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Zu The Faithful

The Faithful: Women of the Bible – wahre Geschichte?

Lea Zimmermann
Lea Zimmermann,
25.03.2026, 03:55 Uhr

„The Faithful: Women of the Bible“ rückt bekannte Genesis-Erzählungen konsequent aus weiblicher Perspektive ins Zentrum. Die Serie ist theologisch verankert, will aber zugleich als Drama über Familienwünsche, Glaubensfragen und menschliche Konflikte funktionieren. Entscheidend ist dabei die Frage, wie „wahr“ die Vorlage im Serienformat gemeint ist.

Artikel-Inhalt

Worum es inhaltlich geht

„The Faithful: Women of the Bible“ ist als theologische Serie angelegt, die weiblich getriebene Narrative innerhalb der Geschichte der abrahamitischen Religionen nachzeichnet. Statt die bekannten Figurenkonstellationen aus der Vogelperspektive zu erzählen, fokussiert das Format persönliche Entscheidungen, Brüche und Loyalitäten.

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Erzählt werden drei eigenständige Geschichten aus dem Buch Genesis – aus Sicht historisch oft unterbeleuchteter Frauen. So stehen unter anderem Sarah, Hagar und Rebekah im Mittelpunkt, deren Erfahrungen den Kern der jeweiligen Episoden bilden.

Damit positioniert sich die Serie als Glaubensdrama mit klarer Herkunft, ohne dabei nur Nacherzählung zu sein. Von hier aus stellt sich zwangsläufig die Frage, wie eng das Gezeigte an „Historie“ gebunden ist.

Based on a true story?

Im klassischen Sinne ist „The Faithful: Women of the Bible“ nicht „based on a true story“ wie bei einer historisch dokumentierten Biografie. Die Grundlage sind religiöse Ursprungserzählungen, die in Judentum, Christentum und Islam theologisch bedeutsam sind und als Traditions- und Glaubenstexte wirken.

Die Serie bleibt in ihren theologischen Wurzeln verankert und konsultiert historische Genauigkeit nur so weit, wie es das Genre zulässt. Der Anspruch zielt weniger auf beweisbare Chronologie als auf Authentizität gegenüber dem Quellmaterial, also dem Buch Genesis.

Genau daraus ergibt sich der Spagat: Die Geschichten gelten gläubigen Communities als wahrheitsstiftend, während die Dramatisierung für TV zwangsläufig interpretiert. Das führt direkt zum Erzählansatz der Staffelstruktur.

Struktur und Matriarchinnen

Die Serie setzt auf klar abgegrenzte Handlungsbögen, die jeweils zentrale Frauenfiguren in den Vordergrund stellen. Neben Sarah, Hagar und Rebekah spielen auch Rachel und Leah eine tragende Rolle im Figurenkonzept.

Julie Weitz erklärte gegenüber der Los Angeles Times den Ansatz so: „Es wurde klar, dass wir jeder dieser Matriarchinnen (Sarah, Hagar, Rebekah, Rachel und Leah) zwei Stunden geben und diese Geschichte erzählen sollten, die die Genesis nicht nur des Judentums, sondern auch des Islam und des Christentums ist.“ Damit benennt sie zugleich die religionsübergreifende Bedeutung der Stoffe.

Die Erzählung bleibt dadurch episodisch unterscheidbar, wirkt aber thematisch verbunden. Als Nächstes fällt auf, welche universellen Konflikte die Serie aus den bekannten Texten herausarbeitet.

Themen zwischen Glauben und Alltag

Inhaltlich reicht die Spannweite von alltagsnahen Konflikten – etwa dem Ringen um Familiengründung – bis zu existenziellen Glaubensfragen. Die Serie verbindet so menschliche Prüfungen mit dem Druck heiliger Verpflichtung, ohne die Figuren auf Symbole zu reduzieren.

Gerade weil die Geschichten vertraut sind, setzt „The Faithful: Women of the Bible“ auf emotionale Nähe: Beziehungen, Rivalitäten und Entscheidungen werden als nachvollziehbare Motive erzählt. Das macht die religiös grundierten Narrative auch für ein Publikum lesbar, das weniger aus theologischer Perspektive schaut.

Dieser Fokus hängt eng mit der Entstehungsgeschichte zusammen – denn die Serie begann als persönliches Herzensprojekt. Damit führt der Blick hinter die Kulissen zu den Initiatorinnen.

