
# Erwin Geschonneck – Eine Legende des deutschen Fernsehens
Erwin Geschonneck, geboren am 27. Dezember 1906 im heutigen polnischen Bartoszyce, zählt zu den prägendsten Charakterdarstellern der deutschen Fernsehgeschichte. Seine Karriere entfaltet sich vor allem in der DDR, wo er zum gefeierten Publikumsliebling avanciert. Besonders eindrucksvoll zeigt er seine Wandlungsfähigkeit in der Fernsehproduktion „Jeder stirbt für sich allein", in der er die Hauptrolle des Otto Quangel über drei Episoden hinweg mit schonungsloser Eindringlichkeit verkörpert. Auch in der Krimiserie „Polizeiruf 110" hinterlässt er als Professor Harms einen bleibenden Eindruck – ein Beweis dafür, dass er selbst in kleineren Rollen zu fesseln versteht.
Sein Repertoire reicht weit über einzelne Auftritte hinaus. In der aufwendigen Produktion „Abschied vom Frieden" übernimmt Geschonneck die Rolle des Prof. Dr. Friedrich Rankl und beweist erneut seine Stärke in komplexen, vielschichtigen Charakteren. Dass er 1995 bei der „Goldenen Henne" als geehrter Gast erscheint, unterstreicht seinen Status als lebende Legende des deutschen Unterhaltungsfernsehens. Erwin Geschonneck stirbt am 12. März 2008 im Alter von 101 Jahren – ein bewegtes Leben, das die deutsch-deutsche Kulturgeschichte wie kaum ein anderes widerspiegelt.
Polizeiruf 110
als Professor Harms
1971
1 Ep.
Gewissen in Aufruhr
als Oberst Ebershagen
1961
5 Ep.
Goldene Henne
als Self
1995
1 Ep.
Jeder stirbt für sich allein
als Otto Quangel
1970
3 Ep.
Das Jahrhundert des Theaters
als Self
2002
1 Ep.
Abschied vom Frieden
als Prof. Dr. Friedrich Rankl
1979
3 Ep.