James Brolin, Robert Young und Co.: Wer vom Cast von Dr. med. Marcus Welby noch lebt
Von einem einst großen Cast sind heute nur noch wenige am Leben. Dr. med. Marcus Welby lief sieben Staffeln lang, von 1969 bis 1976, mit Robert Young und James Brolin in den Hauptrollen. Wer die Serie geliebt hat, erlebt diesen Rückblick als schmerzhaften Abgleich mit der Zeit.
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Die Serie und ihr Vermächtnis
Dr. med. Marcus Welby erzählte die Geschichte eines einfühlsamen Allgemeinmediziners, der gemeinsam mit seinem jüngeren Kollegen Dr. Steven Kiley Patienten in Santa Monica behandelt. Die Serie war in ihrer Zeit außerordentlich erfolgreich und galt als eine der beliebtesten Arztserien überhaupt.
Sieben Staffeln lang begleiteten die Zuschauer Marcus Welby und sein Team durch medizinische und persönliche Krisen. Die Serie setzte Maßstäbe für das Genre und beeinflusste spätere Produktionen wie Emergency oder Quincy M.E. erheblich.
Für Deutschland war die Serie ebenfalls bedeutsam: Sie lief in synchronisierter Fassung im deutschsprachigen Fernsehen und fand ein treues Publikum. Eine aktuelle Streaming-Verfügbarkeit für den deutschsprachigen Raum ist derzeit nicht bekannt.
Robert Young: Die Hauptrolle
Robert Young verkörperte den titelgebenden Arzt Marcus Welby mit ruhiger Autorität und warmherzigem Auftreten. Der Schauspieler wurde durch die Rolle zur Ikone des amerikanischen Fernsehens der 1970er Jahre.
Robert Young starb am 21. Juli 1998 im Alter von 91 Jahren. Er litt in seinen späteren Lebensjahren unter Depressionen und sprach offen darüber, was ihm viel Respekt einbrachte. Sein Lebenswerk umfasst Jahrzehnte im Film- und Fernsehgeschäft.
Young erhielt für seine Darstellung des Dr. Welby mehrere Auszeichnungen und war bereits zuvor durch die Familienserie Father Knows Best bekannt. Er gehört heute nicht mehr zu den Lebenden.
James Brolin als Dr. Kiley
James Brolin spielte den jungen, manchmal ungestümen Dr. Steven Kiley an der Seite von Robert Young. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern galt als zentrales Element des Serienerfolgs.
James Brolin, Jahrgang 1940, lebt noch und ist bis heute als Schauspieler aktiv. Er ist unter anderem als Vater von Josh Brolin und als Ehemann von Barbra Streisand bekannt. Sein Karriereweg führte ihn nach Dr. med. Marcus Welby in zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen.
Brolin gewann für seine Rolle als Dr. Kiley einen Golden Globe und wurde damit auch international als ernstzunehmender Darsteller wahrgenommen. Er gehört zu den wenigen noch lebenden Hauptdarstellern der Serie.
Elena Verdugo und weitere Darsteller
Elena Verdugo spielte die Sprechstundenhilfe Consuelo Lopez und war damit eine der wenigen Latinx-Darstellerinnen in einer regelmäßigen Fernsehrolle jener Ära. Sie brachte der Figur Wärme und Humor.
Elena Verdugo starb am 30. Mai 2017 im Alter von 93 Jahren. Sie hatte eine lange Karriere in Film und Fernsehen hinter sich und galt als Pionierin für die Repräsentation lateinamerikanischer Schauspieler im US-Fernsehen.
Weitere Nebendarsteller der Serie sind im Laufe der Jahrzehnte ebenfalls verstorben. Der Cast der Serie spiegelt den natürlichen Lauf der Zeit wider: Die meisten der Beteiligten waren bereits in den 1970er Jahren im mittleren oder fortgeschrittenen Alter.
Was bleibt von der Serie
Dr. med. Marcus Welby ist heute vor allem als Zeitdokument bedeutsam. Die Serie zeigte eine idealisierte Arzt-Patienten-Beziehung, die in der modernen Medizin kaum noch vorkommt, und sprach dabei tiefe emotionale Bedürfnisse des Publikums an.
Für Fans der klassischen Fernsehgeschichte bleibt die Serie ein wichtiger Referenzpunkt. Wer die alten Folgen sehen möchte, muss derzeit auf internationale Quellen zurückgreifen, da ein offizielles Streaming-Angebot für den deutschsprachigen Markt nicht bekannt ist.
Von den Hauptdarstellern lebt nach aktuellem Stand nur noch James Brolin. Er erinnert sich in Interviews gelegentlich an die Serienzeit und beschreibt sie als prägend für seine weitere Karriere.
Artikel geschrieben von:

Julia Fischer analysiert Serien mit besonderem Fokus auf erzählerische Details, Charakterentwicklung und Genre-Mix.
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