NCIS: Origins: Gibbs und Lala nähern sich an
Ein Prequel bringt frischere Romantik als 20 Staffeln NCIS es je schafften. Austin Stowell als junger Gibbs und Mariel Molino als Lala kommen sich in der neuesten Episode auf Paramount+ so nah wie nie. Dass ausgerechnet das Spin-off die emotionalsten Momente der gesamten Franchise liefert, hätte kaum jemand erwartet.
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Diane zieht weg, Gibbs bleibt allein
Mark Harmons Voiceover am Ende der Episode macht es offiziell: Diane, gespielt von Kathleen Kenny, zieht dauerhaft nach Los Angeles. Die Scheidung wird jedoch nicht eingereicht, obwohl die Beziehung längst beendet ist.
Gibbs reflektiert in dem Voiceover offen über das Scheitern der Ehe: Er habe Diane nicht so geliebt, wie er es hätte tun sollen, und sein Vater Jackson, gespielt von Robert Taylor, habe damit von Anfang an recht gehabt.
Die Worte treffen hart: 'Ich weiß nicht, warum wir damals keine Scheidung eingereicht haben. Vielleicht wollte keiner von uns dieses letzte Papier sehen, das besagt, dass es vorbei ist. Aber es war vorbei.' Diese Ehrlichkeit öffnet die Tür für Neues.
Lala als emotionaler Anker für Gibbs
Lala, verkörpert von Mariel Molino, nimmt in dieser Episode eine zentrale Rolle ein. Diane glaubt zunächst, Gibbs' Distanz habe mit dem Mord an seiner Frau und seiner Tochter zu tun, doch die eigentliche Spannung liegt woanders.
Die Episode arbeitet mit dem Prinzip, dass echte Nähe Offenheit erfordert. 'Wenn du jemanden liebst, sagst du ihm, wer du bist', lautet eine der zentralen Botschaften, die direkt auf Gibbs und Lala gemünzt wirkt.
Für Zuschauer, die die Originalserie kennen, ist dieser Moment besonders aufgeladen: Das Prequel-Konzept erlaubt es, Gibbs' emotionale Mauern in ihrer Entstehung zu beobachten, was NCIS: Origins eine eigene dramatische Tiefe verleiht.
Jackson Gibbs behält recht
Robert Taylor als Jackson Gibbs liefert in dieser Episode einen der prägnantesten Sätze der Staffel: 'Wenn du sie nicht liebst, musst du ein Mann sein und Schluss machen.' Diese Direktheit trifft Gibbs sichtlich.
Die Vater-Sohn-Dynamik zwischen Jackson und Gibbs ist eine der tragenden Säulen von NCIS: Origins. Dass Jackson in dieser Frage recht behält, zeigt, wie komplex die Serie die Figuren zeichnet.
Admiral Kane bleibt in diesem emotionalen Umfeld eine Randerscheinung, doch die strukturellen Entscheidungen innerhalb des NCIS-Teams hängen indirekt mit Gibbs' persönlichem Zustand zusammen.
Alicia Coppola und ein bekanntes Gesicht
Alicia Coppola tritt in NCIS: Origins in ihrer dritten NCIS-Produktion auf. Zuvor spielte sie Lieutenant Commander Faith Coleman im zweiteiligen Pilotfilm von JAG, der als Hintertür-Pilot für die Originalserie diente, sowie in drei weiteren Folgen des Hauptformats.
Zuletzt war sie als FBI-Agentin Lisa Rand in fünf Episoden von NCIS: Los Angeles zu sehen. Ihre Rückkehr ins NCIS-Universum ist damit mehr als eine Randnotiz, sie verbindet Jahrzehnte der Franchise-Geschichte.
Für eingefleischte Fans des Franchise ist Coppolas Auftritt ein bewusstes Signal: NCIS: Origins betrachtet sich nicht als isoliertes Spin-off, sondern als integralen Teil eines größeren Erzählkosmos.
Randy und Carrot Top: Komik als Kontrast
Abseits der emotionalen Haupthandlung sorgt Caleb Foote als Randy für Auflockerung. Randy ergattert seinen ersten bezahlten Auftritt im Laugh Lodge, einem Comedyclub, und verdient dabei 25 Dollar.
Der Triumph ist allerdings kurzlebig: Randy wird von einem Komiker mit roter Lockenmähne und einem Koffer voller Requisiten verdrängt, der einen Monat zuvor in der Tonight Show aufgetreten war. Die Beschreibung lässt keinen Zweifel, um wen es sich handelt.
Diese komödiantische Nebenhandlung funktioniert als Kontrastprogramm zu den schweren Themen der Hauptstory und unterstreicht, wie geschickt NCIS: Origins verschiedene Tonlagen miteinander verbindet.
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Artikel geschrieben von:

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.
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