Adam Scott triumphiert, Severance-Stars schocken ihn live
Mitten in seiner Dankesrede tauchten plötzlich zwei Severance-Stars auf dem Bildschirm auf. Britt Lower und Tramell Tillman schickten Videobotschaften zum Canneseries-Festival, die Scott sichtlich überraschten. Dass Kollegen eine Preisverleihung so persönlich kapern, passiert selten.
Artikel-Inhalt
Überraschende Botschaften aus dem Severance-Team
Britt Lower richtete herzliche Worte an ihren Kollegen Adam Scott: Er verdiene diese Auszeichnung zutiefst, er mache das Arbeiten so besonders wie ein Sommercamp, allerdings eines ohne Zugang zu Sonnenlicht. Die Anspielung auf die unterirdische Welt von Severance saß perfekt und brachte das Publikum in Cannes zum Lachen.
Tramell Tillman schloss sich den Glückwünschen an und lobte Scott dafür, dass er am Set mit Freundlichkeit und Freude vorangehe. Besonders hob er hervor, wie sehr ihn Scotts schauspielerische Leistung immer wieder ablenke, und erwähnte dabei erneut die angeblich langsame Gangart seines Kollegen durch die Flure.
Scott selbst wehrte sich schmunzelnd gegen diesen Vorwurf: Das mit dem langsamen Gehen sei schlicht falsch, sagte er. Der Schlagabtausch zeigte, wie vertraut und warmherzig das Ensemble hinter den Kulissen miteinander umgeht.
Routine, Wäsche und Rice-Krispies-Treats
Im Gespräch verriet Scott, dass er ein ausgesprochener Gewohnheitsmensch sei. Wenn er während der Dreharbeiten allein in New York untergebracht sei, helfe ihm Wäschewaschen beim Abschalten. Als ihm irgendwann nichts mehr zum Waschen blieb, habe er Handtücher und alles Greifbare zusammengesucht, nur um die Maschine laufen lassen zu können.
Auf die etwas skurrile Frage, welches Lebensmittel ihn dazu bringen könnte, etwas moralisch Fragwürdiges zu tun, antwortete Scott mit entwaffnender Ehrlichkeit. Er liebe Ameisen auf einem Baumstamm, also Sellerie mit Erdnussbutter und Rosinen. Doch für wirklich zweifelhafte Dinge brauche es wohl eher einen Rice-Krispies-Treat.
Diese kleinen persönlichen Einblicke zeichnen das Bild eines Schauspielers, der trotz jahrzehntelanger Karriere bodenständig geblieben ist und seinen Alltag mit viel Humor betrachtet.
Severance: Vom Achselzucken zum Phänomen
Scott erinnerte sich offen daran, wie unsicher das gesamte Team vor dem Start der ersten Staffel gewesen sei. Niemand habe wirklich gewusst, was aus der Serie werden würde. In seinem Hinterkopf habe er befürchtet, die Leute würden mit dem Finger zeigen, lachen und davonlaufen.
Stattdessen entwickelte sich Severance zu einem der meistdiskutierten Serien-Phänomene der jüngeren Zeit. Die Reaktion auf Staffel 2 sei sogar noch größer ausgefallen als auf die erste, und Scott beschrieb sich selbst als in einem dauerhaften Zustand der Erleichterung.
Besonders beeindruckt zeige er sich davon, wie kreativ die Fans mit dem Stoff umgingen und wie sehr die Serie ihre Vorstellungskraft anrege. Neben Scott und seinen Kollegen Lower und Tillman gehören zur Produktion weitere bekannte Gesichter des internationalen Fernsehens, darunter Lisa Kudrow und Jamie Bell.
Ikone mit 20-jährigem Innenleben
Die Frage, wie es sich anfühle, als Ikone bezeichnet zu werden, brachte Scott sichtlich ins Grübeln. Er fühle sich innerlich noch genauso wie mit 20, als er nach einem Agenten suchte und nicht wusste, ob irgendetwas aus seinem Traum werden würde. Dass 30 Jahre vergangen seien, lasse sich kaum begreifen.
Dieses Gefühl kenne er gut: eine unberechtigte, kugelsichere Selbstsicherheit gepaart mit wilder Unsicherheit. Genau diese Mischung habe ihn all die Jahre angetrieben, sagte er rückblickend.
Seine frühe Inspiration war River Phoenix, den er als Kind bei den Academy Awards verfolgte, als dieser für seine Rolle in Running on Empty nominiert worden war. Scotts Mutter habe seine Begeisterung stets unterstützt, auch wenn sie ihn danach sofort ins Bett schickte.
Ethan Hawke als frühes Vorbild
Ein weiteres prägendes Erlebnis war für Scott der Film Reality Bites aus dem Jahr 1994, als er gerade seine Karriere begann. Ethan Hawke sei damals die coolste Person gewesen, die er je gesehen habe. Er habe sich gekleidet wie er, geredet wie er und ihn in jeder Hinsicht nachahmen wollen.
Auch Raiders of the Lost Ark spielte eine entscheidende Rolle in Scotts Biografie. Es war der erste Film, den er allein im Kino sah, nachdem er zuvor jeden Erwachsenen in seinem Leben dazu gebracht hatte, ihn mitzunehmen. Seinen Traum, Schauspieler zu werden, habe er jahrelang für sich behalten, aus Scham, aber auch aus tiefem innerem Glauben.
Heute ist Adam Scott selbst eine Figur, an der sich jüngere Generationen orientieren, nicht zuletzt durch Severance, das auf Apple TV+ zu sehen ist und mit Produktionsbeteiligten wie Michael Patrick King, Richard Gadd und Labrinth ein ungewöhnlich vielseitiges kreatives Umfeld vereint.
Mehr zu „Severance"

Severance: Scott verrät, warum Staffel 3 ihn schockiert
Adam Scott ist schockiert von seiner eigenen Serie. Obwohl er als ausführender Produzent tief in Staffel 3 eingebunden ist, haben ihn die Wendungen kalt erwischt. Dass selbst der Hauptdarsteller von seinem eigenen Projekt überrascht wird, ist selten.

Severance dreht Staffel 3, und dieser Sommer gehört Lumon
Severance kommt zurück, und die Dreharbeiten starten diesen Sommer. John Turturro bestätigte die Produktion von Staffel 3 auf Apple TV+, während Adam Scott erneut die Hauptrolle übernimmt. Wer jetzt einsteigt, hat noch Zeit, zwei Staffeln aufzuholen, bevor Lumon wieder übernimmt.

Dylan Dreyer verrät, was Severance so real macht
Severance trifft das echte Leben: Ein TV-Star lebt das Konzept täglich. Dylan Dreyer, Moderatorin bei Today, beschreibt im Podcast Parent Chat ihr Doppelleben aus Job und Mutterschaft. Für Fans der Apple-TV-Serie macht das den Gedankenexperiment-Horror plötzlich greifbar.
Artikel geschrieben von:

Sophie Hartmann analysiert seit mehreren Jahren Serienwelten mit Fokus auf Action, Sci-Fi, Fantasy und Mystery.
Alle Artikel von Sophie