Salina EsTitties übernimmt die Hauptrolle in I'll Haunt You When I'm Dead

Eine Todesserie, die das lebendigste Comedy-Format sein will. I'll Haunt You When I'm Dead kombiniert Stand-up mit Reality-Bekenntnissen und strukturiertem Storytelling, Hauptdarstellerin Salina EsTitties bringt die queere Perspektive ins Zentrum. Ob dieser Widerspruch im Titel das Publikum neugierig oder skeptisch macht, wird die Serie erst beweisen müssen.
Artikel-Inhalt
Was I'm Dead als Format ausmacht
I'm Dead ist eine halbstündige Comedy-Serie mit zwölf Folgen, die an zwei Drehnächten im Performing-Arts-Theater Cat's Crawl in Los Angeles aufgezeichnet wurde. Das Format kombiniert klassischen Stand-up mit Reality-artigen Bekenntnisszenen und thematisch strukturiertem Storytelling, was es von herkömmlichen Comedy-Specials abhebt.
Jede Folge dreht sich um ein übergeordnetes Thema: Familie und Kindheit, Beziehungen und Dating oder gesellschaftliche Beobachtungen. Die Comedians beleuchten diese Themen aus ihrer persönlichen queeren Perspektive, ergänzt durch Confessional-Segmente mit unzensierter Direktheit.
Revry-Chefkreativdirektor Christopher Rodriguez, der die Serie gemeinsam mit Revry-Mitgründer Damian Pelliccione entwickelt hat, beschreibt das Ziel so: 'Mit I'm Dead wollten wir ironischerweise die lebendigste Comedy-Show machen, die wir konnten. Jeder Comedian auf unserer Bühne bringt eine echte und brillante Sicht auf die queere Erfahrung. Eine, die die Welt noch nicht gesehen hat.'
Salina EsTitties und das Ensemble
Salina EsTitties übernimmt die Hauptrolle in I'm Dead. Die Drag-Künstlerin wurde durch ihre Auftritte in RuPaul's Drag Race und der All-Stars-Staffel einem breiten Publikum bekannt und gilt als eine der profiliertesten queeren Comedians der US-Szene.
An ihrer Seite stehen Kaycee Conlee, Percy Rustomji, Lady Bushra, Marval A. Rex und Pressure K, der bereits als Durchstarter der ersten Staffel von Revrys King of Drag auf sich aufmerksam gemacht hat. Das Ensemble vereint aufstrebende Talente mit erfahrenen Bühnengrößen.
Rodriguez fasste die Qualität des Casts knapp zusammen: 'Es ist seltsam, laut und ehrlich, und genau deshalb ist es wichtig.' Die Auswahl der Comedians spiegelt den Anspruch wider, queere Lebensrealität in ihrer ganzen Bandbreite sichtbar zu machen.
Produktion hinter der Serie
Verantwortlich für die Umsetzung ist die Produktionsfirma Purple Intuition, die als Full-Service-Anbieter das gesamte Projekt betreut hat. Regie führte Marie Alyse Rodriguez, die Purple Intuition gemeinsam mit Edgar Lacey Rosa gegründet hat.
Die Entscheidung, die Serie an nur zwei Abenden im Cat's Crawl zu drehen, verleiht dem Format einen Live-Charakter, der sich von aufwendig inszenierten Studio-Produktionen bewusst absetzt. Das Theater in Los Angeles bietet dafür eine intime Bühnenatmosphäre.
Die Kombination aus erfahrener Regie und einem klar definierten Episodenkonzept zeigt, dass Purple Intuition und Revry auf ein kohärentes Format gesetzt haben, das sich über alle zwölf Folgen hinweg konsistent entwickelt.
Revry als Heimat für queere Inhalte
I'm Dead ist auf Revry verfügbar, dem globalen Streamingdienst für LGBTQ+-Inhalte. Der Dienst ist kostenlos auf zahlreichen Plattformen zugänglich, darunter Samsung TV Plus, Roku Channel, Pluto TV, Plex, Rakuten TV sowie über iOS- und Android-Apps.
Die Serie reiht sich in das wachsende Revry-Original-Portfolio ein. King of Drag, ein weiteres Revry-Format, in dem Pressure K bereits in der ersten Staffel auffiel, kehrt im September 2026 mit einer zweiten Staffel zurück.
Für Deutschland und den DACH-Raum ist Revry nicht über klassische Streaming-Abonnements verfügbar. Ein offizieller Starttermin für die deutschsprachige Ausstrahlung von I'm Dead steht bislang aus.
Queere Comedy mit klarer Haltung
I'm Dead positioniert sich als Comedy-Format, das queere Perspektiven nicht als Nischenthema behandelt, sondern als universell relevante Lebensrealität. Die thematische Struktur der Folgen erlaubt dabei sowohl persönliche Tiefe als auch leichten Humor.
Christopher Rodriguez betonte, dass das Ziel nicht bloß Unterhaltung sei, sondern eine Darstellung queerer Erfahrungen, die so bisher nicht im Fernsehen zu sehen war. Die Mischung aus Bühnenauftritt und Confessional-Format schafft dafür einen neuen erzählerischen Rahmen.
Ob I'm Dead über Revry hinaus ein internationales Publikum findet, bleibt abzuwarten. Das Potenzial des Formats liegt in seiner klaren Struktur und einem Ensemble, das sowohl Bekanntheit als auch frische Stimmen vereint.
Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.
Alle Artikel von Lea