Luke Grimes triumphiert in Marshals - A Yellowstone Story
Das Dutton-Universum wächst: Marshals bekommt eine zweite Staffel. Luke Grimes führt den 13-teiligen Neo-Western auf Paramount+ als Kayce Dutton an, begleitet von Michael Cudlitz und Gil Birmingham. Für Taylor Sheridan bedeutet das: sein Franchise-Imperium trägt auch ohne die Kern-Serie.
Artikel-Inhalt
Kayce Dutton findet neuen Weg
Marshals setzt die Geschichte von Kayce Dutton dort fort, wo Yellowstone aufgehört hat. Kayce verlässt die Ranch und schließt sich einer Eliteeinheit der U.S. Marshals in Montana an, wo er seine Cowboy-Herkunft mit seiner Ausbildung als Navy SEAL verbindet. Die Serie mischt die vertraute Western-DNA des Franchise mit einem prozeduralen Ermittlungsformat.
Im Mittelpunkt steht der Balanceakt zwischen Familie, Pflicht und den psychologischen Belastungen, die der Kampf gegen regionale Gewalt mit sich bringt. Kayce ist kein einfacher Held, sondern ein gebrochener Mann, der in einer neuen Umgebung nach Orientierung sucht. Genau diese Vielschichtigkeit macht die Figur auch in Marshals so sehenswert.
Collider lobte die mutige Entscheidung, Marshals nicht als direkten Yellowstone-Nachfolger zu positionieren. Stattdessen bekommt Kayce Raum zum Atmen, umgeben von neuen Figuren und einem neuen Schauplatz, was der Serie eine eigene Identität verleiht.
Starkes Ensemble rund um Grimes
Luke Grimes, bekannt aus American Sniper und Fifty Shades of Grey, trägt die Serie souverän als Kayce Dutton. An seiner Seite spielt Michael Cudlitz, den Zuschauer aus The Walking Dead und Southland kennen, die Figur Randall. Die Chemie zwischen Grimes und Logan Marshall-Green als zwei ehemalige Navy SEALs gehört laut Kritikern zu den stärksten Elementen der Serie.
Ash Santos, bekannt aus American Horror Story und True Story, verkörpert Andrea Cruz (Ash Santos) und bringt frische Energie in das Ensemble. Weitere bekannte Gesichter sind Brecken Merrill und Mo Brings Plenty, die bereits in Yellowstone zu sehen waren, sowie Gil Birmingham, Arielle Kebbel und Tatanka Means. Das breite Ensemble entfaltet sich im Laufe der Staffel und gewinnt mit jeder Episode an Tiefe.
Collider fasste es treffend zusammen: Die Chemie zwischen Grimes und Marshall-Green ist genau das, was die Verbindung zweier ehemaliger SEALs ausstrahlen sollte, und auch der Rest des Ensembles ist leicht zu mögen, besonders wenn man beginnt, mehr über die Figuren zu erfahren.
Kritik: Stark, aber nicht makellos
Marshals ist ein Neo-Western voller Potenzial. Die Serie ist actionreich, spannend und liefert alles, was man sich von einer auf Kayce Dutton ausgerichteten Geschichte wünschen kann. Sie kämpft entschlossen darum, sich vom Yellowstone-Schatten zu befreien, auch wenn dieser nie ganz verschwindet.
Kritiker merkten an, dass das Format des wöchentlichen Fernsehens die Serie gelegentlich einschränkt. Alles muss innerhalb von 42 Minuten aufgelöst werden, was dem Erzähltempo bisweilen enge Grenzen setzt. Auch vereinzelte Wiederholungen in den Dialogen wurden bemängelt.
Dennoch überwiegt das Positive: Sobald die Serie ihre anfänglichen Anlaufschwierigkeiten überwindet, steht sie fest auf eigenen Beinen. Marshals erhebt keinen Anspruch auf Perfektion, zeigt aber klar, wohin die Reise gehen kann.
Das Dutton-Universum wächst weiter
Marshals ist nicht der einzige neue Ableger im Dutton-Universum. Mit Dutton Ranch kehren Kelly Reilly als Beth Dutton und Cole Hauser als Rip Wheeler zurück und führen die Geschichte der Yellowstone-Ranch auf eigene Weise weiter. Reilly ist unter anderem aus Flight und Stolz und Vorurteil bekannt, Hauser aus Good Will Hunting und 2 Fast 2 Furious.
Taylor Sheridan baut sein Franchise damit konsequent aus. Nach Tulsa King und Mayor of Kingstown zeigt Marshals erneut, dass Sheridan verschiedene Genres und Erzählformen beherrscht. Das Dutton-Universum entwickelt sich zu einem der ambitioniertesten Serienfranchises im amerikanischen Fernsehen.
Für Fans des Yellowstone-Universums bieten sich damit gleich mehrere Einstiegspunkte. Marshals richtet sich dabei an ein Publikum, das Western-Atmosphäre mit Krimi-Elementen kombiniert sehen möchte, während Dutton Ranch stärker an die Ursprungsserie anknüpft.
Staffel zwei ist bereits bestätigt
Marshals wurde nach dem Erfolg der ersten Staffel bereits für eine zweite Staffel verlängert. Die 13-teilige Debütstaffel konnte hohe Zuschauerzahlen auf Paramount+ verbuchen und untermauert damit die Stärke des Yellowstone-Franchises auch über die Originalserie hinaus.
Die Serie ist auf Paramount+ abrufbar, wo alle Folgen der ersten Staffel zur Verfügung stehen. Ein konkreter Starttermin für die zweite Staffel steht noch aus.
Mit der Verlängerung bekommt Kayce Duttons Geschichte weiteren Raum zur Entfaltung. Für Luke Grimes bedeutet das eine Chance, die Figur noch tiefer zu entwickeln und Marshals endgültig als eigenständige Marke im Sheridan-Universum zu etablieren.
Mehr zu „Marshals - A Yellowstone Story"

Nicht nur Fans fragen sich: Wer leitet Marshals - A Yellowstone Story wirklich?
Sheridans Name steht drauf, doch sein Einfluss endet an der Bürotür. Arielle Kebbel, Hauptdarstellerin von Marshals bei Paramount+, hat den Schöpfer des Yellowstone-Universums bis heute nie getroffen. Die kreative Führung liegt bei Spencer Hudnut, der den Spin-off als eigenständiges Kapitel formt.

Warum Marshals - A Yellowstone Story gerade eine der mutigsten Entscheidungen im Yellowstone-Universum trifft
Eine Hauptfigur ist tot, und das Yellowstone-Universum wird es spüren. Marshals, verfügbar auf Paramount+ sowie über den Paramount+ Amazon Channel und Apple TV Channel, opfert ein festes Ensemblemitglied für einen sorgfältig inszenierten Wendepunkt. Dazu kehrt ein ikonischer Ort zurück, der Yellowstone-Fans sofort den Atem verschlägt.

Warum Marshals - A Yellowstone Story mit Folge 11 einen neuen Ton setzt
Kayce Dutton hilflos zu sehen trifft Fans direkt ins Mark. In Folge 11 verlieren er und Pete Calvin die Kontrolle: verirrt im Schnee, Gefangener dabei, kein Truck auffindbar. Wer die Yellowstone-Welt kennt, weiß: Solche Momente enden selten ohne Konsequenzen.
Artikel geschrieben von:

Anna Schneider analysiert Serien von düsteren Mystery-Stoffen bis zu leichteren Komödien mit Fokus auf Erzählstruktur und Figurenentwicklung.
Alle Artikel von AnnaAnna hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.