Jack Martin debütiert bei Not Suitable for Work vor und hinter der Kamera

·17.07.2026, 17:00 Uhr·4 Min
Jack Martin debütiert bei Not Suitable for Work vor und hinter der Kamera
Bild: Hulu · TMDB

Er lehnte den Bürojob ab, spielt jetzt genau diesen. Martin verkörpert in Not Suitable for Work einen jungen Mann in der Manhattaner Karrierewelt, obwohl er selbst bewusst den Schauspielerweg wählte. Dieser Widerspruch prägt seine Figur Josh Teitelbaum von innen heraus.

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Murray Hill als Spiegel seines Lebens

Jack Martin kennt das New Yorker Viertel Murray Hill, das im Mittelpunkt von Not Suitable for Work steht, aus dem eigenen Freundeskreis. Viele seiner Bekannten zogen dorthin und übernahmen genau jene Bürojobs, die die Serie satirisch aufs Korn nimmt. Martin selbst schlug einen anderen Weg ein und entschied sich für die Schauspielerei, was in seinem Umfeld als ungewöhnlich galt.

Nun spielt er ausgerechnet Josh Teitelbaum, einen jungen Mann in der Unternehmens- und Karrierewelt Manhattans. 'Es ist schon komisch, dass ich mich bewusst dagegen entschieden habe und jetzt so tue, als würde ich genau das leben', sagte Martin gegenüber The Hollywood Reporter. Die Komödie um eine Gruppe junger New Yorker wurde für Hulu produziert und ist in Deutschland bei Disney+ abrufbar.

Martin hatte die Serie im Blick, kaum dass ihre Entwicklung bekannt wurde. Sein Umfeld drängte ihn aktiv, vorzusprechen. Das Vorsprechen selbst beschrieb er als eine der angenehmsten Erfahrungen seiner Karriere, vor allem wegen Showrunnerin Mindy Kaling.

Mindy Kaling beeindruckt beim Vorsprechen

Kaling hinterließ bei Martin vom ersten Moment an einen starken Eindruck. 'Das ist die netteste Person, der ich je in einem Vorsprechraum begegnet bin', rief er unmittelbar danach seiner Familie und seinem Team an. Kaling habe sich seine Videosketche angesehen, ihn nach seinem Leben gefragt und konstruktives Feedback gegeben, ohne einschüchternd zu wirken.

Dieses Verhalten setzte sich laut Martin am Set fort. Auch das Autorenteam hinter der Serie lobt er ausdrücklich: Neben Kaling nennt er Showrunner Charlie Grandy sowie die Autorinnen Beth Appel, Sarah Tapscott und Kate Lindenberg als treibende Kräfte hinter Joshs vielschichtigem Charakter.

Josh ist ein sogenanntes Nepo-Baby, dessen Handlungsbogen sich um die Beziehung zu seinem Vater und das Erwachsenwerden dreht. 'Er will so sehr ein guter Mensch sein und muss herausfinden, was das im echten Leben bedeutet', beschreibt Martin seine Figur. Die Leistung des Schreibteams betont er dabei stärker als die eigene.

Freundschaft mit Kollegen vor dem Set

Einen besonderen Bonus brachte die Besetzung mit sich: Martin und sein Serienkollege Will Angus sind seit Jahren befreundet. Als Martins Team ihm mitteilte, dass Angus für eine andere Rolle in der Serie im Gespräch sei, reagierte er mit echter Begeisterung. 'Ich bin ausgerastet. Die wussten nicht einmal, dass wir uns kennen und schon zusammengearbeitet hatten', erinnert er sich.

Angus befand sich zu dem Zeitpunkt in Italien, wo er an Luca Guadagninos Film Artificial mitwirkte. Martin rief ihn sofort an und fragte, ob sie zusammen eine Wohnung beziehen wollten. Angus sagte zu. Den dritten im Bunde der jungen Männer auf dem Bildschirm bildet Nicholas Duvernay, den Martin kurz darauf kennenlernte und als schnellen Freund beschreibt.

Sollte die Serie eine zweite Staffel erhalten, wollen Martin und Angus Duvernay überreden, ebenfalls mit ihnen zusammenzuziehen. Ob das Quartier dann tatsächlich in Murray Hill liegt, lassen die beiden noch offen.

300 Horrorfilme dank Lili Reinhart

Abseits der Serie hat Martin eine unerwartete Leidenschaft entwickelt: das Horrorgenre. Bis vor drei Jahren mied er Horrorfilme konsequent, weil er sie zu gruselig fand. Seine Freundin, die Schauspielerin Lili Reinhart, führte ihn behutsam an das Genre heran. Inzwischen schätzt er, rund 300 Horrorfilme gesehen zu haben.

Besonders inspiriert ihn die Welle junger Filmemacher der Generation Z, die im Horrorbereich reüssieren. Namen wie Curry Barker und Kane Parsons nennt er als Vorbilder. 'Ich liebe das Schreiben und wollte schon immer Regie führen. Zu sehen, wie Gleichaltrige das umsetzen, macht es greifbarer', sagt Martin.

Er beobachtet dabei auch eine konkrete Veränderung in der Branche: Seit dem Erfolg dieser jungen Filmemacher nehme das Interesse an seinen eigenen Regie- und Schreibplänen in Meetings spürbar zu. 'Ich bin ganz dafür, dass junge Menschen eine Chance bekommen, wenn ich noch dazuzähle', sagt er mit einem Augenzwinkern.

Romantik als nächstes großes Ziel

Trotz aller Horrorbegeisterung zieht es Martin als nächstes in ein ganz anderes Genre. 'Ich würde wirklich gerne Romantik machen', sagt er klar. Als Referenzen nennt er Eternal Sunshine of the Spotless Mind und Brokeback Mountain, also Werke, die emotionale Tiefe mit ungewöhnlichen Liebesgeschichten verbinden.

Bereits bewiesen hat er seine Bereitschaft, sich auf unbekanntes Terrain zu wagen: In dem Hulu-Film Pizza Movie, der Anfang dieses Jahres erschien und von Nick Kocher und Brian McElhaney stammt, spielte er nach eigener Aussage einen 'absolut verrückten Charakter'. Das Vorsprechen für eine solche Rolle war für ihn Neuland, der Reiz des Unbekannten trieb ihn an.

Seinen Karriereweg betrachtet Martin ohne Kalkül. 'Das ist eine Branche, in der man manchmal 24 Stunden Vorlauf für eine lebensverändernde Chance bekommt. Das liegt so sehr außerhalb meiner Kontrolle', sagt er. Sein Ziel bleibt schlicht: auf Menschen kreativ so einzuwirken, wie es seine Lieblingswerke auf ihn getan haben.

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Quelle: HuluZuletzt aktualisiert: 17.07.2026, 17:00 Uhr

Artikel geschrieben von:

Sophie Hartmann
Autor
Sophie Hartmann
Action-SerienScience FictionFantasy-Serien

Sophie Hartmann analysiert seit mehreren Jahren Serienwelten mit Fokus auf Action, Sci-Fi, Fantasy und Mystery.

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