Vom Herzensprojekt zum Deal

Ausgangspunkt war ein Passion Project der beiden Kreativen Carol Mendelsohn und Julie Weitz. Beide ließen sich dabei auch vom Erfolg von „The Chosen“ inspirieren, der crowd-finanzierten Jesus-Serie von Dallas Jenkins.

Bemerkenswert: Als Mendelsohn und Weitz ein Meeting bei Fox TV vorbereiteten, wollten sie das theologische Projekt zunächst gar nicht ansprechen. Weitz hatte ihre Partnerin sogar anfangs davor gewarnt, genau diese Idee zu pitchen.

Doch im Gespräch kam es anders – und genau dieser Moment erklärt, warum das Projekt schließlich beim Sender landete. Damit ist der nächste Schritt eng an eine konkrete Person in der Fox-Führung geknüpft.

Fox-Greenlight und Führung

Als Michael Thorn, Präsident von Fox TV, nach Projekten fragte, für die Carol Mendelsohn besonders brenne, sprach sie schließlich doch über die female-zentrierte Genesis-Serie. Die Reaktion fiel positiv aus, und das Konzept wurde zeitnah für die Produktion freigegeben.

Damit war die Richtung klar: ein religiös grundiertes Drama, das bekannte Stoffe konsequent über Frauenperspektiven neu gewichtet. Die Entscheidung für ein Greenlight bedeutete zugleich, dass das Format schnell eine klare kreative Leitung brauchte.

Diese Verantwortung wurde anschließend mit einer zentralen Personalie verbunden – und die ist entscheidend dafür, wie Mendelsohn und Weitz ihre Idee in Drehbuchrealität übersetzen konnten.

Showrunner und Umsetzung

Kurz nach dem Startschuss wurde René Echevarria als Showrunner und Drehbuchautor an Bord geholt. Sein Beitrag galt als maßgeblich, um die Vision von Carol Mendelsohn und Julie Weitz in eine konkret funktionierende Serienform zu überführen.

In der Umsetzung bleibt die Serie theologisch verankert, nutzt aber die Freiheiten des Dramas, um komplexe, zugleich greifbare Frauenporträts zu erzählen. Dabei wird das Buch Genesis als primäre Quelle genutzt, um die Erzählungen mit möglichst hoher Nähe zum Ursprungstext zu entwickeln.

Unterm Strich ist „The Faithful: Women of the Bible“ weniger ein Historiennachweis als eine Glaubens- und Figurenserie, die religiöse Stoffe in TV-Dramaturgie übersetzt. Entsprechend klären sich viele Zuschauerfragen vor allem über die Einordnung von Vorlage, Fokus und Erzählweise.

Alle Entwicklungen zur Serie The Faithful

Zuletzt aktualisiert: 25.03.2026, 03:55 Uhr

Fragen & Antworten

Ist „The Faithful: Women of the Bible“ eine wahre Geschichte?

Nicht im Sinne historisch belegter Einzelereignisse, sondern als Adaption von Erzählungen aus dem Buch Genesis. Die Serie versteht „Wahrheit“ primär über theologisches Quellmaterial und dessen Bedeutung in abrahamitischen Religionen.

Welche Figuren stehen im Mittelpunkt?

Die Serie erzählt weiblich fokussiert und stellt unter anderem Sarah, Hagar und Rebekah in den Vordergrund. Zusätzlich spielen Rachel und Leah als Matriarchinnen zentrale Rollen im Konzept.

Wie ist die Serie aufgebaut?

Es werden drei unterschiedliche Genesis-Geschichten erzählt, die jeweils als eigenständige Erzählbögen funktionieren. Laut Julie Weitz soll jede Matriarchin ausreichend Zeit bekommen, um ihre Perspektive und Konflikte auszuerzählen.

Wer steckt kreativ hinter dem Projekt?

Initiiert wurde das Format von Carol Mendelsohn und Julie Weitz. René Echevarria wurde später als Showrunner und Autor verpflichtet, um die Umsetzung entscheidend mitzuprägen.

Lea Zimmermann
Autor
Lea Zimmermann
Science FictionFantasy-SerienMystery

Lea Zimmermann ist Redakteurin bei Serien.de und analysiert aktuelle Serien mit einem besonderen Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und…

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The Faithful: Women of the Bible – wahre Geschichte?

Warum wird oft „The Chosen“ als Vergleich genannt?

Carol Mendelsohn und Julie Weitz wurden nach eigenen Angaben vom Erfolg der crowd-finanzierten Serie „The Chosen“ von Dallas Jenkins beeinflusst. Der Vergleich bezieht sich vor allem auf den Rückenwind für religiös geprägte Serienformate.