Wenn ein marodes Herrenhaus auf dem amerikanischen Land zum Schauplatz einer der charmantesten Comedys des US-Fernsehens wird, dann klingt das zunächst nach einem altbekannten Spukhaus-Klischee. Doch "Ghosts" dreht den Spieß geschickt um: Im Mittelpunkt stehen Samantha (Rose McIver) und Jay Arondekar (Utkarsh Ambudkar), die mit dem Erbe eines heruntergekommenen Anwesens ihren Traum vom eigenen Bed & Breakfast verwirklichen wollen – und dabei auf eine illustre Runde von Verstorbenen treffen, die das Haus seit Jahrhunderten bevölkern und über ihre ungebetenen Mitbewohner alles andere als erfreut sind.
Was die CBS-Produktion, die auf der gleichnamigen britischen Serie basiert, so sehenswert macht, ist ihr ungewöhnlich warmherziger Ton. Statt auf billige Gruseleffekte setzt die Sendung auf Figurenkomik und ein sorgfältig ausgearbeitetes Ensemble: Jeder Geist repräsentiert eine andere Epoche und gesellschaftliche Schicht – vom Wikinger bis zur Jazz-Sängerin der Roaring Twenties. Die Serie schafft dabei das Kunststück, historische Anspielungen und modernen Humor mühelos miteinander zu verweben, ohne dabei je den Überblick über ihre zahlreichen Charaktere zu verlieren.
"Ghosts" läuft beim amerikanischen Sender CBS und ist mittlerweile mit fünf Staffeln abgeschlossen. Das Serienfinale der fünften Staffel war dabei ein besonderes Ereignis: Erstmals in der Seriengeschichte umfasste die Abschlussepisode eine ganze Stunde Laufzeit. Zuletzt sorgte zudem die Rückkehr von Iain Armitage für Schlagzeilen, der erneut für CBS vor der Kamera stand.