Lange vor Off Campus schrieb Kennedy in einer Nische, die kaum jemand kannte

Kaum ein Genre, kaum ein Markt, und trotzdem schrieb Kennedy weiter. Als Off Campus erschien, gab es weltweit vielleicht eine vergleichbare Reihe. Nun läuft die Serienadaption auf Prime Video, mit einem Cast den Kennedy selbst mitverantwortete.
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Pionierarbeit im Eishockey-Romance-Genre
Als Elle Kennedy ihre Off Campus-Reihe veröffentlichte, war das Genre Eishockey-Romance praktisch unbesetzt. Es gab damals vielleicht eine andere Reihe, die sie kannte. Dieses Vakuum füllte Kennedy mit Figuren wie Hannah und Garrett, deren Geschichte auf einem langsamen, ehrlichen Aufbau basiert.
Autorinnen wie Sarina Bowen und Rachel Reid zogen später nach und etablierten das Genre weiter. Kennedy zeigt sich dabei ausgesprochen großzügig gegenüber Kolleginnen: Sie freue sich sehr für Rachel Reids Bücher und deren Erfolg. Reid erlebe gerade einen echten Moment, und das sei schlicht cool.
Diese Offenheit prägt Kennedys öffentliches Auftreten. Statt Konkurrenzdenken betont sie, dass Romance als Genre positiv und inspirierend sei und möglichst viele Menschen erreichen solle.
BookTok rettete den gedruckten Roman
BookTok, die auf der Plattform TikTok entstandene Lesebewegung, hat Kennedys Printverkäufe spürbar beeinflusst. Sie formuliert es pointiert: BookTok habe die Begeisterung für das Taschenbuch zurückgebracht und damit den Printmarkt mitgerettet.
Kennedy begrüßt die Bewegung ausdrücklich, unabhängig davon, was gelesen wird. Wichtig sei einzig, dass Menschen überhaupt lesen. BookTok habe eine ganze Generation neuer Leserinnen und Leser geschaffen, und das sei uneingeschränkt positiv.
Für eine Autorin, deren Bücher jahrelang vor allem digital kursierten, bedeutete der Taschenbuch-Boom durch BookTok eine zweite Welle der Aufmerksamkeit. Die Verkaufszahlen im Printbereich stiegen messbar an.
Vom Buch zur Serie: ein langer Weg
Die Entstehung der Off Campus-Serie auf Prime Video war ein jahrelanger Prozess. Kennedy beschreibt, wie alles langsam, langsam, langsam voranging und dann plötzlich rasend schnell. Diese Erfahrung kennen viele Autorinnen, deren Werke optioniert werden.
Kennedy selbst war skeptisch, ob aus der Option jemals eine echte Produktion werden würde. Man gehe mit der Hoffnung hinein, dass etwas passiert, aber die Chancen stünden oft schlecht. Bei diesem Projekt fügten sich die Teile schließlich zusammen.
Leanna Billings übernahm eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Serie. Kennedy schildert, dass Billings ein großer Fan der Reihe war, und sie selbst dann den Schritt wagte, ihr die Chance zu geben. Diese Entscheidung erwies sich als richtig.
Kennedys Anforderungen an die Adaption
Kennedy legte bei der Serienadaption keinen Wert auf einzelne Szenen, die zwingend übernommen werden mussten. Ihr ging es um die Dynamik zwischen den Figuren. Hannah und Garrett entwickeln in den Büchern zunächst eine echte Freundschaft, kein schnelles Liebesgeständnis in Kapitel eins.
Das langsame Aufwärmen der Beziehung war für Kennedy unverzichtbar. Wenn die Hintergrundgeschichten der Figuren erhalten bleiben, muss auch die emotionale Entwicklung glaubwürdig und organisch wirken. Ella Bright und Belmont Cameli transportieren diese Dynamik in der Serie.
Ebenso wichtig war Kennedy der Teamgeist rund um das Eishockeyteam der Briar University. Die Art, wie die Spieler füreinander eintreten und sich gegenseitig unterstützen, musste in der Serie spürbar sein. Figuren wie Mika Abdalla und Joseph Purcell tragen zur Atmosphäre der Briar-Welt bei.
Surrealer Moment vor dem Bildschirm
Als Kennedy die fertige Serie zum ersten Mal sah, beschrieb sie das Erlebnis als surreal. Man schaue zu und frage sich, wie das, was man gerade sehe, wirklich existiere. Es sei das Coolste, das ihr je passiert sei.
Kennedy betont, dass eine Serienadaption nie Szene für Szene das Buch abbilden kann. Wer die Serie schaut, fühle sich trotzdem Teil der Welt. Das sei das Entscheidende, nicht die punktgenaue Übertragung einzelner Momente.
Neben dem Kerncast mit Ella Bright und Belmont Cameli gehören auch Hannah Berner und weitere Darsteller zur Besetzung. Sogar Stephen Colbert soll in einem Gastauftritt zu sehen sein, was die öffentliche Aufmerksamkeit für die Produktion zusätzlich steigerte.
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Artikel geschrieben von:
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