
Erika Pelikowsky gehört zu jenen Charakterdarstellerinnen der DDR-Fernsehgeschichte, die trotz ihrer bemerkenswerten Präsenz auf dem Bildschirm oft im Schatten größerer Namen standen. Geboren am 18. Januar 1916 in Wien, brachte sie eine europäische Weltläufigkeit mit, die ihr in der ostdeutschen Fernsehlandschaft eine besondere Stellung verschaffte. Ihre Karriere vor der Kamera erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und hinterlässt ein eindrucksvolles Erbe im deutschen Serienfernsehen.
Besonders in Erinnerung bleibt Pelikowsky durch ihre Arbeit in bedeutenden DDR-Produktionen. In der Familiensaga "Wege übers Land" (1968) verkörpert sie die alte Leßtorff über fünf Episoden hinweg mit der ihr eigenen Intensität. Noch eindrucksvoller ist ihr Auftritt in "Karl Marx. Die jungen Jahre" (1980), wo sie in sieben Episoden Henriette Marx, die Mutter des Philosophen, darstellt – eine Rolle, die schauspielerisches Feingefühl und historisches Bewusstsein gleichermaßen verlangt. Auch in der Landwirtschaftsserie "Daniel Druskat" (1976) beweist sie als Anna Preibisch über fünf Folgen ihre Vielseitigkeit. Erika Pelikowsky stirbt am 1. März 1990 und hinterlässt ein Werk, das die Stärke des deutschsprachigen Fernsehens in seiner Blütezeit widerspiegelt.
Polizeiruf 110
als Selma
1971
1 Ep.
Karl Marx. Die jungen Jahre
als Henriette Marx
1980
7 Ep.
Daniel Druskat
als Anna Preibisch
1976
5 Ep.
Wege übers Land
als die alte Leßtorff
1968
5 Ep.
Abschied vom Frieden
als Karoline von Wrbata-Treuenfels
1979
3 Ep.