Acapulco gewinnt 6 Imagen Awards und setzt zum späten Triumph an

Der größte Abräumer war ausgerechnet eine beendete Comedy. Acapulco führte mit 13 Nominierungen und holte Preise für Oscar Almengor, Enrique Arrizon, Eugenio Derbez, Vanesa Bauche und die Musikaufsicht. Gerade weil die vierte Staffel schon das Ende markiert, wirkt dieser Triumph wie eine späte Neubewertung.
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Acapulco räumt ab
Acapulco war der große Gewinner der 41. Imagen Awards. Die bereits beendete Apple-TV+-Komödie gewann bei der Gala im Beverly Hilton gleich sechs Preise und setzte sich damit klar an die Spitze des Abends.
Die finale vierte Staffel war schon mit 13 Nominierungen ins Rennen gegangen und bestätigte diese Favoritenrolle nun eindrucksvoll. Ausgezeichnet wurden Regisseur Oscar Almengor, Hauptdarsteller Enrique Arrizon, Nebendarsteller Eugenio Derbez, Nebendarstellerin Vanesa Bauche sowie die Musikaufsicht von Javier Nuño und Joe Rodríguez.
Dazu kam noch eine geteilte Hauptdarsteller-Auszeichnung für Enrique Arrizon und Stephanie Beatriz aus Twisted Metal. Für eine Serie, die bereits abgeschlossen ist, wirkt dieser Abend wie ein spätes, aber deutliches Ausrufezeichen.
Sonderpreis für das Team
Nicht nur einzelne Gewerke wurden geehrt. Auch Apple TV+ und das Team von Acapulco erhielten gemeinsam den Preis für kreative Leistung, was den Erfolg der Serie über die Schauspielkategorien hinaus absichert.
Gerade dieser Sonderpreis zeigt, wie breit die Anerkennung ausfiel. Gewürdigt wurde damit nicht bloß ein starkes Finale, sondern eine Produktion, die über mehrere Staffeln hinweg lateinamerikanische Perspektiven sichtbar gemacht hat.
Für deutsche Zuschauer ist das ebenfalls relevant, weil Acapulco hier bei Apple TV+ und im Apple TV Amazon Channel verfügbar ist. Der Preisrückenwind dürfte der Serie auch nach ihrem Ende weiter Aufmerksamkeit verschaffen.
Weitere Serien siegen
Neben Acapulco wurden auch andere Titel in den wichtigsten Serienkategorien ausgezeichnet. Will Trent gewann als beste Dramaserie, Scrubs setzte sich als beste Comedyserie durch, während Brownsville Bred den Preis als bester Spielfilm holte.
In den Schauspielkategorien des Dramas gingen die Hauptpreise an Manuel Garcia-Rulfo für The Lincoln Lawyer und an Amirah Vahn für Doc. Die Nebendarsteller-Preise sicherten sich Michael Peña für All Her Fault sowie Arienne Mandi für Chicago P.D.
Diese Auswahl macht den Anspruch der Imagen Awards greifbar. Die Preise ehren lateinamerikanisches Talent nicht nur in einzelnen Rollen, sondern quer durch Serien, Film, Dokumentation, digitale Formate und Musik.
Andy Garcia geehrt
Andy Garcia erhielt den Preis für sein Lebenswerk. Damit würdigte die Imagen Foundation einen Schauspieler, Produzenten und Filmemacher, der seit Jahrzehnten zu den prägenden lateinamerikanischen Stimmen in Film und Fernsehen zählt.
Helen Hernandez, Gründerin und Präsidentin der Imagen Foundation, sagte über ihn: 'Andy Garcia verkörpert das Beste von dem, was die Imagen Foundation seit mehr als vier Jahrzehnten feiern will.' Sie ergänzte, er habe ein bemerkenswertes Werk, künstlerische Integrität und ein klares Engagement für Chancen lateinamerikanischer Talente aufgebaut.
Besonders stark fällt dabei der Blick über die Leinwand hinaus aus. Hernandez nannte Garcia zudem einen großzügigen Mentor und ein Vorbild, dessen Einfluss weit über den Bildschirm hinausreiche.
Weitere Ehrungen des Abends
Ein weiterer Sonderpreis ging an Hilda L. Solis. Die Bezirksaufseherin von Los Angeles County erhielt den Präsidentenpreis und stand damit neben Andy Garcia im Mittelpunkt der besonderen Ehrungen.
Auch in anderen Kategorien setzte die Gala deutliche Akzente. Marcello Hernández: American Boy gewann als bestes Special oder bester Fernsehfilm, Selena y Los Dinos wurde als beste Dokumentation geehrt und Arian S. Cartaya erhielt den Nachwuchspreis für IT: Welcome to Derry.
Damit blieb der Abend nicht auf große Serientitel beschränkt. Die Gewinnerliste zeigte vielmehr ein breites Bild aktueller lateinamerikanischer Kreativität, von Kinderprogramm und Kurzfilm bis hin zu Podcast und Online-Inhalten.
Artikel geschrieben von:

Sarah Becker analysiert Streaming-Highlights aus den Bereichen Krimi, Drama und Mystery mit geschultem Blick für Erzählstrukturen.
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