Golden-Globe-Kandidatin Anderson verlässt Baywatch für immer hinter sich

Niemand hat Anderson überhaupt gefragt. Obwohl ein Baywatch-Reboot in Planung ist, gab es keine direkte Anfrage an den größten Star der Originalserie. Für eine Figur, die das Bild der Serie weltweit prägte, ist das eine bemerkenswerte Auslassung.
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Anderson: Niemand hat sich gemeldet
Pamela Anderson spielte die Rettungsschwimmerin und Saxofonistin CJ Parker von 1992 bis 1997 in der Originalserie Baywatch, die von 1989 bis 2001 lief. 2017 lieferte sie noch einen kurzen Gastauftritt in der gleichnamigen Kinoversion. Damit ist die Geschichte für sie offenbar abgeschlossen.
Gegenüber Deadline erklärte Anderson: 'Niemand hat sich bei mir gemeldet. Ich weiß nicht viel darüber. Ich weiß, dass sie irgendwann mit meinen Söhnen über eine Produzenten-Beteiligung gesprochen haben, aber ich glaube nicht, dass man sich einig wurde.' Eine offizielle Anfrage an sie persönlich blieb demnach aus.
Anderson schloss ihre Aussage mit einem klaren Statement: 'Ich habe keine Pläne, zu Baywatch zurückzukehren.' Die Serie habe ihr damals viel gegeben, weltweite Bekanntheit und täglich Arbeit am Strand, aber dieses Kapitel sei für sie beendet.
Mutige Rollen statt Nostalgie-Comeback
Andersons Absage hat einen konkreten Hintergrund: Nach ihrer Golden-Globe-Nominierung für 'The Last Showgirl' im Jahr 2024 sieht sie sich an einem künstlerischen Wendepunkt. Sie will keine Rollen annehmen, die lediglich ihren Kalender füllen.
'Ich will wirklich mutige Entscheidungen treffen. Ich will Menschen überraschen. Ich will mich selbst überraschen', sagte Anderson. Auch Theater-Projekte zieht sie in Betracht. Der Fokus liegt klar auf neuen Charakteren und unbekanntem Terrain, nicht auf dem Wiederholen alter Erfolge.
Hätten ihre Söhne eine Produzenten-Rolle übernommen, wäre die Entscheidung womöglich anders ausgefallen. 'Wenn meine Kinder involviert gewesen wären, hätte ich wahrscheinlich zugehört', räumte sie ein. Da die Gespräche mit ihnen offenbar scheiterten, fällt auch Andersons Beteiligung weg.
Reboot dreht bereits mit neuem Cast
Während Anderson die Türe schließt, laufen die Dreharbeiten zum Baywatch-Reboot bereits auf Hochtouren. Die neue Serie startet im Januar 2027. Im Mittelpunkt steht Hobie Buchannon, gespielt von Stephen Amell, der als Baywatch-Kapitän in die Fußstapfen seines legendären Vaters Mitch tritt, den David Hasselhoff in der Originalserie verkörperte.
Hobies Welt gerät aus den Fugen, als Charlie auftaucht, die Tochter, von der er nichts wusste. Jessica Belkin spielt die Figur, die das Buchannon-Erbe als Rettungsschwimmerin fortführen will. Amell selbst bezeichnete seine Rolle als den 'besten Job der Welt'.
Der Cast ist breit aufgestellt: Shay Mitchell spielt Trina, Hassie Harrison verkörpert Nat, Thaddeus LaGrone gibt Brad, Noah Beck übernimmt Luke und Nader spielt Selene. Turnerin und Social-Media-Star Livvy Dunne gibt in einer wiederkehrenden Rolle als Grace ihr Schauspieldebüt. David Chokachi und Erika Eleniak kehren als Cody Madison und Shauni McClain zurück.
Erfahrenes Team hinter der Kamera
Als Showrunner und ausführender Produzent fungiert Matt Nix, bekannt durch 'Burn Notice' und 'The Gifted'. Produziert wird die Serie von Fox Entertainment gemeinsam mit Fremantle. McG übernahm die Regie des Serienauftakts.
Zu den weiteren ausführenden Produzenten zählen Michael Berk, Greg Bonann und Doug Schwartz, die bereits an der Originalserie beteiligt waren, sowie Dante Di Loreto und Mike Horowitz. Die Kombination aus erfahrenen Baywatch-Veteranen und frischen Köpfen soll die Balance zwischen Nostalgie und Neustart sichern.
In Deutschland ist Baywatch über Prime Video und Joyn verfügbar. Der Reboot wird ab Januar 2027 erwartet, während die Originalserie dort bereits abrufbar ist.
Andersons Karriere nach dem Strand
Andersons Absage an Baywatch steht exemplarisch für einen Neustart, den sie seit 'The Last Showgirl' konsequent verfolgt. Der Film brachte ihr 2024 die erste Golden-Globe-Nominierung ihrer Karriere und öffnete Türen in einem Hollywood, das sie lange Zeit nicht ernst genommen hatte.
Sie betonte, dass sie die Zeit bei Baywatch nicht bereut. Die Serie habe ihr weltweite Bekanntheit verschafft und sie täglich an den Strand gebracht. Doch genau diese Bekanntheit will sie jetzt nutzen, um Erwartungen zu brechen statt sie zu erfüllen.
Konkrete neue Projekte nannte Anderson nicht, verwies aber auf laufende Überlegungen und mögliche Theaterengagements. Eines ist klar: Der rote Badeanzug bleibt im Schrank.
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Artikel geschrieben von:

Clara Hoffmann ist Serien-Redakteurin mit besonderem Fokus auf emotionale Drama-Serien und detailreiche Period Pieces.
Alle Artikel von ClaraClara hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.