Ozark-Schöpfer kehrt zurück: M.I.A. startet am 1. Mai
Der Schöpfer der preisgekrönten Serie Ozark, Bill Dubuque, kehrt mit M.I.A. offiziell in das Krimigenre zurück. Die neunteilige Serie feiert am 1. Mai ihre Premiere auf Peacock und folgt einer jungen Frau auf einem gefährlichen Weg durch das Nachtleben von Miami. Showrunnerin Karen Campbell, bekannt aus Dexter und Outlander, verspricht ein düsteres und mitreißendes Serienerlebnis.
Artikel-Inhalt
Peacock setzt auf starke Originale
Peacock hat sich in den vergangenen Jahren mit ambitionierten Eigenproduktionen einen festen Platz in der Streaminglandschaft erarbeitet. Serien wie Poker Face, entwickelt von Knives-Out-Regisseur Rian Johnson, zählen zu den bekanntesten Beispielen dieser Strategie.
Mit M.I.A. setzt der Sender diesen Kurs konsequent fort. Die neue Krimiserie vereint erfahrene Talente aus dem Serienbereich und dürfte das Publikum ansprechen, das Spannung und charaktergetriebene Erzählungen schätzt.
Auch Sarah Snook, Cary Elwes, Danay Garcia, Brittany Adebumola, Dylan Jackson und Alberto Guerra gehören zur Besetzung der Serie und verleihen dem Projekt zusätzliches Gewicht.
Ozark-Schöpfer hinter neuem Thriller
Bill Dubuque ist vor allem als Mitschöpfer der mit dem Emmy ausgezeichneten Serie Ozark bekannt. Mit M.I.A. wagt er sich erneut in das Terrain des Kriminaldramas und bringt dabei seine unverwechselbare Handschrift mit.
Dubuque hat sich auch abseits des Fernsehens einen Namen gemacht. Als Drehbuchautor arbeitete er an Projekten wie Sein oder Nichtsein, dem Thriller mit Jon Bernthal und Tessa Thompson, der bei Rotten Tomatoes 70 Prozent erzielte, sowie an Der Buchhalter 2 mit Ben Affleck und Bernthal, der weltweit rund 95 Millionen Euro einspielte und ebenfalls 75 Prozent bei Rotten Tomatoes erreichte.
Mit M.I.A. kehrt Dubuque nun in die Welt zurück, die ihn berühmt gemacht hat: moralisch vielschichtige Figuren, die in ein kriminelles Geflecht verstrickt werden.
Karen Campbell als Showrunnerin
An Dubuques Seite steht Showrunnerin Karen Campbell, die sich in der Branche durch ihre Arbeit an Serien wie Dexter, Raised by Wolves und Outlander einen exzellenten Ruf erarbeitet hat.
Campbell bringt ein feines Gespür für komplexe Charakterentwicklungen und atmosphärisches Erzählen mit. Diese Kombination aus Dubuques Krimierfahrung und Campbells Serienkompetenz weckt hohe Erwartungen an M.I.A.
Gemeinsam dürften die beiden Serienmacher eine Serie geschaffen haben, die über ein einfaches Krimidrama hinausgeht und tiefere Fragen über Identität und Moral stellt.
Ettas Weg durch Miamis Schattenseiten
Im Mittelpunkt von M.I.A. steht Etta Tiger Jonze, gespielt von Shannon Gisela. Etta träumt von einem Leben in Miamis glitzernder, subtropischer Welt, doch dieser Traum zerbricht, als das Drogengeschäft ihrer Familie in einer Tragödie endet.
Fortan begibt sich Etta auf eine gefährliche Reise durch das neonbeleuchtete Untergrundmilieu Miamis. Dabei wird sie gezwungen, herauszufinden, wer sie wirklich ist und wozu sie fähig ist, wenn Rache zum einzigen Antrieb wird.
Weitere Rollen übernehmen Wynn Everett als Nancy, Tracey Reynolds als Bridget und Chabely Ponce als Dulce. Die Besetzung verspricht ein vielschichtiges Ensemble, das die düstere Atmosphäre der Serie trägt.
Neun Folgen ab dem 1. Mai
M.I.A. umfasst neun Episoden im Stundenlängenformat und startet am 1. Mai 2026 auf Peacock. Deutsche Zuschauerinnen und Zuschauer können die Serie beim jeweiligen Streaming-Anbieter verfolgen, sobald sie verfügbar ist.
Das Format mit neun Folgen gibt der Handlung genug Raum, um Ettas Entwicklung glaubwürdig und spannungsreich zu entfalten, ohne die Geschichte künstlich in die Länge zu ziehen.
Angesichts der kreativen Besetzung hinter der Kamera und eines vielversprechenden Ausgangsszenarios dürfte M.I.A. zu einem der meistdiskutierten Serien-Neustarts des Frühjahrs 2026 werden.
Mehr zu „M.I.A."

M.I.A. startet bei Netflix, und der Schatten von Ozark ist riesig
Der Schöpfer von Ozark macht eine Serie, die Kritiker kalt lässt. Bill Dubuque, dessen erstes Werk Jason Bateman als Geldwäscher über vier gefeierte Staffeln trug, landet mit M.I.A. bei mageren 57% auf Rotten Tomatoes. Dass ausgerechnet er diesen Fehlstart hinlegt, hat niemand erwartet.

Hinter M.I.A. steckt der Kopf von Ozark, und das merkt man sofort
Ozark-DNA trifft auf Telenovela-Tempo: Das klingt nach Chaos, funktioniert aber. Bill Dubuque baut in M.I.A. komplexe Figuren auf, lässt sich in Episode 6 aber fast eine ganze Stunde für einen einzigen Rückblick. Genau diese Ungleichmäßigkeit macht die Serie so schwer einzuordnen.

Wer M.I.A. nach der ersten Folge abbricht, verpasst den besten Trick der Serie
Christopher Cross' 'Ride Like the Wind' taucht seit Januar in drei Serien auf, keine davon zufällig. In M.I.A., The Beauty und Euphoria fungiert der Yacht-Rock-Song als verbindendes Motiv, ohne dass die Macher sich abgesprochen haben. Dass ausgerechnet dieser Song 2026 zum TV-Leitmotiv wird, hätte niemand vorhergesagt.
Artikel geschrieben von:

Marie Weber berichtet über Action-, Drama- und Mystery-Serien mit besonderem Fokus auf Spannungsdramaturgie und Figurenzeichnung.
Alle Artikel von Marie