Harington kehrt zurück: A Tale of Two Cities bringt ihn in die Weltliteratur
Zwei Männer, ein Gesicht, eine Entscheidung: Das ist der Kern dieser Besetzung. Harington und der französische Schauspieler François Civil spielen Doppelgänger, deren äußerliche Identität zur dramatischen Waffe wird. Dass ausgerechnet ein Franzose den Engländer Darnay spielt, verleiht dem historischen Stoff eine zusätzliche, reale Spannung.
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Harington und Civil als Doppelgänger
Kit Harington übernimmt die Rolle des Sydney Carton, während François Civil, bekannt aus dem Horrorfilm As Above, So Below, den Charles Darnay verkörpert. Die beiden Figuren gelten als Doppelgänger, was im Laufe der Geschichte eine zentrale dramatische Rolle spielt.
Die Handlung spielt im Jahr 1728 in London, wo die Spannungen zwischen Frankreich und Großbritannien auf einen Siedepunkt zutreiben. Dickens' Vorlage gilt als eines der meistgelesenen Romane der englischen Literaturgeschichte, und die neue Adaption setzt auf ein hochkarätiges Ensemble.
Neben Harington und Civil sind Mirren Mack, Sharon Duncan-Brewster und Yannick Renier in weiteren Rollen zu sehen. Das Casting verspricht eine intensive Charakterstudie inmitten eines historischen Konflikts.
Kreatives Team hinter dem Projekt
Daniel West, der Autor und Schöpfer der Miniserie, arbeitet damit zum zweiten Mal mit Kit Harington zusammen. Bereits bei Gunpowder, dem dreiteiligen historischen Drama, war West als Autor verantwortlich und Harington die Hauptfigur.
Die Regie übernahm Richard Clark, der durch seine Arbeit an der Erfolgsserie Outlander internationale Bekanntheit erlangte. Als Produzent fungiert Simon Meyers, der zuvor die gefeierte Serie I May Destroy You begleitete.
Die Kombination aus erfahrenem Autorenduo, renommiertem Regisseur und preisgekröntem Produzenten lässt auf eine ambitionierte Umsetzung des Dickens-Stoffs schließen.
Dickens-Stoff mit langer Verfilmungsgeschichte
A Tale of Two Cities gehört zu den am häufigsten verfilmten Romanen überhaupt: Mehr als ein Dutzend Adaptionen für Kino und Fernsehen existieren bereits. Besonders bekannt ist die Oscar-nominierte Kinofassung von 1935 mit Ronald Colman als Carton und Donald Woods als Darnay.
Bemerkenswert ist, dass auch jene 1935er-Produktion von MGM stammt, dem Studio, das nun erneut hinter dieser Neuverfilmung steht. Die Geschichte schließt sich damit auf ungewöhnliche Weise.
Für Harington bedeutet das Projekt einen bewussten Schritt weg von der Fantasy-Welt, mit der er als Jon Schnee in Game of Thrones weltberühmt wurde. Zuletzt war er in Serien wie Industry und Extrapolations zu sehen.
Premiere noch in diesem Sommer
A Tale of Two Cities soll noch in diesem Sommer seine Premiere feiern. Im Vereinigten Königreich wird die Miniserie auf der BBC ausgestrahlt, international ist sie über MGM+ sowie Apple TV+ zugänglich.
Ein konkretes Startdatum sowie Informationen zur Verfügbarkeit im deutschsprachigen Raum stehen bislang noch aus. Deutsche Zuschauerinnen und Zuschauer müssen sich vorerst gedulden.
Angesichts der hochkarätigen Besetzung und des renommierten Produktionsteams dürfte das Interesse an einer baldigen Ankündigung für den DACH-Markt groß sein.
Harington weit weg von Westeros
Mit A Tale of Two Cities beweist Kit Harington erneut seine Vorliebe für historisch fundierte Stoffe. Nach Game of Thrones und Gunpowder bleibt er dem Genre treu, wählt diesmal jedoch einen literarischen Klassiker als Grundlage.
François Civil bringt als sein Gegenüber internationale Erfahrung mit: Der französische Schauspieler ist in Europa und Nordamerika gleichermaßen bekannt und verleiht der Produktion eine grenzüberschreitende Dimension.
George R.R. Martin, der Schöpfer der Romanvorlage zu Game of Thrones, hat mit diesem Projekt zwar nichts zu tun, doch die Verbindung zu Harington bleibt unvermeidlich: Für viele Fans wird A Tale of Two Cities der erste Schritt sein, ihren Lieblingsschauspieler in einer völlig neuen Rolle zu erleben.
Artikel geschrieben von:

Anna Schneider analysiert Serien von düsteren Mystery-Stoffen bis zu leichteren Komödien mit Fokus auf Erzählstruktur und Figurenentwicklung.
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