Darick Robertson verlässt The Boys und startet sein nächstes Superhelden-Universum

Wie weit Crestar and the Knight Stallion wirklich kommt, ist noch offen. Robertson steigt als Co-Produzent und Autor ein, Exxodus Pictures plant Graphic Novels und eine Live-Action-Serie, doch konkrete Sendetermine fehlen. Für Zuschauer, die wissen wollen, was nach The Boys kommt, ist das Franchise zumindest der erste greifbare Hinweis.
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Robertson nach The Boys direkt weiter
Darick Robertson hat The Boys von Anfang an mitgeprägt: Er und Garth Ennis schufen die Comicvorlage, aus der Eric Kripke ab 2019 die Prime-Video-Serie mit Antony Starr, Jack Quaid und Karl Urban entwickelte. Nun, nach dem Abschluss der fünften Staffel, richtet Robertson seinen Blick auf ein neues Universum.
Bei Crestar and the Knight Stallion übernimmt er die Rolle des Co-Produzenten und Autors. Er hat bereits den zweiten Graphic Novel der Reihe, Devil's Night, verfasst und arbeitet mit Exxodus Pictures an weiteren Folgebänden.
Das Muster ist vertraut: Robertson steigt früh in ein Comicprojekt ein, das mittelfristig auf die Leinwand soll. Genau so begann einst der Weg von The Boys.
Detroit trifft arabische Familiengeschichte
Crestar and the Knight Stallion spielt in Detroit und Dearborn, Michigan. Im Mittelpunkt steht Crestar, ein kampferprobter Vigilant, der als Hüter Detroits gilt. Er entdeckt einen jungen Mann namens Ali, den er für den ersten echten Übermenschen der Welt hält, und beginnt ihn auszubilden.
Ali schlüpft schließlich in die Maske des Knight Stallion, muss dabei aber sein neues Doppelleben mit seinem arabisch geprägten Familienleben in Einklang bringen. Crestar hingegen kennt so etwas wie Familie überhaupt nicht. Dieser Kontrast zwischen den beiden Figuren bildet den emotionalen Kern des Projekts.
Die Schöpfer Ajmal Zaheer Ahmad, Abdallah Jasim und Najam Syed von Exxodus Pictures bezeichnen ihr Werk als 'das erste echte Ost-trifft-West-Superhelden-Universum für ein globales Publikum'. Ahmad führt Regie, schreibt und spielt selbst die Rolle des Crestar. Jasim, Komiker und Digitalschöpfer, verkörpert den Knight Stallion.
Robertson erklärt seinen Reiz am Projekt
Robertson beschreibt seinen Zugang zu den Figuren offen: 'Ich glaube, Crestar and the Knight Stallion übersteigt das Genre, in dem es lebt, weil es letztlich eine menschliche Geschichte durch außergewöhnliche Umstände erzählt.'
Den Unterschied zu typischen Superheldengeschichten sieht er in der Alltagsnähe der Charaktere. 'Ich schreibe diese Figuren gerne wegen ihrer Menschlichkeit und ihrer realen Probleme: einen anständigen Job finden, Familienkonflikte, den Erwartungen anderer gerecht werden und den eigenen Weg in einer komplizierten modernen Welt finden', so Robertson.
Er ist überzeugt, dass die Übertragung vom Comic auf die Leinwand reibungslos funktionieren wird: 'Es ist nicht typisch und nicht vorhersehbar. Ich denke, die Übersetzung vom Comic auf die Leinwand wird sich allein deshalb ganz natürlich anfühlen.'
Internationales Produktionsteam hinter dem Franchise
Neben Exxodus Pictures ist Plot Point 1 als Produktionspartner an Bord. Die Produktionsfirma wird vom saudischen Regisseur Hamzah Jamjoom geleitet, bekannt durch sein Werk Rupture. Seine Beteiligung unterstreicht den dezidiert internationalen Anspruch des Projekts.
Das kreative Team erstreckt sich über die USA und den Nahen Osten, was dem Franchise strukturell eine andere Ausgangslage gibt als vergleichbare Superhelden-Universen aus Hollywood.
Die ersten beiden Graphic Novels, The Legend Begins und Devil's Night, erscheinen ab dem 1. Juli weltweit über Amazon. Arabischsprachige Ausgaben sollen noch im Laufe des Jahres folgen, nachdem die Comics bereits in den USA und Europa veröffentlicht wurden.
Serien-Adaption folgt dem The Boys-Modell
Die Strategie hinter Crestar and the Knight Stallion ähnelt bewusst dem Weg von The Boys: erst eine solide Comicbasis aufbauen, dann die Live-Action-Serie entwickeln. Eine geplante Fernsehserie ist Teil des Gesamtkonzepts, ein konkretes Startdatum steht noch aus.
Robertson bringt dabei nicht nur seine Erfahrung als Comic-Autor mit, sondern auch sein Wissen als ausführender Produzent der The Boys-Serie sowie des kommenden Spin-offs Vought Rising. Er weiß, wie ein Comicstoff serientauglich gemacht wird.
Ob Crestar and the Knight Stallion ähnlich einschlägt wie The Boys bei Prime Video, bleibt abzuwarten. Die Zutaten, ein erfahrenes internationales Team, ein ungewöhnliches kulturelles Setting und ein bewährter Comic-Veteran im Autorenstuhl, sind jedenfalls gesetzt.
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Artikel geschrieben von:

Clara Hoffmann ist Serien-Redakteurin mit besonderem Fokus auf emotionale Drama-Serien und detailreiche Period Pieces.
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