Prime Video startet It's Not Like That mit 8 Folgen, Deutschland wartet noch auf Termin
Der erste Schultag nach dem Tod der Mutter: Das trifft. It's Not Like That zeigt Malcolms Familie im freien Fall nach dem Verlust von Jenny. Acht Folgen rohe Ehrlichkeit warten, nur eben noch nicht für deutsche Zuschauer.
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Trauer, Glaube und ein Neuanfang
It's Not Like That beginnt am ersten Schultag nach dem Tod von Malcolms Frau Jenny, gespielt von Tyner Rushing. Die Familie versucht, sich in einer veränderten Welt zurechtzufinden, während der Schmerz noch frisch ist und alte Gewissheiten wegbrechen.
Malcolms bester Freund ist ein Imam, was der Serie eine religiöse Vielschichtigkeit verleiht, die weit über einfache christliche Botschaften hinausgeht. Genau diese Offenheit macht It's Not Like That zu einem ungewöhnlichen Vertreter seines Genres.
Die acht Episoden der ersten Staffel entfalten ein Familienbild, das weder idealisiert noch vereinfacht wird. Stattdessen zeigt die Serie, wie Trauer, Glaube und alltägliche Krisen ineinandergreifen.
Kein Klischee, kein Predigen
Das Christentum dient in It's Not Like That als Fundament, nicht als Botschaft. Die Serie vermeidet es, ihr Publikum zu belehren, und bleibt dadurch zugänglich für Zuschauer jeder Weltanschauung.
Viele glaubensbasierte Produktionen scheitern daran, dass sie entweder missionarisch wirken oder Menschen ohne religiösen Hintergrund ausschließen. It's Not Like That geht einen anderen Weg und erzählt universelle Geschichten über Verlust, Schuld und Neuanfang.
Der Vergleich mit älteren Familiendramen liegt nahe, doch die Serie setzt bewusst andere Maßstäbe. Sie ist kein Nachfolger von 7th Heaven, sondern ein eigenständiges Werk, das seinen Figuren echten Raum zum Scheitern lässt.
Komplexe Figuren im Mittelpunkt
Scott Foley spielt Malcolm als Mann, der nach außen funktioniert, während er innerlich kämpft. Neben ihm agieren Leven Miranda, Cassidy Paul, Cary Christopher und Caleb Baumann als Kinder und Jugendliche, die den Verlust der Mutter auf jeweils eigene Weise verarbeiten.
J. R. Ramirez verkörpert David, Jennys Ehemann, der kurz nach ihrem Tod die Scheidung einreichte. David ist zudem trockener Alkoholiker, was seiner Figur eine zusätzliche Dimension gibt und die moralischen Fragen der Serie komplizierter macht.
Erinn Hayes ergänzt das Ensemble mit einer Rolle, die das soziale Umfeld der Familie widerspiegelt. Die Charakterzeichnung insgesamt ist präzise und vermeidet billige Schwarz-Weiß-Zeichnungen.
Produktion und Team hinter der Serie
It's Not Like That wurde von Ian Deitchman und Kristin Robinson entwickelt, die auch als Showrunner fungieren. Garrett Lerner ist als ausführender Produzent an Bord, produziert wird die Serie von Amazon MGM Studios.
Die Produktion entstand unter dem Label Wonder Project und zeigt, wie ambitioniert der Ansatz ist: eine Serie, die Glauben und Familienrealität zusammendenkt, ohne dabei den Anspruch auf Qualitätsdrama aufzugeben.
Atlanta als Schauplatz verleiht der Geschichte eine kulturelle Verortung, die sich in der Figurenvielfalt und den sozialen Spannungen widerspiegelt, die die Serie aufgreift.
Deutschland wartet noch auf Start
It's Not Like That ist bei Amazon Prime Video verfügbar, ein konkretes Startdatum für den deutschsprachigen Raum steht jedoch noch aus. Interessierte Zuschauer in Deutschland, Österreich und der Schweiz sollten die Ankündigungen des Streamingdienstes im Blick behalten.
Angesichts des wachsenden Interesses an Familiendramen mit Tiefgang und der starken Besetzung dürfte die Serie auch hierzulande ein Publikum finden. Ob und wann eine Synchronfassung erscheint, ist bislang nicht bekannt.
Die erste Staffel umfasst acht Episoden. Ob eine zweite Staffel folgt, wurde bislang nicht offiziell bestätigt.
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Artikel geschrieben von:

Marie Weber berichtet über Action-, Drama- und Mystery-Serien mit besonderem Fokus auf Spannungsdramaturgie und Figurenzeichnung.
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