Sue Nyathis Bestseller von 2012 wird mit The Polygamist endlich zur Netflix-Serie

Ein zwölf Jahre alter Roman verändert Netflixs Afrika-Strategie grundlegend. The Polygamist startet am 12. Juni als 22-teilige Supernovela auf Netflix, produziert von Stained Glass Productions. Das Format bedient eine riesige Fangemeinde in Afrika und Lateinamerika, die Netflix bisher kaum erreicht hat.
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Vom Bestseller zur Supernovela
Sue Nyathis Roman The Polygamist erschien 2012 und wurde schnell zum Publikumsliebling. Jetzt hat Netflix den Stoff in eine ambitionierte Dramaserie verwandelt, die das Genre der Supernovela bedient, ein Format mit riesiger Fangemeinde in Teilen Afrikas und Lateinamerikas.
Die 22 Folgen erzählen die Geschichte von Joyce Gomora, gespielt von Gugu Gumede, und ihrem Mann Jonasi Gomora, einem selbstgemachten Unternehmensboss, dessen Doppelleben unter dem Gewicht seiner eigenen Entscheidungen zu zerbrechen droht. Ehefrauen und Geliebte konfrontieren den Mann hinter der Macht.
Sdumo Mtshali, bekannt aus Marked, übernimmt die Rolle des Jonasi Gomora. Die Besetzung vereint zwei der bekanntesten Gesichter des südafrikanischen Fernsehens.
Starkes Team hinter der Kamera
Die Produktion liegt in den Händen von Stained Glass Productions, die bereits mit Uzalo, The Wife und Ifalakhe bewiesen haben, dass sie große afrikanische Erzählstoffe auf die Mattscheibe bringen können. Als ausführende Produzentinnen und Produzenten zeichnen Gugu Zuma-Ncube, Thuli Zuma und Pepsi Pokane verantwortlich.
Hinter der Kamera stehen die Regisseure Rolie Nikiwe, Nthabi Tau und Akin Omotoso. Akin Omotoso fungierte zugleich als kreativer Direktor, gemeinsam mit Gugu Zuma-Ncube und Thuli Zuma, die eng mit Chefautorin Busisiwe Zwane zusammenarbeiteten.
Das Autorenteam wird ergänzt durch Nontuthuzelo Magoxo, Lorato Phefo und Nkosazana Zuma-Mncube. Die breite kreative Aufstellung unterstreicht, wie viel Aufwand Netflix in diese Produktion investiert hat.
Netflix setzt auf Afrika
The Polygamist reiht sich ein in eine wachsende Liste südafrikanischer Produktionen, die Netflix weltweit anbietet. Serien wie Fatal Seduction, Unseen, Blood and Water und Kings of Jo'burg haben gezeigt, dass südafrikanische Stoffe ein internationales Publikum finden.
Auch im Dokumentarfilm-Bereich hat Südafrika mit Titeln wie My Octopus Teacher, dem Oscar-Gewinner, und The Beauty and the Bester internationale Aufmerksamkeit erregt. The Polygamist könnte nun auch im fiktionalen Serienbereich neue Maßstäbe setzen.
Für Netflix ist die Serie ein klares Signal: Der Kontinent gilt als einer der wichtigsten Wachstumsmärkte, und Produktionen wie diese sollen lokale Zuschauer begeistern und gleichzeitig weltweit Aufmerksamkeit erzeugen.
Zweiter Teil bereits angekündigt
Netflix lässt bereits durchblicken, dass die Geschichte mit dem ersten Abschnitt nicht endet. Die Plattform kündigt an: 'Aber jede Ehe hat zwei Seiten. Teil 2: Jonasi Gomoras Geschichte kommt.' Das deutet darauf hin, dass die Perspektive des Mannes im Mittelpunkt einer Fortsetzung stehen wird.
Dieser Schritt zeigt, dass Netflix The Polygamist nicht als einmalige Produktion betrachtet, sondern als Franchise mit Potenzial. Die Erweiterung der Erzählung auf die männliche Hauptfigur könnte das Publikum noch tiefer in die Welt der Gomoras ziehen.
Ob und wann Teil 2 erscheint, hängt wohl vom Erfolg der ersten Staffel ab. Angesichts der Produktionsqualität und des bekannten Ausgangsmaterials dürften die Erwartungen hoch sein.
Premiere und DACH-Verfügbarkeit
The Polygamist startet am 12. Juni exklusiv auf Netflix. Die Serie wird als eines der bedeutendsten südafrikanischen Netflix-Projekte des Jahres gehandelt.
Für Zuschauerinnen und Zuschauer in Deutschland, Österreich und der Schweiz steht ein konkretes Startdatum noch aus. Da die Serie auf Netflix erscheint, ist eine zeitnahe Verfügbarkeit im deutschsprachigen Raum grundsätzlich möglich, offizielle Angaben fehlen jedoch bislang.
Wer den Roman von Sue Nyathi kennt oder sich für südafrikanisches Erzählkino begeistert, sollte The Polygamist im Blick behalten. Die Kombination aus starkem Quellmaterial, erfahrenem Produktionsteam und einem bewährten Studio verspricht ein Serienerlebnis mit Tiefgang.
Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.
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