Prime Video bestätigt US-Version von LOL: Last One Laughing Mexico

Ausgerechnet ein mexikanisches Format rettet das US-Comedy-TV. Die US-Version von LOL: Last One Laughing basiert auf dem mexikanischen Ableger, dessen erste Staffel zu den erfolgreichsten Serien-Starts bei Prime Video zählte. Dass nicht das britische oder das japanische Original als Vorlage dient, macht diesen Schritt ungewöhnlich.
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Das Konzept: Lachen ist verboten
Zehn der bekanntesten Comedians und Komödien-Schauspieler des Landes werden für sechs Stunden in einem Raum gesperrt. Die Aufgabe klingt simpel: die anderen zum Lachen bringen, selbst aber kein einziges Mal schmunzeln. Wer lacht, verliert.
Das Format basiert auf der japanischen Serie Documental und wurde seitdem in mehr als 25 Ländern adaptiert. In Großbritannien etwa lieferte Bob Mortimer unvergessliche Szenen, als er auf einem Spielzeugpferd sitzend versuchte, Richard Ayoade mit seinem Witzebuch aus der Reserve zu locken. Solche Momente machten das britische Format zu einem der erfolgreichsten Serien-Starts in der Geschichte von Prime Video.
Die US-Version wird auf Prime Video zu sehen sein, dem Streaming-Dienst von Amazon, der in Deutschland als Amazon Prime Video verfügbar ist, auch in einer werbegestützten Variante.
Fulwell Entertainment übernimmt die Produktion
Hinter der US-Adaption steht Fulwell Entertainment, ein Produktionsunternehmen mit Erfahrung in großen Unterhaltungsformaten. Ben Winston, Gründungspartner von Fulwell, erklärte: 'Millionen Menschen weltweit haben sich bereits in diese wunderbare Show verliebt, und wir sind unglaublich aufgeregt, sie nun einem amerikanischen Publikum zu präsentieren, mit einigen der beliebtesten Comedystimmen des Landes.'
Als Showrunner fungiert Eric Pankowski, der bereits für Carpool Karaoke und die Grammy-Verleihungen verantwortlich zeichnete. Er produziert gemeinsam mit Ben Winston und Emma Conway.
Die Besetzung wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. Wer die Rolle des Moderators übernimmt, ist damit ebenfalls noch offen.
Ein globales Format mit großen Namen
LOL: Last One Laughing ist inzwischen eines der meistadaptierten Comedy-Formate weltweit. In Kanada moderiert Jay Baruchel die Show, in Mexiko führt Eugenio Derbez durch die sechs Stunden, in Südafrika übernahm Trevor Noah den Posten. Irland setzt auf Graham Norton, Australien auf Rebel Wilson, Großbritannien auf Jimmy Carr.
Die Vielfalt der Moderatoren zeigt, wie flexibel das Format auf unterschiedliche Kulturen und Humortraditionen reagiert. Jede Version behält die Grundregel bei, passt aber Ton und Besetzung dem jeweiligen Markt an.
Genau diese Anpassungsfähigkeit macht das Format für Amazon so wertvoll: Ein bewährtes Konzept, das keine aufwendige Weltpremiere braucht, sondern auf bereits aufgebautem globalem Vertrauen aufbaut.
Amazon setzt auf bewährten Erfolg
Jenn Levy, Leiterin der Non-Fiction-Serien bei Amazon MGM Studios, hatte bereits im Mai auf dem Reality TV Summit von Deadline erklärt, dass die meistgestellte Frage seit ihrem Amtsantritt lautet: Wann kommt die US-Version von LOL? Ihre Antwort folgte nun mit der offiziellen Ankündigung.
Levy kommentierte die Entscheidung so: 'LOL: Last One Laughing gehört zu den seltenen Serien, die Sprache und Kultur überwinden. Die Prämisse ist wunderschön einfach: Versuch nicht zu lachen. Und Zuschauer auf der ganzen Welt sind sofort darauf hereingefallen.'
Für Amazon ist die US-Version ein logischer Schritt. Die britische Ausgabe gehörte zu den größten Serien-Starts in der Geschichte des Streamers, und eine Eigenproduktion für den amerikanischen Markt verspricht ähnliches Potenzial.
Besetzung und Start noch offen
Konkrete Informationen zur Besetzung fehlen bislang vollständig. Amazon und Fulwell Entertainment haben angekündigt, die teilnehmenden Comedians zu einem späteren Zeitpunkt zu enthüllen. Ein Startdatum steht ebenfalls noch aus.
Die Produktion befindet sich damit in einer frühen Phase. Angesichts der Erfahrung von Eric Pankowski mit Live- und Unterhaltungsformaten dürfte die Umsetzung zügig voranschreiten, sobald die Besetzung feststeht.
Für Fans des Formats in Deutschland bleibt Prime Video die erste Anlaufstelle, sobald weitere Details zur US-Version bekannt werden.
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Artikel geschrieben von:

Clara Hoffmann ist Serien-Redakteurin mit besonderem Fokus auf emotionale Drama-Serien und detailreiche Period Pieces.
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