem Vorwurf, ein Opossum sei schwach in Balkan-Geografie: Okay, aber wen interessiert das schon? Die Pointe saß und entlarvte die Absurdität von Trumps Angriff.
Falsche Behauptungen über Iran
Trump versuchte seine Fehde mit dem Papst zu rechtfertigen, indem er behauptete, der Papst habe gesagt, der Iran könne Atomwaffen haben. Trump selbst erklärte, er kämpfe nicht mit dem Papst, sondern der Papst habe diese Aussage gemacht und er sei dagegen. Die Realität sieht jedoch anders aus: Papst Leo hat niemals gesagt, der Iran solle Atomwaffen besitzen.
Oliver deckte diese Falschbehauptung schonungslos auf und zeigte, wie Trump erneut mit erfundenen Fakten operiert. Die Ausrede des Ex-Präsidenten erwies sich als äußerst schwach und erzeugte verständlicherweise heftigen Gegenwind. Trump grub sich mit seinen Aussagen nur tiefer in ein selbst geschaffenes Loch.
Die absurde Doktor-Ausrede
In einem besonders skurrilen Moment versuchte Trump sich herauszureden, indem er sagte, er habe gedacht, es gehe um ihn als Arzt. Oliver nahm diese bizarre Rechtfertigung genüsslich auseinander und entwickelte daraus eine satirische Szene. Er beschrieb, wie ein Arztbesuch aussehen würde, wenn Trump tatsächlich Mediziner wäre: Man würde von einer Krankenschwester und einigen Weißkopfseeadlern empfangen.
Dann käme der Arzt in einer antiken Tunika herein und würde sagen, man bekomme Antibiotika und Lichtkugeln, die aus seiner eigenen Haut geboren werden, und solle diese mit Essen einnehmen. Die absurde Überspitzung machte deutlich, wie wenig Sinn Trumps Ausrede ergab und wie verzweifelt seine Verteidigungsversuche wirkten.
Verlorene Kämpfe und schwindende Unbesiegbarkeit
Oliver stellte fest, dass dieser Schlagabtausch für Trump nicht gut gelaufen ist. Er merkte an, dass die beiden wohl nur in einer Sache einer Meinung wären: ob es eine gute Idee sei, den Arbeitsplatz mit mehr goldenem Zeug zu überziehen, als physisch möglich erscheint. Die Gemeinsamkeit zwischen Trumps Vorliebe für goldene Verzierungen und dem Prunk des Vatikans war der einzige Berührungspunkt.
Der Moderator betonte, dass Trump offenbar eine epische Serie von verlorenen Kämpfen führt. Die Aura der Unbesiegbarkeit, die er im vergangenen Jahr noch hatte, schwindet rapide. Oliver schloss mit der beruhigenden Erinnerung, dass Trump eines Tages verschwunden sein wird.
Weitere prominente Erwähnungen
In der Sendung wurden auch andere prominente Persönlichkeiten erwähnt, darunter Rue, Charles Melton und Lee Sung Jin. Taylor Frankie Paul, Frank Marshall sowie Barack Obama und Michelle wurden ebenfalls im Kontext der aktuellen politischen und kulturellen Diskussionen genannt. Die Show nutzte diese Bezüge, um ein breiteres Bild der aktuellen Ereignisse zu zeichnen.
Last Week Tonight mit John Oliver läuft sonntags auf HBO und ist auch auf ESPN und Netflix verfügbar. Die Show befindet sich derzeit in ihrer zweiten Staffel und setzt ihre scharfzüngige Analyse aktueller Ereignisse fort. Olivers Kommentar zu Trumps Papst-Fehde reiht sich ein in eine lange Liste präziser politischer Satire.
Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.
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