Jetzt wird klar, wie viel Apple in Slow Horses - Ein Fall für Jackson Lamb gesteckt hat
Eine Nischenserie über gescheiterte Agenten, und Apple pumpt eine halbe Milliarde rein. Neu veröffentlichte britische Finanzunterlagen belegen Investitionen von über 460 Millionen Euro seit dem Start 2022. Wer das Geld sieht, versteht, warum Apple TV+ auf Slow Horses als Aushängeschild setzt.
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Halbe Milliarde für eine Spionageserie
Neu veröffentlichte Finanzunterlagen aus Großbritannien zeigen, dass Apple seit dem Start der Serie im Jahr 2022 mehr als umgerechnet 460 Millionen Euro in Slow Horses investiert hat. Damit gehört die Produktion zu den teuersten Serienprojekten, die je auf britischem Boden entstanden sind.
Einen Teil dieser Kosten federt der britische Staat ab: Die Produktion profitiert vom sogenannten Audio-Visual Expenditure Credit, einem staatlichen Förderprogramm, das qualifizierte Produktionsausgaben in Großbritannien anteilig erstattet. Für Apple bedeutet das eine nennenswerte Rückerstattung auf die getätigten Investitionen.
Die Summe unterstreicht, welchen Stellenwert Apple TV+ der Serie einräumt. Slow Horses gilt seit seinem Start als eine der konsistentesten und qualitativ hochwertigsten Eigenproduktionen des Streamingdienstes und hat sich eine treue Fangemeinde aufgebaut.
MI5-Versager mit großem Herz
Die Serie basiert auf den Slough-House-Romanen des britischen Autors Mick Herron. Der Name Slow Horses leitet sich vom Schauplatz Slough House ab, einem fiktiven Londoner Außenposten des britischen Geheimdienstes MI5, in den Agenten strafversetzt werden, deren Karrieren als gescheitert gelten.
Dort vegetieren die sogenannten Slow Horses vor sich hin, beaufsichtigt von Jackson Lamb, der so aggressiv unangenehm wie flatulent ist und jeden Funken Ambitionen bei seinen Untergebenen konsequent im Keim erstickt. Trotz dieser wenig glamourösen Kulisse geraten die Außenseiter immer wieder in gefährliche und politisch brisante Fälle.
Mick Herrons Romanvorlagen gelten in Großbritannien seit Jahren als Geheimtipp für Spionageliebhaber. Die Verfilmung hat die Bücher einem weltweiten Publikum zugänglich gemacht und den Autor zu einem der gefragtesten Namen des Genres gemacht.
Gary Oldman führt ein Starensemble
Die Besetzung von Slow Horses liest sich wie ein Who-is-who des britischen Kinos. Gary Oldman, bekannt aus Darkest Hour und Tinker Tailor Soldier Spy, verkörpert Jackson Lamb mit einer Mischung aus Verkommenheit und verborgener Brillanz, die die Serie trägt.
Jack Lowden spielt River Cartwright, den jungen Agenten, der trotz seines Talents in Slough House gelandet ist. Kristin Scott Thomas, bekannt aus The English Patient und Darkest Hour, gibt die eiskalte MI5-Vizedirektorin Diana Taverner. Saskia Reeves übernimmt die Rolle der loyalen Catherine Standish, während Rosalind Eleazar als Louisa Guy und Christopher Chung als Computerexperte Roddy Ho das Ensemble ergänzen.
Jonathan Pryce spielt David Cartwright, den einflussreichen Großvater von River, und Aimee-Ffion Edwards, bekannt aus Peaky Blinders und Detectorists, gibt die impulsive Shirley Dander. Die Kombination aus erfahrenen Charakterdarstellern und jüngeren Talenten verleiht der Serie ihre besondere Dynamik.
Warum die Serie so überzeugt
Slow Horses verbindet klassische Spionageunterhaltung mit scharfem britischen Humor und echten emotionalen Momenten. Die Serie nimmt sich die Zeit, ihre Figuren zu entwickeln, und zeigt, dass auch Versager und Außenseiter zu Helden werden können, wenn die Umstände es erfordern.
Kritiker loben vor allem das Drehbuch, das Herrons komplexe Plots konsequent und ohne Qualitätsverlust auf den Bildschirm überträgt. Gary Oldmans Darstellung des Jackson Lamb wird dabei immer wieder als eine der besten Serienleistungen der vergangenen Jahre hervorgehoben.
Die Serie ist in Deutschland über Apple TV+ abrufbar, wahlweise direkt oder über den Apple TV Amazon Channel. Wer Spionageunterhaltung abseits von James Bond sucht, findet in Slow Horses eine der besten Alternativen, die das Genre derzeit zu bieten hat.
Apples Vorzeigeprojekt mit Zukunft
Mit einer Investition von über 460 Millionen Euro hat Apple klar signalisiert, dass Slow Horses kein kurzfristiges Experiment ist. Die Serie hat sich seit 2022 als eine der tragenden Säulen des Streamingdienstes etabliert und zeigt, dass Apple TV+ in der Lage ist, Qualitätsdrama auf höchstem Niveau zu produzieren.
Die staatliche britische Förderung macht Großbritannien dabei zum idealen Produktionsstandort für ambitionierte internationale Serienprojekte. Apple nutzt diesen Vorteil konsequent und hält die Produktion fest in britischen Händen, was der Serie ihren unverwechselbaren Charakter verleiht.
Für Fans von Mick Herrons Romanvorlagen und für alle, die hochwertige Spionagedramen schätzen, bleibt Slow Horses damit eine der verlässlichsten Adressen im gesamten Streaming-Angebot.
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Artikel geschrieben von:

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.
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