Netflix baut das Cobenverse aus: Lost in the Woods dreht als achtteilige Serie
Dieselbe Geschichte, zweimal verfilmt: Netflix traut The Woods eine zweite Chance zu. Die polnische Miniserie W głębi lasu lief bereits 2020, nun entsteht in Nordengland eine komplett neue, achtteilige Version. Das Cobenverse setzt damit auf Wiederholung statt Originalität.
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Das Cobenverse wächst weiter
Mit Lost in the Woods erweitert sich das sogenannte Cobenverse erneut: Nach zahlreichen erfolgreichen Adaptionen von Harlan Cobens Romanen entsteht nun eine weitere Umsetzung, diesmal als britische Produktion auf Basis des 2007 erschienenen Thrillers The Woods. Die achtteilige Serie verlegt die Handlung vollständig nach Nordengland und gibt der Geschichte damit ein neues, regionales Gesicht.
Netflix hatte den Stoff bereits 2020 als polnischsprachige Miniserie unter dem Titel W glębi lasu verfilmt. Die neue Produktion ist davon unabhängig und setzt auf ein britisches Ensemble sowie auf Drehorte rund um Manchester. Parallel läuft die Coben-Adaption I Will Find You, die im Juni 2026 bei Netflix erscheint.
Worum geht es in der Serie?
Im Mittelpunkt steht Paul Cope Copeland, genannt Cope: Vor zwanzig Jahren verschwand seine Schwester Camille während eines Sommerlagers im Wald, ein Verlust, der seine Familie zerbrach. Heute ist Cope ein angesehener Anwalt und alleinerziehender Vater seiner zehnjährigen Tochter Cami und scheint sein Leben wieder aufgebaut zu haben.
Als die Leiche eines Mannes auftaucht, der vor zwanzig Jahren angeblich zusammen mit Camille ermordet wurde, keimt in Cope der Verdacht, dass seine Schwester den Wald damals vielleicht doch lebend verlassen hat. Auf der Suche nach der Wahrheit stößt er auf jahrelange Lügen, Vertuschungen und Familiengeheimnisse, die alles zu zerstören drohen, was er sich aufgebaut hat.
Besetzung: Starkes britisches Ensemble
Tom Bateman übernimmt die zentrale Rolle des Paul Cope Copeland. An seiner Seite spielt Michelle Keegan die Figur Lucy Silverfield. Pearce Quigley ist als Ira Silverfield zu sehen, Charlotte Beaumont verkörpert die Ermittlerin DC Daisy Dillon, und Christopher Harper spielt Wayne Steubens.
Tracy-Ann Oberman ist als Jessica Kinberg dabei, Shannon Watson übernimmt die Rolle der Shannon Johnson. Auch James Buckley, bekannt aus der Comedyserie The Inbetweeners, wurde am Set gesichtet. Macarena García komplettiert das Ensemble in einer noch nicht näher benannten Rolle.
Dreharbeiten laufen in Nordengland
Die Produktion befindet sich seit einigen Wochen mitten in den Dreharbeiten. Als Hauptdrehort dient Manchester, ergänzt durch weitere Locations in Nordengland. Die Verlagerung der Handlung in den Norden Englands verleiht der Geschichte eine neue geografische und atmosphärische Dimension.
Erste Aufnahmen hinter den Kulissen zeigen Bateman und Keegan in ihren Rollen und geben einen frühen Einblick in die Produktion. Die acht Folgen sollen die komplexe Familiengeschichte rund um Cope und das Verschwinden seiner Schwester in vollem Umfang erzählen.
Startdatum für Deutschland noch offen
Wann Lost in the Woods in Deutschland zu sehen sein wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Ein offizielles Startdatum steht aus. Angesichts der bisherigen Coben-Adaptionen, die allesamt über Netflix verfügbar sind, liegt eine Veröffentlichung auf der Plattform nahe, wurde aber noch nicht offiziell bestätigt.
Harlan-Coben-Fans in Deutschland und Österreich sollten die Ankündigungen im Blick behalten. Zuletzt machte das Cobenverse mit der bevorstehenden Veröffentlichung von I Will Find You im Juni 2026 auf sich aufmerksam, was die Dynamik der Reihe unterstreicht.
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Warum Michelle Keegan für Lost in the Woods ihre tiefste Rolle riskiert
Coben nennt diesen Stoff sein persönlichstes Werk überhaupt. The Woods, sein Roman von 2007, bekommt mit Michelle Keegan in der Hauptrolle eine Netflix-Adaption. Dass ausgerechnet dieser Titel nach Fool Me Once folgt, war so nicht zu erwarten.

Warum Lost in the Woods gerade so viel Aufmerksamkeit zieht
Dieselbe Geschichte, zweites Land: The Woods bekommt nach der polnischen Version nun ein britisches Remake. Netflix setzt dabei auf Michelle Keegan, deren Fool Me Once die meistgesehene Netflix-Serie des gesamten Jahres 2024 war. Dass Coben-Adaptionen international so zuverlässig funktionieren, hätte vor einigen Jahren kaum jemand vorhergesagt.
Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.
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