Frisch mit Tony ausgezeichnet: Manville dreht jetzt für Escorted

Eine Tony-Preisträgerin als Mutter eines versehentlichen Männer-Escorts. Lesley Manville übernimmt in Escorted die Rolle der Terri, beschrieben als Kabarett-singende Charisma-Bombe. Dass ausgerechnet eine der renommiertesten britischen Schauspielerinnen diese Comedyrolle annimmt, ist ein echtes Statement.
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Manville als 'Charisma-Bombe' besetzt
Lesley Manville übernimmt in Escorted die Rolle der Terri, Mutter der Hauptfigur Denny. Prime Video beschreibt Terri als 'Charisma-Bombe', eine Naturgewalt mit einer Stimme, die ihrer Persönlichkeit in nichts nachsteht. Die Figur ist Kabarett-Sängerin, und Manville soll der Rolle genau jene Wucht verleihen, die das Serienformat verlangt.
Für Manville ist es eine Rückkehr zu Prime Video: Die Schauspielerin ist bereits in der Agentenserie Citadel zu sehen, die ebenfalls beim Amazon-eigenen Streamingdienst läuft. Escorted markiert damit das zweite große Projekt der Britin innerhalb desselben Hauses.
Goldstein spielt Denny, einen geschiedenen Vater in Manhattan, der durch einen Zufall in das Geschäft als männlicher Escort gerät. Prime Video beschreibt die Serie als 'romantische Komödie über sexuelle Dynamiken, das Hüten von Geheimnissen und die Frage, ob echte Intimität jemals käuflich sein kann.'
Tony-Triumph kurz vor dem Engagement
Manville gewann am vergangenen Sonntag den Tony Award als beste Hauptdarstellerin in einem Schauspiel für ihre Rolle in Oedipus. Die Auszeichnung unterstreicht, mit welchem Kaliber Escorted hier besetzt wird.
Ihre Karriere umfasst eine Oscar-Nominierung 2018 für Phantom Thread sowie Auftritte in The Crown und der Amy-Winehouse-Biografie Back to Black. Zuletzt war sie in der FX-Produktion Grotesquerie zu sehen. Im September soll sie außerdem in Marble Hall Murders auf dem US-Sender PBS Masterpiece zu erleben sein.
Die Kombination aus Bühnen-Triumph und einer Serie wie Escorted zeigt, dass Manville derzeit in einer besonders produktiven Phase ihrer Karriere steckt. Für die Komödie dürfte ihr Ruf als wandlungsfähige Charakterdarstellerin ein erheblicher Gewinn sein.
Goldstein schreibt und führt Regie
Brett Goldstein, bekannt durch Ted Lasso und Shrinking, steht nicht nur vor der Kamera: Er hat Escorted selbst entwickelt und schreibt die Serie. Als Ko-Showrunner arbeitet er mit Brian Gallivan zusammen, der ebenfalls Erfahrung aus Shrinking und Happy Endings mitbringt.
Produziert wird Escorted von Warner Bros. Television, wo Goldstein einen umfassenden Produktionsvertrag hält. Prime Video bestellte die Serie Ende des vergangenen Jahres direkt zur Serie, ohne vorherigen Piloten.
Die Konstellation, in der Goldstein als Schöpfer, Autor, Showrunner und Hauptdarsteller in einer Person agiert, verleiht dem Projekt eine klare kreative Handschrift. Manvilles Besetzung als seine Serienmutter fügt dieser Konstellation nun eine erfahrene Bühnen- und Filmgröße hinzu.
Serienformat und Themen im Überblick
Escorted siedelt sich im Genre der romantischen Komödie an, greift aber ungewöhnliche Themen auf: sexuelle Machtverhältnisse, Geheimnisse in Beziehungen und die Frage, ob Nähe und Zuneigung durch Geld simuliert werden können. Der Schauplatz Manhattan gibt der Geschichte einen urbanen Rahmen.
Dannys Ausgangssituation, geschieden, Vater, unfreiwillig im Escort-Geschäft, bietet reichlich Konfliktpotenzial für eine Komödie, die offenbar nicht nur auf Lacher setzt, sondern auch emotionale Tiefe anstrebt. Terris Figur als exzentrische Mutter dürfte dabei für zusätzliche Reibungsfläche sorgen.
Wann die Serie in Deutschland bei Prime Video verfügbar sein wird, ist bislang nicht bekannt. Ein konkretes Startdatum wurde noch nicht kommuniziert.
Starkes Ensemble nimmt Gestalt an
Mit Goldstein und Manville vereint Escorted zwei Darsteller, die in den vergangenen Jahren auf sehr unterschiedlichen Bühnen für Aufsehen gesorgt haben. Goldstein wurde durch seine Rolle als Roy Kent in Ted Lasso international bekannt, Manville ist seit Jahrzehnten eine feste Größe im britischen Film- und Theatergeschäft.
Die Besetzung reiht sich in eine Welle ambitionierter Komödien-Produktionen ein, die Streaming-Plattformen derzeit in Auftrag geben. Ob weitere Rollen noch besetzt werden, wurde bislang nicht offiziell kommuniziert.
Für das deutsche Publikum bleibt Escorted vorerst ein Projekt zum Vormerken: Sobald Prime Video einen Starttermin bekannt gibt, dürfte die Kombination aus Goldsteins Schreibtalent und Manvilles Bühnenpräsenz für erhebliches Interesse sorgen.
Artikel geschrieben von:

Clara Hoffmann ist Serien-Redakteurin mit besonderem Fokus auf emotionale Drama-Serien und detailreiche Period Pieces.
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