Abgesetzt und trotzdem nominiert: Palm Royale bei den Emmys 2026

Acht Emmy-Nominierungen retten, was eine Absetzung beendete. Palm Royale, die Apple TV+-Komödie mit Kristen Wiig, Carol Burnett und Laura Dern, wurde im März 2026 nach Staffel zwei eingestellt. Die Anerkennung bei den Creative Arts Emmys zeigt: Handwerk wird gewürdigt, auch wenn die Serie selbst Geschichte ist.
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Palm Royale: Acht Nominierungen trotz Absetzung
Palm Royale, die Apple TV+-Komödie mit Kristen Wiig, Carol Burnett und Laura Dern, wurde im März 2026 nach der zweiten Staffel abgesetzt. Dennoch landete die Serie acht Nominierungen bei den 78. Emmy Awards. Anerkannt wurden unter anderem Produktionsdesign, Choreografie, Kostüme, Maske, Haarstyling, Musikkomposition sowie Stunt-Koordination und Stunt-Performance.
Die Nominierungen fallen in die Kategorie der sogenannten handwerklichen Auszeichnungen, die bei den Creative Arts Emmy Awards am 5. und 6. September 2026 vergeben werden. Dort werden Leistungen hinter der Kamera gewürdigt, die beim regulären Hauptabend oft im Hintergrund bleiben.
Für die Beteiligten der Serie dürfte die Anerkennung ein versöhnlicher Abschluss sein. Trotz des Endes der Serie bleibt das kreative Erbe von Palm Royale damit offiziell dokumentiert.
Poker Face, Gen V und weitere Abgesetzte
Poker Face, die Krimi-Anthologieserie von Rian Johnson, wurde nach zwei Staffeln bei ihrem US-Streamingdienst eingestellt. Johnson suchte daraufhin nach einem neuen Zuhause für die Serie, mit Peter Dinklage als neuem Hauptdarsteller. Eine Nominierung für Stunt-Koordination sicherte sich die Produktion dennoch bei den diesjährigen Emmys.
Gen V, das Spin-off von The Boys über Studenten mit Superkräften, wurde nach zwei Staffeln bei Amazon Prime Video abgesetzt und erhielt eine Nominierung für Spezialeffekte. Die Peacock-Serie Ponies mit Emilia Clarke und Haley Lu Richardson, die bereits nach einer Staffel eingestellt wurde, bekam eine Anerkennung für Titeldesign.
Auch die NBC-Komödie Stumble, ebenfalls abgesetzt, erhielt eine Nominierung für Choreografie. Fünf eingestellte Serien auf der Emmy-Liste 2026: ein seltenes Bild, das die Diskrepanz zwischen Einschaltquoten-Entscheidungen und kreativer Qualität deutlich macht.
The Pitt und Hacks dominieren das Feld
An der Spitze des Nominierten-Feldes steht The Pitt mit 25 Nominierungen, sowohl als meistnominierte Serie insgesamt als auch als Spitzenreiter in der Drama-Kategorie. Dahinter folgt Hacks mit 24 Nominierungen, womit die Comedyserie einen neuen Rekord für die meisten Komödie-Nominierungen in einem einzigen Jahr aufstellt.
Widow's Bay kommt auf 19 Nominierungen, Pluribus auf 18 und Beef auf 16. Das Feld zeigt eine breite Streuung über verschiedene Genres und Plattformen hinweg.
Die Konkurrenz zwischen Drama und Komödie verspricht bei der Verleihung im September besonders spannend zu werden, da sowohl The Pitt als auch Hacks in ihren jeweiligen Kategorien deutlich herausragen.
Verleihung im September in Los Angeles
Die 78. Emmy Awards werden am 14. September 2026 im Peacock Theater in der Innenstadt von Los Angeles stattfinden. Moderiert wird der Abend von Mariska Hargitay, bekannt als Stammbesetzung der Krimiserie Law and Order: Special Victims Unit.
Die Creative Arts Emmy Awards, bei denen die handwerklichen Auszeichnungen verliehen werden, finden bereits am 5. und 6. September 2026 statt. Dort werden viele der Nominierungen entschieden, die abgesetzte Serien wie Palm Royale, Poker Face und Gen V erhalten haben.
Zu den weiteren bemerkenswerten Nominierungen des Jahrgangs zählen drei Nennungen für die Dokumentation Sean Combs: The Reckoning, darunter in der Kategorie Beste Dokumentation oder Non-Fiction-Serie, sowie eine Nominierung für Michael J. Fox für seine Gastrolle in Shrinking.
Erstmals nominiert: Neue Namen im Rennen
Die Emmy-Saison 2026 bringt auch eine Reihe von Erstnominierten ins Rampenlicht. Connor Storrie und Chase Infiniti gehören ebenso dazu wie Leslie Bibb und Sarah Pidgeon, die alle erstmals auf der Kandidatenliste stehen.
Ariana Madix erhält ihre erste Emmy-Nominierung für die Moderation von Love Island USA, was ihren Wechsel vom Reality-TV-Teilnehmer zur nominierten Fernsehpersönlichkeit markiert.
Die Breite der Erstnominierten zeigt, dass die Akademie in diesem Jahr bewusst neue Gesichter in den Vordergrund rückt, während gleichzeitig bewährte Produktionen wie Hacks und The Pitt die Spitzenpositionen belegen.
Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.
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